Eggert vor Gewinn der Torjägerkrone
Der Gewinn der Torschützenwertung dürfte Anders Eggert kaum noch zu nehmen sein. Ivan Cupic schob sich gestern noch einmal mit acht Treffern noch mal an den Flensburger heran und belegt nun 50 Toren Platz zwei. Das entscheidende Duell im Halbfinale hatte er jedoch verloren. Weil Cupic kein einziger Treffer im Halbfinale gelang und Eggert insgesamt neunmal getroffen hatte, liegt der Linksaußen nun bereits vor dem Finale mit 52 Toren scheinbar uneinholbar in Führung. Damit würde zum dritten Mal in der Geschichte nach Mogens Olsen (1958) und Mikkel Hansen (2011) ein Däne die Torschützenkrne erringen.
Die größten theoretischen Chancen Eggert noch abzufangen haben drei Rechtsaußen. Mannschaftskollege Hans Lindberg vom HSV Hamburg rangiert mit 35 Toren derzeit auf dem 13. Platz und müsste schon 17 Treffer erzielen, um gleich zu ziehen. Die beiden Spanier Albert Rocas und Victor Tomas (je 34) müssten gar noch einen Treffer mehr erzielen.
Eggert hat den Triumph auch seiner starken Quote von den Strafwurfmarke zu verdanken. 23 von 24 Siebenmetern hat der Däne verwandelt, in Sachen Feldtore haben jedoch insgesamt elf Spieler aus den Top 15 besser getroffen. Auch der abgeänderte Turniermodus, bei dem nur die vier Topmannschaften auf neun Begegnungen kommen, kam Eggert entgegen.
Siarhei Rutenka (46/16) und Kiril Lazarov (44/11) waren bereits im Achtelfinale ausgeschieden und konnten so nur die Minimalanzahl von sechs Partien bestreiten. Im Schnitt trafen die beiden Rückraumshooter aus der Liga Asobal über siebenmal pro Partie. Auch der ebenfalls im Achtelfinale ausgeschiedene Gudjon-Valur Sigurdsson vom THW Kiel (41/13) und der mit Russland im Viertelfinale ausgeschiedene Timur Dibirow (46/12) rangieren noch knapp vor Eggert.
Interessant ist auch ein Blick auf die Einsatzzeiten. Eggert hat mit 5:15 h nach Niklas Landin (5:23 h) und Jorge Maqueda (5:19 h) die drittmeiste Einsatzzeit aller Finalisten erhalten, rund 40 Minuten spielt der Flensburger pro Begegnung und trifft im Schnitt alle sechs Minuten und fünf Sekunden. Damit ist er jedoch nicht der "schnellste Schütze", denn bei lediglich 3:15 h Einsatzzeit ist Albert Rocas noch torhungriger. Der Weltmeister von 2005 benötigt nur sechs Minuten und zwei Sekunden für einen Treffer.
52 Tore für Platz 1, das ist bislang auch der geringste Wert seit 1995, als die WM erstmals mit 24 Mannschaften ausgetragen wurde. Bis 1993 wurde die WM nur mit maximal 16 Mannschaften gespielt, der Weltmeister kam auf maximal sieben Partien. 1995 wurde dann die maximal Zahl der Spiele auf neun gesteigert, zwischen 2005 und 2011 benötigte man gar zehn Partien für WM-Gold.
Fünf Tore benötigt Eggert, um zumindest mit Rolando Urios gleichzuziehen, der 1999 auf 57 Treffer kam. Eduard Koscharow (2001, 61) und Kyung-Shin Yoon (1997, 62) dürften angesichts der großen Rolle der Defensive in diesem Turnier schon ein zu großes Polster haben.
Eggert vor Gewinn der Torjgerkrone
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wieso sollten sie denn? in der halle ist ne stimmung wie bei einem geisterspiel. ich würde da über arbeitsverweigerung nachedenken.
ne ich würde einfach sagen, dass die Stimmung da nicht ganz so fanatisch ist, wie beispielsweise in Serbien letztes Jahr. Schlecht ist die jetzt auch nicht. Vorallem geht es auch um den spanischen Handball an sich, der wieder klar im Aufwärtstrend zu sein scheint in Spanien.