Das was du beschreibst mag auf Serben in Kroatien zutreffen. Gegenüber Serben aus Serbien war immer eine Antipathie festzustellen..dito auch in Bosnien.
Antipathie war eigentlich wenn überhaupt gegenüber dem Militär vorhanden (die Rede ist von dieser Region) - gegenüber den "Srbijanci" stand man mehr oder weniger neutral gegenüber, bzw. waren eher positiv als negativ auf das Volk als ganzes zu sprechen (mal abgesehen von der Zentralpolitik Belgrads), gerade die Filmindustrie, so als banales Beispiel, trug dazu bei, dass sie dennoch "gemocht" wurden und Mischehen gab es zu "tausende". Von deiner Interpretation der Antipathie kann zu dieser Zeit keine Rede sein, ausser es kam zu hitzigen Fussballduellen zwischen Dinamo Zagreb oder Hajduk Split gegen die Belgrader Klubs oder die Ausschreitungen und Konflikte in Dalmatien während des "kroatischen Frühlings" zwischen den Kroaten und einheimischen Serben, dann schon, aber sonst eher nicht und vorallem nicht in so einem Ausmass wie heute.
Der Unterschied zu damals ist ,dass die Serben in Kroatien und Bosnien serbischer sein wollen als in Serbien selbst.
Von welcher Zeitspanne ist hier die Rede?
.. deine Äusserung zu Zadar und jugoslawischer Politik...die war nicht jugoslawisch, sondern serbisch.
War sie nicht, gerade weil sich Tito persönlich um Zadar gekümmert hat (war er Serbe ?...) . Das mit den Kasernen und der grossen Präsenz des Militärs ist eine Sache, aber selbst wenn es eine "serbische Politik" war, hat sich Zadar nach dem 2. Weltkrieg zu einem starken wirtschaftlich- und kulturellen Zentrum entwickelt, dazubeigetragen hat vorallem der Bau der Eisenbahnstrecke Zadar-Knin und die spätere Einrichtung der Fakultät für Philosophie.
Du hast zuvor geschrieben, dass Dalmatien rot war. Jetzt ruderste zurück.
Nein, weil ich bereits zuvor das klargestellt habe - hier die Diskussion zwischen mir und Esseker:
Nicht im klassischen Sinne von "kommunistisch" - viel eher die unendliche Verehrung der Partisanen und ihre Rolle im Krieg gegen die Nazis, nicht jeder Partisane war ein Kommunist, aber war auch einbisschen unglücklich formuliert. Das Verhältniss zu den Volkshelden des zweiten Weltkrieges wie bsp. Dinko Surkalo, Komar, Bulat ist einbisschen abgekühlt, vorallem wenn ich noch an meine Jugend zurückdenke, deswegen mein Kommentar dazu mein Freund.
http://www.balkanforum.info/f9/sichtweise-belgrad-gegenueber-kroatien-203361/index3.html
Die Partisanen hatten den Status, weil die KP dies den Leuten eingetrichtert hat. Es gab ja in der Schule nur Partisanen Kult und das Land wurde mit Denkmäler übersät.
Mir ist schon klar dass man es zum Teil mit der Verehrung/Gloriffizierung des Partisanenkult übertrieben hat, so ist es nunmal wenn der Sieger Geschichte schreibt, alles andere zählt nicht (ist beim letzten Krieg der 90er auch nicht anders).
Ein Volksheld wie bsp.
Ante Banina (ein grosse Persönlichkeit und einer der wichtigsten Organisatoren der Aufstände in Zadar gegen die Faschisten) hätte auch ohne Mahnmale, Gedenksteine etc. einen grosse Bewunderung und Verehrung im gesamten Dalmatien genossen; kannst dich gerne bei der Bevölkerung erkundigen oder denkst du, dass wiederum die Bevölkerung Splits auf die Partisanen an sich nicht gut zu sprechen sei, vorallem wenn man sich anschaut das Split weitaus mehr Verluste als Warschau, Rotterdam etc. zusammen verkraften musste (von der deutschen und italienischen Luftwaffe) - deswegen meine Verwunderung, wie sich dort einige mit dieser faschistischer Ideologie identifzieren und schmücken können, wo sie doch selbst Opfer der gleichen Ideologie waren.
Mir ist natürlich mehr als klar, dass man die kommunistischen Verbrechen schön unter denn Teppich gekehrt hat, zum Wohle des "bratstvo und jedinstvo", dennoch trugen die Partisanen dazubei, dass man einen Sieg über die Achsenmächte 1944 und endgültig 1945 erzwungen und Dalmatien befreit hat - dass darf und kann man nicht leugnen, egal wie man zum zweiten Jugoslawien und zu den Partisanen steht. Volkshelden wie Ante Banina, Rade Koncar, Badel, Bulat, Zezelj, Pekic oder Mamula brauchen keine Denkmäler, Gedenksteiner oder Filme, sie werden auch so als Helden angesehen - mehr als verständlich wenn man sich ihre Rolle während des zweiten Weltkrieges anschaut. Jede Medaille hat zwei Seiten, auch die des Partisanenkultes, nur muss man eben beide anschauen damit man endgültig über sie richtet.
@kiko
Danke für deine Worte. Ich will auch niemanden meine Meinung oder Ideologie aufzwingen, lediglich meine Erlebnisse und Erfahrungen schildern, die ich persönlich erlebt habe - meistens spiegeln sich die Diskussionen in einer typischen "schwazr-weiss" Malerei ab, davon will ich mich distanzieren, ist auch keine gesunde Grundlage für eine anständige Diskussion, egal wie unterschiedlich die Meinungen auseinander liegen.