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Die multikulturelle Prognose für Europa

ich find's beschissen, dass es so eine Problematik überhaupt geben muss. Dass es für viele nicht selbstverständlich ist, dass wenn zu einer total anderen Kultur dazustoßen, da auch an Kompromissen zu arbeiten und Spielregeln fürs Zusammenleben einzuhalten. Und hier redet niemand davon, dass die Leute nicht in die Moschee sollen oder ihre Kulturtreffs haben. Ist mir doch alles scheißegal. Und man kann auch brav und nett leben, wenn man die Sprache des Landes NICHT spricht, allerdings find ich es wenig amüsant, wie dann Behördengänge ablaufen müssen, bzw wenn ich in irgendeiner Art mit diesen Leuten kollidiere und wir haben keine sprachliche Basis. Hier hat auch der Staat die Bringschuld, entsprechend Kurse und Möglichkeiten einzurichten, die die Leute nutzen können, denn es ist ja Interesse des Staates, dass das Kommunizieren mit diesen Leuten möglich wird. Und ich glaube nur so weit an Parallelgesellschaften, wie diese auch in der Lage sind, mit der Gesellschaft des Gastgeberlandes zu harmonieren. Sprich, sich im Falle des Falles auch fair und gleichberechtigt austauschen zu können. Und wenn jemand sich gerne frewillig assimiliert, dann soll man ihn lassen, wieso müssen sich die Leute irgendeine Scheiße von Oberpatrioten anhören?

An gleichberechtigt hänge ich. Wer ist denn da so alles gleichberechtig und ab wann?

Der Staat heißt primär mein Geld, ich habe keine Bringschuld. Ich habe niemanden gerufen. Seit 1973 nicht mehr! Evtl hat der Staat ein Interesse daran und tut es deswegen, das ist aber keine Bringschuld!
 
Meiner Meinung nach werden sich Abgrenzungen in Europa in Zukunft eher im Bereich Atheisten - Gläubige weiter entwickeln, Christentum und Islam werden im selben Team sein und keine gravierenden Abgrenzungen untereinander haben.

Auch schon ganz möglich. Gläubige Christen und Muslimen haben im Prinzip (also bei Weltanschauung) miteinander mehr Gemeinsames als mit Atheisten.
 
An gleichberechtigt hänge ich. Wer ist denn da so alles gleichberechtig und ab wann?

Der Staat heißt primär mein Geld, ich habe keine Bringschuld. Ich habe niemanden gerufen. Seit 1973 nicht mehr! Evtl hat der Staat ein Interesse daran und tut es deswegen, das ist aber keine Bringschuld!

Es werden ständig Fachkräfte gerufen ;-)
 
An gleichberechtigt hänge ich. Wer ist denn da so alles gleichberechtig und ab wann?

Der Staat heißt primär mein Geld, ich habe keine Bringschuld. Ich habe niemanden gerufen. Seit 1973 nicht mehr! Evtl hat der Staat ein Interesse daran und tut es deswegen, das ist aber keine Bringschuld!

Zu letzterem, wir werden uns da nicht einig, weil ich ein etwas anderes Menschenbild habe. Ich sehe die Leute, die herkommen, nicht primär als Gäste, sondern immer schon als potentielle "Bleiber", die dem Staat in Form von Arbeit und Steuern alles zurückgeben können. Und generell finde ich es nicht okay, auf diese Leute mit entsprechenden Angeboten nicht zuzugehen, vor allem wenn sie auch wollen.

Und zu ersterem: Gleichberechtigt heißt, dass beide Parteien schon mal die Basis des Grundgesetzes achten und eine gleich starke Stimme haben. Sprich, dass nur weil ich dem Gastgeberland angehöre, ich nicht sagen kann, ihr tut das so und so, wenn schon elementare Grundwerte bereits eingehalten werden. Ich verdeutliche das an einem ganz banalen Beispiel: Türkische Familie hat große, etwas lautere Familienfeier. Da kann ich nicht sagen, passt euch an, Schluss mit euren Bräuchen, haltet die Fresse. Umgekehrt kann man, was man auch von deutschen verlangen würde, etwas Rücksicht auf lautstärkeempfindliche Leute nehmen. Wenn in meiner Nachbarschaft irgendein orientalisches Gedudel einsetzt, nervt mich das auch, aber ich sollte das nicht strenger bewerten als wenn irgendwer Hansi Hinterseer hört.
 
Von wie vielen Reden wir da im Detail?

Es gibt immer wieder Forderungen der Wirtschaft, aber reale Arbeitserlaubnisse vor der Einwanderung wie in den klassischen Einwanderungländern gibt es sehr wenige.

Hab keine Statistiken

Aber viele wollen nicht nach Deutschland da es einige andere atraktivere Länder gibt für hochgebildete Fachkräfte. Meinen Fachkräfte in der Firma wurde die Blue Card aber schnell erteilt als ich deren Hochschulabschluss nachgewiesen hab und ein Mindestgehalt von ca. 45 000 €.
 
Zu letzterem, wir werden uns da nicht einig, weil ich ein etwas anderes Menschenbild habe. Ich sehe die Leute, die herkommen, nicht primär als Gäste, sondern immer schon als potentielle "Bleiber", die dem Staat in Form von Arbeit und Steuern alles zurückgeben können. Und generell finde ich es nicht okay, auf diese Leute mit entsprechenden Angeboten nicht zuzugehen, vor allem wenn sie auch wollen.

