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04.05.2011: Josip Broz Tito 31 Jahre Tod

  • Ersteller Ersteller Posavljak
  • Erstellt am Erstellt am
So wie Serben, wenn man sie als Türken/Nichteuropäer bezeichnet, auf die Schönheit eines Stipe Mesic verweisen können, so kann man als Kroate Tito anführen, wenn es mal wieder heisst, Kroaten wären alle Faschisten (gewesen). Es heisst schon etwas, wenn man der Anführer einer von gerade mal zwei wirklichen Partisanenbewegungen gegen die Nazis gewesen ist.
 
Titos Todestag ist interessant, vor allem die Reaktionen. Ganz egal, wie man dazu steht.

An diesem Tag spielte Hajduk gegen Zvizda in Split. Das Spiel wurde abgebrochen, nachdem Titos Tod bekannt wurde.

https://youtu.be/mEKaaHC8HBw

Die Tränen sind echt und sie kamen nicht nur im Stadion sondern in der ganzen Stadt. Aber Split war kein Einzelfall. Schon drei Jahre später gab es ein ganz anderes Bild. Wieder spielte Hajduk gegen Zvizda, nur dieses mal attackierten irgendwelche Zvizda-Spinner Hajduk-Fans, auch eine Straßenbahn wurde dabei zerstört. Beim nächsten Spiel in Split wurden dann die Zvizda-Fans attackiert, ein Bus wurde angegriffen, in einem Zug Scheiben eingeschlagen und zwei serbische Soldaten wurden ins Meer geschmissen (:lol:). Darüber wurde dann auch in Beograd ausführlich berichtet, während man das Vorspiel nicht erwähnte. Nur ein kleiner Auszug, denn generell kam es vermehrt zu nationalistischen Aktivitäten. Der Staat reagierte hilflos mit Verhaftungen und sinnlosen Eingriffen in den Lehrplan, weil man wieder auf der Nationalismus Kiste herumtrampelte. Dabei waren diese Aufstände ja gegen das System und das System war, dem Schein nach, Antifaschismus. Also rebellierte die Jugend, übrigens gab es viele Jugendarbeitslose, gegen den Staat, indem sie sich faschistischer Symbolik bediente. Allerdings hauptsächlich Kroaten und Serben. Das passte natürlich den nationalistischen Intellektuellen und Kirchen gut in den Plan. Der Rest ist Geschichte.

Vergleicht man das mit Cosic Provokationen in den 60ern und den Reaktionen darauf.. kann man getrost sagen, dass die Staatsführung nach Tito Jugoslawien in den Abgrund trieb. Der Klima war vergiftet und jede Innovation unmöglich.

Ich bin sicher kein Tito-Fan, aber dennoch ist der Kult um ihn interessant. Die einen sahen ihn als pro-kroatisch und Serbenhasser, die anderen fühlten sich verkauft. Dass viele trotzdem zu ihm standen und ihm heute heimlich nachtrauern, zeigt aber, dass er eine gewisse Wirkung hatte. Tudjman verstand das besser als alle anderen. Verglichen mit den heutigen Helden und den Kult um sie, kommt mir die Abscheu gegen Tito oft ziemlich heuchlerisch vor.
 
Wahnsinn, was da los war. Auf Youtube gab es letztens auch so einen Ausschnitt, als der Nachrichtensprecher die Meldung verlesen musste, wie er mit seinen Tränen kämpfte. Man kann sich ja auch in was reinsteigern.

Na ja, da meine weiteren Familie nicht immer ungeteilte Freude mit den Kommunisten und Tito hatte, war nur der kommunistische Teil derjenige, die Trauer verspürten und sich sicher um die Zukunft, v.a. ihre eigene machte.

Ich selbst war noch zu klein, um aktiv was zu denken, aber gemerkt habe ich schon, dass die Erwachsenen komisch drauf waren und selber nicht so recht wussten, was jetzt richtig ist.
 
Proslo je njegovo vrijeme. Idemo dalje.

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Proslo je njegovo vrijeme. Idemo dalje.

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Ich verstehe nicht warum du immer noch die alten schweren 70er Kisten als Umzugstransportmittel benutzt?! Aber immerhin hast du gut koordiniert, direkt beim Einzug in die neue Butze , als ersten Akt, dem Tito einen guten Platz schenken zu wollen.
 
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