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Saudi-Arabien News

Das tragische ist, dass diejenigen, die hier am lautesten lachen über bemitleidenswerte Zustände, sich in keinster Weise moralisch abheben von denen, die solche Regeln erlassen haben. Idioten, die über andere Idioten lachen sind ein und derselbe Haufen.
 
der sportminister stellt bedingungen:

"Sportlerinnen, die an der Olympiade oder anderen internationalen Wettbewerben teilnehmen würden, müssten sich „gemäß den islamischen Vorschriften kleiden“."

Außerdem dürften sie während des sportlichen Wettbewerbs keinen Kontakt mit Männern haben. Der Prinz wies zudem darauf hin, „dass die Sportverbände von Saudi-Arabien keinerlei Frauensport-Aktivitäten haben“

Saudi-Arabien: Verhülltes Olympia - Sportpolitik - FAZ

:toofunny::toofunny::toofunny:


Aber normale Sportkleidung dürfens tragen oder? So zum laufen etc.
 
was ist daran so komisch, Muhammed und seine Frauen und andere Frauen haben Sport gemacht und es gab auch kleine Geschenke für die Gewinner...
 
Saudiarabien: Dialog in Wien, geschlagene Christen daheim


Im Land der heiligen Stätten des Islam ist für Andersgläubige kein Platz. Während etwa in Katar und Bahrain bereits Kirchen gebaut wurden, ist dies in Saudiarabien weiter undenkbar.


Kairo/Riad. Die drei Dutzend äthiopische Christe hatten sich in der saudischen Hafenstadt Jidda gerade zum Gottesdienst versammelt, als die Polizei die Wohnung stürmte. Alle 35 Betenden wurden verhaftet. Auf der Polizeiwache mussten sich die Frauen nackt ausziehen und wurden an ihren Genitalien durchsucht, die Männer verprügelt und als „Ungläubige“ beschimpft. „Während König Abdullah in Wien ein internationales Zentrum für interreligiösen Dialog einrichtet, trampelt seine Polizei auf den Rechten von Gläubigen anderer Religionen herum“, kritisierte Christoph Wilcke von „Human Rights Watch“. „Die Regierung sollte erst einmal daheim ihre intoleranten Methoden ändern, bevor sie draußen religiösen Dialog fördert.“
"Wir werden es spätestens 2013 schon immer gewusst haben."


Mit Religionsfreiheit und Toleranz ist es in Saudiarabien, der historischen Heimat des Propheten Mohammed, in der Tat nicht gut bestellt. Der Bau von Kirchen ist verboten, Kreuze und andere christliche Symbole dürfen nicht offen gezeigt werden, Gottesdienste aller anderen Religionen sind untersagt. Wer vom Islam zum Christentum konvertiert, dem droht offiziell die Todesstrafe.

Scharia-Körperstrafen sind an der Tagesordnung. Erst kürzlich wurde in Mekka einem Dieb im Namen Allahs die Hand abgehackt. In Riad auf dem al-Adl-Platz ließ die fromme Justiz nach dem Freitagsgebet einen Sudanesen öffentlich enthaupten und seine Leiche anschließend ans Kreuz schlagen – einer von zahlreichen Fällen. Und die wenigen saudischen Menschenrechtsaktivisten sehen sich in den vergangenen Monaten „einer besorgniserregenden Kette von Gerichtsfällen“ ausgesetzt, wie Amnesty International beklagte.


Joggen nur im Sperrbezirk

Das Königreich stellt sich gern extrem fromm dar: Fünfmal am Tag während der Gebetszeiten werden alle Einrichtungen geschlossen, von Supermärkten über Behörden bis zu Cafés und Tankstellen. Kinos, Konzerte und Theater gibt es nicht, die Lebenssphären von Frauen und Männern sind strikt getrennt. Auch nicht muslimische Frauen sind gezwungen, körperlange schwarze Abbayas zu tragen, dürfen weder Sport treiben noch Auto fahren. Nur im streng abgeschirmten Diplomatenviertel von Riad sieht man gelegentlich am frühen Morgen weibliche Joggerinnen in ihrem teuren Ghetto durch die Straßen laufen.

Die ganze Golfregion ist muslimisch, unter den schätzungsweise 15 Millionen Gastarbeitern aus asiatischen und arabischen Ländern jedoch sind hunderttausende Christen – meist von den Philippinen, aus Indien oder Ägypten. In Katar ließ der Emir für sie aus eigener Tasche ein großes Gotteshaus bauen. In Bahrain darf der Vatikan eine Kathedrale mit pastoralem Zentrum errichten, das sich künftig um die rund zwei Millionen Katholiken in Kuwait, Bahrain, Saudiarabien und Katar kümmern soll. Einzig in Saudiarabien, wo mit neun Millionen Menschen der Löwenanteil der ausländischen Arbeitskräfte lebt, herrscht absolute Blockade.