Und zu ersterem: Gleichberechtigt heißt, dass beide Parteien schon mal die Basis des Grundgesetzes achten und eine gleich starke Stimme haben. Sprich, dass nur weil ich dem Gastgeberland angehöre, ich nicht sagen kann, ihr tut das so und so, wenn schon elementare Grundwerte bereits eingehalten werden. Ich verdeutliche das an einem ganz banalen Beispiel: Türkische Familie hat große, etwas lautere Familienfeier. Da kann ich nicht sagen, passt euch an, Schluss mit euren Bräuchen, haltet die Fresse. Umgekehrt kann man, was man auch von deutschen verlangen würde, etwas Rücksicht auf lautstärkeempfindliche Leute nehmen. Wenn in meiner Nachbarschaft irgendein orientalisches Gedudel einsetzt, nervt mich das auch, aber ich sollte das nicht strenger bewerten als wenn irgendwer Hansi Hinterseer hört.

Deine Feier ist unkritsch.

Du unterstellst hier so nett, dass elementare Grundwerte eingehalten werden, das bezweifel ich bei der ein oder anderen Gruppe. Aktuell kenne ich einen Fall über Umwege aus dem Bekanntenkreis. Mädchen 16 im Jugendheim weil sie einen deutschen Freund hat, also die Familie mit ihr gebrochen hat. Das sind kulturelle oder weltanschauliche Gegensätze die ich nicht für überbrückbar und nicht für verhandelbar halte.

Und nenn' mich arrogant, ich sehe keine Notwendigkeit, sie in meinem Land zu verhandeln. Wenn sie das im Libanon oder wo auch immer so handhaben wollen, bitte. Das finde ich auch nicht gut, aber ich kann es nicht ändern.

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Hab keine Statistiken

Aber viele wollen nicht nach Deutschland da es einige andere atraktivere Länder gibt für hochgebildete Fachkräfte. Meinen Fachkräfte in der Firma wurde die Blue Card aber schnell erteilt als ich deren Hochschulabschluss nachgewiesen hab und ein Mindestgehalt von ca. 45 000 €.

Ja wir reden dann aber von niedrigen 5-stelligen Zahlen (hab mal 'ne Zahl gelesen bin mir aber nicht mehr sicher). Die sind nicht die Norm sondern die Ausnahme, ich denke da sind wir uns einig. Von denen reden wir vermutlich auch nicht bei der übrigen Problematik :)
 
Da bin ich mir nicht sicher, in einigen Aspekten vielleicht schon, in anderen nicht, aber sowieso der weltweite Vergleich ist nicht das Wichtigste. Die Frage ist, ob es pluralistisch genug ist, um mit den neuen Verhältnissen zurechtzukommen. Ich denke, es ist das zur Zeit noch nicht. Es kann aber sich auch schrittweise verändern.

Ich stimme da Bambi voll und ganz zu...
Die Fehlentwicklungen basieren auf politischen Fehlentscheidungen, jahrzehnte lang haben unsere Politiker dieses Problem einfach ausgeblendet. Ab Mitte der 60er habe ich mit "Gastarbeitern" zusammen gearbeitet, erst Italienern, Spaniern, Portugiesen, dann Griechen und Jugos, später Türken und Algeriern - nema problema!!!
Erst als unsere Regierenden nicht wahrhaben wollten, dass die evtl doch länger bleiben wollten und ihre Familien (verständlicherweise) nach holen wollten, wurde es ein Problem. Ghettobildung, fehlender Sprachunterricht und falsche Schulpolitik führten dann eben dazu, dass plötzlich die "Öffentlichkeit" wach wurde, leider auch in populistischen Parteien.
Den Einfluss dieser Gruppierungen würde ich aber nicht überschätzen, noch kriegen sie bei Wahlen keinen Fuss auf den Boden. Deshalb ist es um so wichtiger, dass sich Menschen mit "Immigrationshintergrund" (Scheisswort) hier einbringen, wählen gehen, ihre Kinder möglichst früh in einen Kindergarten o.ä. schicken etc.
D als grösstes Land in Zentraleuropa war schon immer und wird auch weiterhin Einwanderungsland bleiben...


Meiner Meinung nach werden sich Abgrenzungen in Europa in Zukunft eher im Bereich Atheisten - Gläubige weiter entwickeln, Christentum und Islam werden im selben Team sein und keine gravierenden Abgrenzungen untereinander haben.

Wenn ich sicher wäre, aufgrund meines Alters die Wette noch einlösen zu können, würde ich 100 Kästen Bier/Sekt/Wein dagegen wetten, mein Lieber.
Die Koalitionen der Zukunft werden ganz andere sein: Christen der Bergpredigt, gemässigte Muslime und Atheisten/Agnostiker werden sich gegen Fundamentalisten aller Religionen zusammen schliessen - und daraus kann dann ein vernünftiges Europa entstehen!!!
 
Es gibt kein vernünftiges Europa?
Was fehlt dir so im Detail?

Die Moslembrüder und sonstige werden die Karre richtig in den Sand setzen und dann ist der Islamspuk sowieso vorbei und Harput unglücklich. Der absolute Anspruch des Christentums im Leben seiner Gläubigen ist in Europa ja sowieso dahin.
 
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