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ZDF löscht Erdogan-Gedicht von Böhmermann

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Fall Böhmermann


Jetzt spricht der deutsche Anwalt von Erdoğan

Das Schmähgedicht von Jan Böhmermann über den Präsidenten der Türkei schlägt weiter hohe Wellen: Der deutsche Anwalt von Erdoğan will gegen den ZDF-Satiriker alle Rechtsmittel ausschöpfen.
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Der deutsche Anwalt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan will mit seinem Mandanten bis in die letzte Instanz gegen das „Schmähkritik“-Gedicht des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann vorgehen. „Wenn ich das Mandat annehme, ziehe ich das auch durch“, sagte Hubertus von Sprenger am Dienstagabend im ZDF-„heute journal“. „Der Präsident verspricht sich die Bestrafung des Betroffenen und verspricht sich auch, dass der in Zukunft das nicht wiederholt, was er gesagt hat, auf zivilrechtlicher Ebene.“

Nach Anzeigen gegen Böhmermann und Verantwortliche des ZDF ermittelt die Mainzer Staatsanwaltschaft. Die Bundesregierung prüft außerdem einen förmlichen Wunsch der Türkei nach einer Strafverfolgung Böhmermanns wegen der Beleidigung eines Staatsoberhaupts.


Erdoğan hat auch persönlich Anzeige gegen Böhmermann erstattet. Medienanwalt von Sprenger sagte zu dem zivilrechtlichen Schritt Erdoğans, dass der Moderator eine Strafe bekommen solle, „die erforderlich ist, ihn auf den rechten Weg zurückzubringen, Satire zu machen und nicht mehr plumpe Beleidigungen“.

Der frühere Präsident des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, warnte im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch) die Bundesregierung davor, die deutsche Justiz zu einer Strafverfolgung zu ermächtigen. „Sie würde damit nicht nur Jan Böhmermann, sondern gleichsam die Meinungs- und Kunstfreiheit an einen Autokraten und Despoten ausliefern, der bürgerliche Freiheiten im eigenen Land auf gröbste Weise missachtet.“

Es wird „mit Sicherheit“ Richter geben, die Böhmermanns Text als strafbar einstufen

Bertrams sieht Böhmermanns Beitrag durch die vom Grundgesetz garantierte Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt. Er räumte aber ein, dass diese Position „auf der Kippe“ stehe. Es werde „mit Sicherheit“ Richter geben, die Böhmermanns Text als strafbar einstuften.

Der inzwischen für Böhmermann angeordnete Polizeischutz stößt beim Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, auf Verständnis: „Man muss leider davon ausgehen, dass es gerade in diesem Konflikt mit diesem unglaublichen Hype den ein oder anderen Eiferer gibt, von dem möglicherweise Gefahren ausgehen“, sagte Wendt der Deutschen Presse-Agentur. Die Anordnung von Polizeischutz, der für Betroffene ein Einschnitt ins Privatleben sei, werde in einer Gefährdungsanalyse geprüft, erklärte Wendt.

Am Dienstag war auch bekanntgeworden, dass die Produktionsfirma btf GmbH und Jan Böhmermann in Abstimmung mit dem ZDF entschieden haben, die für Donnerstag geplante nächste Ausgabe des „Neo Magazin Royale“ nicht zu produzieren. Grund sei die breite Berichterstattung und der damit verbundene Fokus auf die Sendung und den Moderator.

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Liebe Türkenfraktion, ich muss euch leider mitteilen, dass ihr im Bezug auf Putin und Erdogan falsch liegt. Putin (möge in der Hölle schmoren) ist zwar ein dummer Esel mit einem verstörten Weltbild aber er kennt sich in der Welt einigermaßen gut aus. Der wesentliche Unterschied zu Erdogan ist, dass er weiß, wie er wo reagieren muss, ohne an die Decke gehen zu müssen.

Dagegen kommt man sich bei unserem Präsidenten wie in einer türkischen Kneipe vor. Beide haben Minderwertigkeitskomplexe und sind größenwahnsinnig. Putin kann diese nur besser verpacken.

