70 Jahre Kriegsende: Kiew verbietet Veteranen-Feier
Die ukrainischen Behörden haben nach Angaben der Kommunistischen Partei den Kriegsveteranen verboten, den 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland auf dem Gelände des Kiewer Museums des Großen Vaterländischen Krieges zu feiern.
„Das Kulturministerium hat die Veranstaltung verboten“, teilte KP-Chef Pjotr Simonenko am Donnerstag der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. Ein entsprechender Antrag der Veteranen sei abgelehnt worden. Laut Simonenko wollten die Kommunisten an der Veranstaltung der Veteranen teilnehmen, nachdem ihre eigene Aktion ebenfalls verboten worden war.
Das ukrainische Parlament (Rada) hatte in einem Gesetz am 9. April die ehemaligen Mitglieder der Organisation Ukrainischer Nationalisten OUN und der nationalistischen Aufstandsarmee UPA als Unabhängigkeitskämpfer eingestuft und ihnen gesetzlich weite Sozialpräferenzen gewährt. Die beiden Nationalistenorganisationen hatten im Zweiten Weltkrieg in der Westukraine zuerst gegen die Wehrmacht und dann gegen die Sowjetarmee und andere Staaten der Anti-Hitler-Koalition gekämpft.
Im Januar hatte der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk bei seinem Besuch in Berlin von einer "sowjetischen Invasion in der Ukraine und in Deutschland" im Zweiten Weltkrieg gesprochen.
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Donezker Volkswehr: Kiew verlegt heimlich Waffen an Frontlinie im Donbass
Das ukrainische Militär verlegt weiterhin unangekündigt seine Artillerie in die Gebiete, die an die Berührungslinie im Donbass angrenzen, wie der stellvertretende Stabschef der Volkswehr der „Donezker Volksrepublik“ (DVR), Eduard Bassurin, am Donnerstag sagte.
Nach seinen Angaben wurden zehn Geschosswerfer, darunter sechs Raketenwerfer vom Typ Grad beim Ort Semigorje (nordöstlich von Donezk) und vier Uragan-Systeme bei Jasnobrodowka (nordwestlich von Donezk) gesichtet.
Bassurin verwies darauf, dass die Waffen dieser Art von der faktischen Berührungslinie abgezogen werden sollen und ihre Präsenz an den genannten Orten den Minsker Vereinbarungen widerspricht.
„Sämtliche Informationen zu den genannten Fakten sind an das Gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe übermittelt worden“, so Bassurin.
http://de.sputniknews.com/politik/20150430/302146102.html
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Moskau: Nato-Übungen in Grenznähe „eindeutig antirussisch“
Das russische Verteidigungsministerium hat die Nato beschuldigt, bei ihren militärischen Übungen in Grenzgebieten ein Vorgehen gegen Russland zu trainieren.
„Warum finden 99 Prozent aller Nato-Übungen an der Ost-Flanke statt. Warum nicht in Portugal, Spanien oder Frankreich?“, fragte Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow in einem Interview für die Zeitung „Komsomolskaja prawda.“ Die Nato mache kein Hehl daraus, dass dabei das Vorgehen gegen ein „östliches Landes“ geübt werde. „Beweist das nicht, dass diese Manöver eindeutig antirussisch sind?“
In Russland hingegen finden Militärübungen wechselweise in allen Regionen statt.
http://de.sputniknews.com/politik/20150430/302146526.html