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BF pro jugoslawische Serben...

ja genau darum verspotten sie ihn auch, weil er politisch für serbien gar nichts erreicht hat.^^
der traum von einem serbisch dominierten jugoslawien im volksmund auch veliki srbija genannt ist ausgeträumt.....kapische.^^

Milosevic war kein richtiger Jugoslawe, er hat bei allen seinen reden Serbien mit einbezogen, bevor er gesagt hat es lebe Jugoslawien, Brüderschaft und Einigkeit. Als Raif Dizdarevic (Bosniake und ehemaliger jugoslawischer Präsindent) Für den Frieden aufgerufen hat, wurde er von eine Millionen Serben in Belgrad ausgepfiffen, dass waren alles keine echten Jugoslawen sondern Nationalisten die wollten das Milosevic endgültig die macht übernimmt und den Groß serbischen Plan umsetzt. Ein Hund den man mit Tito niemals vergleichen darf.
 
Milosevic war kein richtiger Jugoslawe, er hat bei allen seinen reden Serbien mit einbezogen, bevor er gesagt hat es lebe Jugoslawien, Brüderschaft und Einigkeit. Als Raif Dizdarevic (Bosniake und ehemaliger jugoslawischer Präsindent) Für den Frieden aufgerufen hat, wurde er von eine Millionen Serben in Belgrad ausgepfiffen, dass waren alles keine echten Jugoslawen sondern Nationalisten die wollten das Milosevic endgültig die macht übernimmt und den Groß serbischen Plan umsetzt. Ein Hund den man mit Tito niemals vergleichen darf.

i dobili su kitu veliku zbog toga
 
Stimme Rez völlig zu. Schlimmer finde ich die Doppelmoralisten. Weg mit den Kriegsverbrechern aber Ante heroj schreien :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
dass sind tatsachen mein lieber......ich persönlich kenne viele serben verdammt viele, und noch nie hat einer von ihnen jemals was gutes von tito gesagt....nur hier im balkanforum gibts paar geistesgestörte titofans.....die aber gleichzeitig draza und seine machenschaften wo es nur geht in schutz nehmen oder versuchen die verbrechen der cetniks zu relativieren.....also irgendwie passt dass mit der ideologie von tito nicht zusammen, darum milo-jugo nostalgiker.

was man aber z.b von paar bosnischen tito-freaks nicht behaupten kann, die sind wirklich tito jugospastmatiker, sind sogar islamfeindlich eingestellt. usw. usf.

also so hab ich das bis jetzt gesehen.^^
Ich glaube, Du vermischt da vieles, was Du nicht richtig verstehst und es ist auch zu einfach, die Leute anhand einiger kurzer Statements in Threads wie diesem politisch einzuordnen.

Da ist zum einen Tito, der die chaotischen Reste nach dem 2. Weltkrieg reorganisiert und wieder aufgebaut hat. Geleitet wurde er dabei von einer an sich guten Idee, aber in der Praxis hat es, wie immer, Komplikationen gegeben. Die weltpolitische Lage war schwierig für ein kommunistisches Land zwischen UdSSR und dem Westen und auch intern haben nicht alle an einem Strang gezogen. Es hat unbetritten auch Schattenseiten gegeben, Systemgegner wurden nicht unbedingt mit Samthandschuhen angefaßt und wirtschaftlich wurden aufgrund von Fehleinschätzungen Fehler gemacht, das steht außer Frage, aber das war in den meisten anderen Ländern auch nicht anders. Zur McCarthy-Ära waren die USA auch weit entfernt von Meinungsfreiheit und Kommunisten wurden verfolgt und auch die Ära Bush jr. war nicht eben ein Glanzlicht der bürgerlichen Freiheiten. Die Existenz von Slums und Ghettos in diesem Land ist ein Skandal für sich von der nahezu Ausrottung der amerikanischen Urbevölkerung und der Versklavung der Schwarzen redet heute kein Mensch mehr. Aber bei Ex-Jugoslawien wird alles haarklein seziert, was irgendwie negativ war. Und natürlich waren dafür ausschließlich Serben verantwortlich.

Da ist zum anderen Milošević, der nur dem Namen nach Kommunist war, weil die Partei eben noch so hieß, in Wahrheit aber war er ein einfacher Nationalist und auch als solcher bestenfalls 3. Liga. Ich kenne eigentlich keinen einzigen Milo-Fan, nicht einmal unter strammen Nationalisten. Und entsprechend negativ fällt ja auch seine Bilanz aus. Serbien ist als Resultat seines politischen "Schaffen" politisch isoliert, wirtschaftlich ruiniert, innerlich zerrissen und hat außerdem große Territorialverluste hinnehmen müssen. Da gibt es wenig Raum für Begeisterung.

Bleiben die Verbrechen. Kein ernstzunehmender Serbe hier leugnet das von Serben begangene Unrecht während der Kriege und auch zuvor an der albanischen Bevölkerung des Kosovo. Und es hat nichts mit Rechtfertigung zu tun, wenn man darauf hinweist, daß es bspw. in Kroatien vor Kriegsausbruch antiserbische Pogrome gegeben hat, daß man den serbischen Bosniern einen Staat aufgezwungen hat, den sie nie wollten und daß die UCK terroristische Anschläge begangen hat. Es geht dabei nicht um das Entschuldigen, Relativieren und Minimieren serbischer Verantwortung, aber ich als Nicht-Serbe finde dennoch, daß man als Serbe klarstellen darf, daß all diese Dinge nicht aus reiner Mordgier geschehen sind, jedenfalls nicht aus der gewöhnlichen Bevölkerung heraus.