Ganz im Gegenteil, Erdogan inszeniert sich zwar noch großkotziger, als Putin (wobei der auch sein bestes tut möglichst lächerlich zu sein), aber seine Politik ist für die Türkei nicht schadhaft, während Putin sein Land von einem Schlamassel ins nächste führt, und es völlig offen ist, ob es Russland in dieser Form in 5 Jahren überhaupt noch gibt.
 
Die sollen endlich diesen Blödermann an die Türkei ausliefern dann ist endlich wieder Ruhe. Mann kann in keine Zeitung mehr gucken ohne sein Gesicht zu sehen
 
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Respekt vor dem Gesetz: Tagespresse zeigt zugespieltes Sex-Tape mit Erdogan und Ziege nicht


Treibt der türkische Premier Erdogan Unzucht mit Ziegen? Das behauptete jedenfalls der deutsche Satiriker Jan Böhmermann in einem Schmähgedicht, mit dem er die Grenzen der Satire aufzeigen wollte, und weswegen jetzt sogar gegen ihn ermittelt wird.

Ein der Tagespresse zugespieltes Sex-Tape, das Erdogan und eine Ziege zeigt, könnte Böhmermanns Vorwürfe jetzt sogar bestätigen. Doch um nicht in dieselben rechtlichen Schwierigkeiten wie er zu geraten, sieht die Redaktion von einer Veröffentlichung ab.

Die Existenz des Videos mit dem Dateinamen „ankara_deepgoat.avi“ kann nicht einmal bestätigt werden, da dies den Tatbestand der Rufschädigung erfüllen würde.

Seriöser Journalismus statt Krawall-Satire
„Wir sind ein seriöses Medium und haben Respekt vor dem Gesetz“, stellt der Chefredakteur der Tagespresse klar. „Daher werden wir keine solche Anschuldigungen machen wie andere Kollegen der Medienbranche. Das wäre gesetzwidrig und obendrein völlig geschmacklos.“

Daher wird das zwölfminütige Video, in dem Erdogan angeblich einer Ziege ins Ohr hauchen soll, er werde sie „härter rannehmen als ein kurdisches Dorf“, unter Verschluss gehalten. „Denn das würde ganz klar zu weit gehen. Das entspricht nicht mehr unserer Funktion als seriösestes Medium Österreichs.“

Aufatmen für Böhmermann
Der Amateur-Porno des türkischen Präsidenten hätte die Faktenlage wohl zugunsten Böhmermanns beeinflussen können. Immerhin ein kleiner Lichtblick für Erdogan: Recherchen der Tagespresse ergaben, dass zumindest die Anschuldigung „Fellatio mit hundert Schafen“ aus Böhmermanns Schmähgedicht derzeit nicht bestätigt werden kann.

Wie Erdogan zu Fellatio mit Ziegen steht, kann man in dem Video in mehreren Szenen angeblich sehr deutlich sehen, von denen die Tagespresse aber aus journalistischen und strafrechtlichen Gründen nicht berichtet, da sie unter Schmähkritik fallen würden.
 
"Wir weheheheheren uns mit Nachdruck gegen die Unterstellung, eine oder gar mehrere Ziegen hätten mit dem türkischen Präsidenten kopuliert", meckert eine Sprecherin des Zentralrats der Ziegen auf einer Pressekonferenz. "Die Vorstellung mit diesem Mann Sehehehehehex zu haben, der noch nicht einmal einen Kinnbart hat, stellt eine Beleidigung der gesamten Ziegenheit dar. Wir verbitten uns derartige Behehehe­hehauptungen."
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[TD="class: tr-caption, align: center"]Auch Ziegen haben ihren Stolz.[/TD]
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Satire habe auch Grenzen, so die Sicht des Zentralrats der Ziegen. "Wenn mal eben so eine ganze Tiergattung verunglimpft wird, hat das nichts mehr mit dem Recht auf freie Mehehehe­heinungsäußerung zu tun." ... Und weiter im Text
http://www.der-postillon.com/2016/04/zentralrat-ziegen-bohmermann.html

Tja, Erdi, Du hast es so gewollt.
 
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