Grund ist ein vormodernes Toleranzverständnis, das die Praxis nicht muslimischer Religionen nur auf anderen Territorien akzeptiert. Fremde Glaubensgemeinschaften auf dem eigenen Boden dagegen werden als Beschmutzung begriffen, als Störung zwischen der menschlichen und göttlichen Sphäre, als eine Provokation Allahs, die Unglück oder Strafen für die Rechtgläubigen heraufbeschwören könnte.

Strenge Kleriker plädieren sogar dafür, dass Andersgläubige die Arabische Halbinsel überhaupt nicht betreten dürften. Al-Qaida-Chef Osama bin Laden warf dem saudischen Königshaus einst vor, mit der Stationierung von US-Truppen im Kuwait-Krieg gegen Saddam Hussein das Land entweiht zu haben. Offiziell untersagt ist allen Nichtmuslimen der Besuch von Mekka und Medina, wo rote Warnschilder auf der Autobahn sie von den heiligen Städten wegdirigieren. Wer innerhalb der Stadtgrenzen aufgegriffen wird, muss damit rechnen, verhaftet und des Landes verwiesen zu werden.


Ein Paar Zügel für Religonspolizei

Seit seiner Thronbesteigung 2005 allerdings versucht König Abdullah, diese klerikale Engstirnigkeit etwas zu lockern – „nichts Schnelles und Mutiges, aber die Richtung stimmt“, sagt ein Diplomat. Die zwei Millionen Schiiten im Osten des Landes etwa dürfen ihre religiösen Feste wieder offen feiern und eigene Moscheen bauen. Trotzdem fühlen sie sich weiter als Bürger zweiter Klasse – zu wenige gute Jobs, zu wenige staatliche Investitionen in ihrer Heimat. Zuletzt entschloss sich der 88-jährige Monarch sogar, der Religionspolizei ein paar Zügel anzulegen. So dürfen sich die Sittenwächter künftig nicht mehr an den Türen von Einkaufszentren postieren und Frauen den Zutritt verweigern, die sich ihre Fingernägel rot lackiert haben.
 
Saudi-Arabien: SMS warnt Ehemänner vor Ausreise der Frau


Der "Wächter" einer Frau erhält jetzt Warn-SMS, wenn sich diese bei der Ausreise befindet.

Regierung in Riad erntet Kritik für neue Kontrollmaßnahme

Saudi-Arabien hat vergangene Woche ein neues Kontrollsystem eingeführt, das angeblich die Landesflucht von Frauen verhindern soll. Anlassfall war, so heise, die Flucht einer Bürgerin nach Schweden, wo sie zum Christentum konvertiert sein soll.
Aktivistin macht Kontrollsystem publik

Diese dürfen per Gesetz die Grenze nicht ohne männlicher Aufsichtsperson überschreiten - als diese zählen etwa Ehemann, Bruder oder Sohn -, außer diese erteilt ihnen dazu schriftlich die Berechtigung. In dem Land ist Frauen auch das Fahren von Autos und das Ausüben zahlreicher Berufe untersagt.

Das System des Innenministeriums schlägt dabei auch an, wenn die Frau mit einem männlichen Begleiter unterwegs ist. So wurde es auch einem Paar bekannt, das diese Entdeckung prompt der der Aktivistin Mana al-Sharif mitteilte, die damit an die Öffentlichkeit ging. al-Sharif ist bekannt für die Initative "Women2Drive", die sich dafür einsetzt, in Saudi-Arabien auch Frauen am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen zu lassen.
Als Frau "nicht einmal die grundlegendsten Rechte"

Die kritischen Stimmen, die sich gegen das von der Regierung in Riad verordnete Überwachungssystem richten, mehren sich. "Der verpflichtende Textnachrichtendienst ist nicht nur eine grausame Erinnerung daran, dass mich 'Big Brother' beobachtet, jetzt verrät er auch noch meinem 'Wächter' jedes Mal, wenn ich das Land verlasse", wird eine Twitterbotschaft der Journalistin Safa Al-Ahmad vom britischen Guardian zitiert. "Als saudische Frau bekomme ich nicht einmal die grundlegendsten Rechte, wie jenes auf Privatsphäre."

Gemäß den Berichten mehrerer Blogger erfasst das Tracking auch andere "Schutzbefohlene". So sollen auch Nachrichten verschickt werden, wenn Kinder, egal welchen Geschlechts, oder ausländische Arbeitskräfte das Land zu verlassen drohen. Eingeführt wurde es bereits vergangenen April, damals allerdings auf freiwilliger Basis einer Anmeldung des jeweiligen "Wächters".
 
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