Das schließlich sehe ich hier als Problem an. Hier werden Serben für eine Politik verantwortlich gemacht, die sie nicht zu verantworten haben. Die meisten hier sind in einem Alter, daß sie damals noch gar nicht auf der Welt oder allenfalls im Kleinkindalter waren. Viele schon damals in D, A oder CH lebend. Und auch Leute meiner Generation hatten damals keine große Wahl: marschieren oder desertieren. Die Propaganda sorgte für gezielte Desinformation und Haß (es ist verblüffend, wie leicht das ist!) und es gab für die meisten keine realistische Alternative zum Krieg. Ich denke, keine Mutter hat ihre Söhne gerne ziehen lassen und nachdem ihnen das erste Mal die Kugeln um die Ohren geflogen sind und der ein oder andere Kamerad von einer Mine zerfetzt wurde, haben auch die begeistertsten "Patrioten" erkannt, daß das keine lustige Party wird.

Abschließend frage ich mich immer wieder, warum eigentlich die jugoslawische Idee immer automatisch mit Kommunismus assoziiert wird. Auch Jugoslawien hätte man reformieren können, wie die Nachbarstaaten auch. Der Zerfall war keinesfalls zwangsläufig und unvermeidlich, er wurde gezielt und bewußt betrieben.
Das stimmt gar nicht. Die meisten Serben in diesem Forum verspotten Milosevic da er politisch gesehen gar nichts erreicht hat, er hat Serbien viel mehr geschadet.

Das ist immer dieses Vorurteil, ich persönlich kenne sehr viele Serben die schlecht von Milosevic denken, er hat nur Hass gebracht und die jugoslawische Richtung in den Dreck gezogen, heute denken alle wen jemand hinter Jugoslawien steht, dass man gleichzeitig ein nationalistischer Serbe ist.

Stambolic war ein vorzeige Serbe, er war für die Albaner und die Freiheit für die Albaner im Kosovo. Er wurde von Milosevic beseitigt, obwohl Stambolic ihn an die macht gebracht hat, dieser Milosevic hat selbst seine eigenen Landsleute beseitigt, für seine eigenen Interessen.
Korrekt.
 
Bei Deinem zweiten Punkt kann man es aber auch genau umgekehrt sehen (ohne daß Du dadurch Unrecht hast): Menschen neigen dazu, sich mit Gleichgesinnten zu vereinigen und mit ihren Idealen zu missionieren. Die entscheidende Frage dabei ist, welcher Aspekt dominiert. In einem Land, in dem das politische System vorgegeben ist und das quasi in Tateinheit Religion als nebensächlich degradiert, liegt es bei einem Vielvölkerstaat nahe, sich auf seine Nationalität zu besinnen, besonders effektiv ist das natürlich, wenn die drei größten Nationalitäten sich auch und vor allem durch religiöse Aspekte unterscheiden (die ja Grundlage für viele "nationale" Traditionen sind). Unter anderen Umständen würden sich vermutlich andere Interessenvertretungen bilden, demokratische Parteien eben, die arbeitnehmerfreundlich, konservativ, umweltorientiert oder sonst nach weltanschauungsspezifischen Gesichtspunkten ausgerichtet sind. Wenn man so will, hat das kommunistische Einparteiensystem sich also selbst abgeschafft. Damit geht natürlich einher, daß ich Dir bei Deinem dritten Absatz vehement widerspreche. Man hätte nur rechtzeitig die Weichen stellen müssen.


Dazu müsste jedoch die Vernunft überwiegen und nicht der Überschwängliche Patriotismus. Was wie mir scheint bei Ex-Jugos aber viel zu selten der Fall ist. Selbst Personen welche eine Hohe Bildung besitzen lasen sich oft von nationalistischen strömen mitreißen, obwohl sie trotz objektiver Betrachtungsweise, wissen das es die Fronten noch verhärtet. Und ich spreche hier noch nicht mal von Menschen die Profit daraus ziehen können, wie es Politiker tun, abgesehen natürlich von einem emotionalen hoch.

Nationalismus ist meiner Ansicht nach eine sehr mächtige politsche WAFFE die in der Lage ist, annähernd alle Punkte zu überschatten, die ein friedliches zusammen Leben garantieren. So wie in Bosnien, oder fast ganz Westeuropa wenn es um den Islam geht. Hass verbindet eben und dem ist selten mit Vernunft und Gutmütigkeit entgegen zu kommen. Selbst westliche Länder sind davor nicht gefeilt, da durch ihre liberale Haltung wiederum die Sehnsucht nach Gemeinsamkeiten entsteht, ist eben ein Kreislauf der nicht zu durchbrechen ist. Selbstverständlich hast du vollkommen recht damit, dass sich in den meisten Fällen Interessengruppen bilden die etwas positives zustande bringen wollen. Aber wenn das mal nicht der Fall ist dann sitzt man in einem Hexenkessel.

Stimme dir in so gut wie allem zu, denke aber dennoch das die Bildung und Erhaltung Jugoslawiens ohne ein totalitäres System, nicht zu verwirklichen gewesen wäre. Wenn man die Geschichte und die daraus resultierende Antisympathie der Ex-Jugo Völker mit einbezieht, halte keine Gemeinschaftlichen Interessen für stark genug um die Flame des lodernden Hasses für eine längere Zeit zu zügeln.

Ich entschuldige mich dafür das es so lange gedauert hat bis eine Antwort kam, bin recht selten im Forum.
 
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