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3 Dinge die man über den islam wissen sollte?

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ferdyduke sere
Abrogation ist fundamentaler Bestandteil des sunnitischen Islam und der Islam ist nicht beliebig
Ebensowenig wie das Christentum
 
Die älteren werden sich vielleicht erinnern, wie verbittert Irak und Iran sich bekämpft haben vor einigen Jahren.
ja und die amys&russen von hinten noch angestachelt haben
sadam war big buddy der amys



wie auch immer weltweit nutzen menschen irgendwas als richtvorgabe und legitimation für exitremismus. egal ob religionen wie islam, christentum oder politische richtungen wie links oder rechts.
der vergleich zwischen christentum&islam und deren anhängern und der umgang miteinander ist wohl nur in afrika möglich, wo beide unter den selben umständen leiden. und dort verhalten sich beide seiten extrem anti (siehe nigeria)
 
Die drei Prämissen hast du treffend zusammengefasst.
Letztendlich wird der Islam und die Muslime in Frage gestellt und zur Zielscheibe der Gesellschaft.
Wie berechtigt dies ist, wird zu einer weiteren Diskussion, die die Andere nicht aus der Welt schafft.

Der von dir zitierte Text zeigt tatsächlich unter welchem Stern die Diskussion steht weil er einen Vergleich zum Kommunismus und den Kommunisten zieht, die einem ähnlichem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt waren und teilweise immernoch sind.

Ich kann mir denken, das der Islam für die Geburts-Muslime etwas persönlicher ist, als der Kommunismus für die Kommunisten, und das die Diskussion dadurch etwas verletzlicher wird. Nur wird darauf kaum jemand Rücksicht nehmen, deswegen macht es vor allem Sinn sich ein dickeres Fell anzulegen.

Besonders gemein ist dabei die Auslegung der Taqiyya. Sprich Muslime zeigen nicht ihr wahres Gesicht.
Aber auch hier lässt sich sachlich Argumentieren.

Die ganze Diskussion ist doch völlig verquer, weil sie pauschalisiert und alles mögliche zusammenfasst, was nicht zusammengehört. Also pauschalisierende Vermutungen über das Wesen islamischer Koranexegese mit einem bad-world-Empfinden, dass sich aus den Erfahrungen des modernen (!) Phänomens des Terrorismus speist, und das ganze auf einer "the muslim other"- Ebene die eine postkoloniale eurozentristische Projektion des Okkzident-Orientsbildes zu sein scheint, und um den Wirrwarr das Sahnetüpfelchen aufzusetzen, wird das ganze auf den Kampf gegen den Nationalsozialismus bezogen. Ich habe nicht gewusst, dass man in sowenigen Minuten mit so wenig Worten so viel durcheinanderbringen kann.

Es geht hier nicht um Argumente, es geht hier um ein psychologisches Phänomen, hier wird ganz wahnsinnig projiziert. Man kann vielleicht über das Wesen der Projektion diskutieren, oder - wenn man meinen Faden von vorher aufgreift- darüber, welche Lücke diese Projektion füllt. Über koranexegese und Weltuntergangsszenarien zu diskutieren, denke ich, macht wenig Sinn.

Wenn man etwas über koranexegese wissen will, gibt es islamwissenschaftler und Theologen, und sehr viele dicke Bücher die sich höchstwahrscheinlich auch wiedersprechen.
Wenn man etwas über die verschiedenen aktuellen phänomene wissen möchte, gibt es Soziologen.
Wenn man in die europäische Psyche und ihre Konstruktionen des anderen wissen möchte, gibt es die Komparatistik. Es gibt viele gute Arbeiten im Netz, die sich googleln lassen.
Wenn man sich in pauschalisierenden Vorurteilen wälzen will, Hinterfragen und Informieren anstrengend findet, und so ADHS geplagt ist, dass Wahrheit in 10 Sätze gepackt werden muss, gibt es Youtube.
 
(...)
Wenn man sich in pauschalisierenden Vorurteilen wälzen will, Hinterfragen und Informieren anstrengend findet, und so ADHS geplagt ist, dass Wahrheit in 10 Sätze gepackt werden muss, gibt es Youtube.

Nun es gibt auch Diskussionsforen in denen man Leute fragen kann, die sich in die Richtung schon informiert haben.
 
Die Frage ist, worum es hier in der "Diskussion" eigentlich noch geht ?

Die Kernaussage ist: Der Muslim hat eine Mission und setzt dies mit Gewalt durch, killt unsere Demokratie und Miniröcke auf den Strassen. Und wenn mal ein liberaler Muslim daherkommt, dann ist das eine Taqqiya Tarnung. Das soll uns das Video doch sagen, oder ? Also ist der Muslim eine generelle Gefahr, weil er an einer Verschwörung partizipiert.....

Na? Kennt man das nicht von den Themen wie "Das Weltjudentum".....?
 
Das interessante ist, dass mit dieser Art der Argumentation bewusst Muslime geschwächt werden, die keinen konflikt zwischen ihrem Glauben, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Menschenrechten sehen- denn die werden ja in erster Linie als unglaubwürdige Lügner abgestempelt. hört sich nach einer Strategie der Eskalation an.

Ich habe mir die ersten Sätze des Clips nochmal angehört... letztendlich ist das auch die Vorgehensweise der Macher dieses Videos, nur irgendwie subtil und mit Geklimmper im Hintergrund...
Richtig. Man erkennt sehr genau dass es sich um ein Propaganda Video handelt, vor allem wie man sich Religionskritisch zeigen möchte aber schnell klar macht dass das Christentum und Judentum eben nicht so ein "Problem" darstellen, man möchte sich ja diese Gruppe nicht vergraulen, und dazu eben die typische radikale Ansicht dass die eigene Interpretation die einzig richtige ist und nach dieser kann der Islam nur schlecht und negativ sein.

Eben genau so wie es islamische Fundamentalisten/Extremisten in die "andere" Richtung machen. Die ersteller sind im Grunde also "vom selben Schlag".
Sonst hat es LordVader schon gut auf der ersten Seite erfasst.
Fazit: Propaganda Video!
 
Ob Propagandavideo oder nicht keiner wird gezwungen darauf zu antworten.
Ich finde es ein wenig billig hier die Opferrolle einzunehmen.

Es fehlt nur noch der Rückschluss "Dieses Video wurde gedreht um einen Grund zu finden Muslime ins KZ zu verfrachten.".
Das ist ein wenig theatralisch und muss wohl das Ziel haben das dieses Thema nicht diskutiert werden darf weil diskriminierend.
Vor allen Dingen hinterfragt dieser Thread das Youtube Video aber selbst das scheint einer zu viel zu sein.

Da möchten einige die Verhältnisse wie beim Thema Israel, das nicht ohne Antisemitismus Vorwurf diskutiert werden kann.
Das Paradoxe hierbei ist das gerade viele Muslime diesen Zustand beklagen, aber für sich selber gerne beanspruchen würden.
Ist das nicht ein wenig schäbig?
 
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