BIG-Eagle
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Die Lösung wird wie immer beide Seiten zufrieden stellen und gleichzeitig beiden Seiten übel aufstoßen.
Die Lösung schaut wie folgt aus:
Ihr bekommt eure Gemeinschaft, damit man in der Bildung, in der Stadtplanung, in der Wirtschaft, in der Kultur und in der Selbstverwaltung eure Dinge selber regeln könnt. Durch ein Parlament und einen Präsidenten könnt ihr euch auch demokratisch an der politischen Szene in Kosovo beteiligen und euch sowohl im Staat als auch außerhalb diesen durch den Präsidenten vertreten lassen....soviel zugunsten Serbiens.
Der AKS-Präsident hat aber nicht im geringsten etwas mit der jetzigen Jahjaga zu tun und hat gerade einmal die Macht eines geupgradeten Bürgermeisters einer Kommune. Die Polizei sowie die Armee werden nicht ethnisch getrennt, sondern unterstehen dem Zentralkommando in Prishtina. Die Beschlüsse die die AKS nimmt, werden alle vom Verfassungsgericht geprüft und das AKS-Parlament hat keine gesetzgebende oder juristisch verbindliche Kraft. Es werden auch die Wahlen nicht separat abgehalten und ich denke, dass die führende Partei der 10 Serben-Kommunen die serb. Liste sein wird. Ansonsten verläuft alles nach den Gesetzen der Republik Kosovo, so wie es auch ausdrücklich in der Vereinbarung erwähnt wird...soviel zugunsten Kosovos.
Was war der Kompromiss an der Sache?
Serbien hat seine geforderten exekutiven Rechte nicht bekommen, die eine Bosinsierung Kosovos ermöglicht hätten.
Kosovo hat zugelassen, dass man auch die bereits unter der Kontrolle stehenden "südlichen" Kommunen nun dazu reizt, mithilfe der AKS gegen den Willen Prishtinas zu handeln.
Allgemein gesagt: Belgrad hat seinen politischen Einfluss immer weiter verloren und Kosovo hat in Zukunft Schwierigkeiten, seinen Einfluss im Norden zu festigen.
Was die restlichen Abkommen angeht: Kosovo erhält +383 als int. Vorwahl und Serbien einen lizenzierten Anbieter im kosovarischen Netz. Was die Energiefrage anbelangt, gibt es zu ungenaue Details und bez. der Brücke...der "Park der Schande" wird noch heuer entfernt und es wird wieder fleißg dran rumgebastelt mit EU-Geldern und angeblich soll es Juni 2016 fertig sein....und die Serben benennen ihren Teil der Hauptstraße in "Knez Mihajlov" oder so ähnlich.
Und das alles nur, damit man in Wien nicht mit leeren Händen dasteht.