Bambi
Schwiegermütterschreck
Der erste Fett markierte Satz offenbart die gesamte Widersprüchlichkeit in der Argumentation des hiesigen Feminismus. Er zeigt nämlich, dass er sich mit dieser hegemonial geprägten Konstellation abgefunden hat, und das bedeutet dass ihr euch im Gefolge hiesiger Machtstrukturen und ihrer Kategorien befindet. Dafür spricht auch deine Rede vom Universalismus der Frauenrechte nach westlichem Vorbild. Dem ist nämlich nicht so. Was du hier betreibst ist Dogmatismus aus Zufriedenheit und Bequemlichkeit heraus, weil es dir/euch nicht beliebt, sich mit Kritik an euren Idealen auseinanderzusetzen. Dass es hierzulande auch Probleme gibt die Frauen betreffen, bestreitet niemand, und es ist gut und richtig sich mit ihnen auseinanderzusetzen und ihre Lösung zu bestreben. Aber wie du schon selbst sagst, sind die Probleme hierzulande mittlerweile relativ harmlos, sodass der europäische Feminismus seine Existenz in dieser aggressiven Ausprägung rechtfertigen muss. Die Lösung dieses Problems besteht darin, den Universalismus der europäischen Interpretation von Frauenrechten zu deklarieren (wobei hierbei der Begriff "europäisch" im Mittelpunkt steht, und nicht die Frauenrechte als solche) und sich so in den Dienst globaler Hegemoniebestrebungen zu stellen um nicht völlig in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Das ist die meiner Meinung nach die Realität.
Woher weißt du denn, wie ich diesen Universalismus definiere, mit was für Rechten ich ihn fülle? Was für Voraussetzungen ich stelle, um dieses oder jenes Frauenrecht zu legitimieren? Dein Geschwurbel mag sich ja gut und schön anhören für deine 2,3 hinterwäldlerischen Fans hier, aber es gibt unveräußerliche Frauenrechte, die überall Anwendung finden können, damit Frauen auch menschenwürdig und mündig leben können. Wir reden hier immer von Rechten und nicht von Pflichten. Wenn ich ein Recht fordere, heißt das nicht, dass ich sage, jede Frau HAT so zu leben. Sie sollte lediglich diese Freiheit auch haben.
