Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

19. Mai - Völkermord an den Pontiern

  • Ersteller Ersteller Yunan
  • Erstellt am Erstellt am
Vertreibung ist immer Genozid, sagt einfach ja so war das damals und steht dazu. Aber dieses beleidigt sein und abstreiten ist so schwach und peinlich.
 
Toruko ich verstehe die Türkische Seite damlas wo ihr um eure Existenz gerungen habt, anderseits auch die Griechen, Armenier und der Rest. Seid Männer und sagt ja es war ein Akt der Verteidigung und es war auch Unrecht. Aber so braucht ihr euch nicht zu wundern. Viele Staaten haben Minderheiten nicht deportiert und umgebracht sondern integriert.
 
Ich stehe der Sache einfach nüchterner entgegen. Nach den Balkankriegen 1912/13 stellten die Minderheiten einfach eine Bedrohung dar. Der Erhalt des Staates hatte oberste Priorität, so einfach ist das. Hätte man nicht präventiv gehandelt, würde die Landkarte jetzt wohl anders aussehen.


Denk an deine Worte, wenn mal wieder einmal ein großer Anschlag in Europa passieren sollte mit mehreren tausend toten. Danach ist für dich auch logisch wenn man die Moslems ,, umsiedelt,,
 
P.s


Die Pontier und kleinasiatsichen Griechen hatten nix mit den Balkankriegen 1912 am Hut. Bei eurer heiligen Schlacht um Galipoli sind im 1 Weltkrieg, hunderte von ethnischen Griechen gestorben, die auf der Seite der Osmanen gekämpft haben
 
Toruko ich verstehe die Türkische Seite damlas wo ihr um eure Existenz gerungen habt, anderseits auch die Griechen, Armenier und der Rest. Seid Männer und sagt ja es war ein Akt der Verteidigung und es war auch Unrecht. Aber so braucht ihr euch nicht zu wundern. Viele Staaten haben Minderheiten nicht deportiert und umgebracht sondern integriert.

Du benennst es "Unrecht", ich betitele die Maßnahmen als tragisch aber notwendig. Man kann sicherlich darüber schreiben aber nicht ohne iwelche Erörterungen "das war Genozid akzeptiert und gut is". Wir sind nicht in der Bringschuld den Warenschulden sind immer Holschulden und Geldschulden sind immer Schickschulden. :lol:
 
Tja wahrscheinlich will man es net verstehen.

In seinen Memoiren schrieb der Botschafter der Vereinigten Staaten zwischen 1913 und 1916, Henry Morgenthau: „Überall werden die Pontosgriechen in Gruppen zusammengelagert und werden, unter dem sogenannten Schutz der türkischen Gendarmerie, ins Innere des Landes transportiert – der größte Teil zu Fuß. Wie viele auf diesem Weg vereinzelt und verstreut wurden, ist nicht eindeutig bekannt, die Schätzungen reichen von 200.000 bis 1.000.000.“[SUP][[/SUP]


1913-1916 steht da, zur der Zeit waren wie neutral, kein Krieg mit niemanden. Trotzdem wurden die Griechen von den Osmanen abgeschlachtet. Eigentlich ist es ganz einfach nach 1912 wollten die Osmanen einen reinen ,,Islamische Staat,, erschaffen. Die bösen Christen sollten sich verpissen oder sterben , oder am besten zum Islam übertreten


Ich habe mir dir zuliebe jede Quelle einzelnd betrachtet und das Gesamtergebnis ist eine Zusammengeklatsche von Dokumentationen, an der die Bild-Zeitung daran ein Narren fressen würde.

Ein Zitat aus deiner Quelle
Hauptartikel: Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich 1914–1923

Als Folge des Aufstiegs der Jungtürken im 20. Jahrhundert wurden viele der ursprünglich mehr als 600.000 Pontier – wie auch Armenier und Aramäer – Opfer von Deportationen. Seit den 1980er-Jahren nimmt die Diskussion zu, ob es sich dabei auch um einen Völkermord handelte. Die Befürworter der These beziffern die Zahl der Opfer mit 353.000 Pontosgriechen. Hierzu veröffentlichte der Historiker Konstantinos Fotiadis 2004 eine vom griechischen Parlament beauftragte umfassende Untersuchung.[SUP][5][/SUP] Der britische Historiker Christopher Walker sprach 1980 von einer grausamen Verfolgung der Pontosgriechen der Provinz Trabzon in den Jahren 1922–1924, die ihre Gemeinschaft nahezu vernichtet habe.[SUP][6][/SUP] Die deutsche Soziologin Tessa Hofmann sprach 2006 offen von Völkermord und führt dabei die im griechischen Sprachraum für die Geschehnisse jener Zeit üblichen Begriffe Sphagi (Massaker) und Xerisomos (Entwurzelung) an. Diese Begriffe, so Hofmann, beschreiben fünf von sechs der späteren UN-Genozidkonvention aufgezählten Straftatbestände von Völkermord, wie beispielsweise die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe, sowie die vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen.[SUP][7][/SUP] Der Historiker Boris Barth bestritt 2006 die Völkermord-These mit dem Argument, den Pontosgriechen habe – anders als den Armeniern – die Fluchtoption in den griechischen Staat offengestanden. Allerdings legalisierte der Vertrag von Lausanne, unterschrieben Mitte 1923, die bereits vollzogene Vertreibung von Griechen bzw. Türken nur nachträglich. Der im Vertrag geregelte Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei bedeutete für die pontischen Griechen nun auch de jure die Vertreibung aus der Heimat. Rund 300.000 christliche Pontier wurden nach Griechenland umgesiedelt; nur einige wenige Tausende muslimische Pontosgriechen durften verbleiben. Insgesamt mussten auf beiden Seiten völkerrechtlich sanktioniert fast zwei Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, davon etwa 1,25 Millionen Griechen und 356.000 Türken.[SUP][8][/SUP]

Was ist das für ein Statemment, untermauert mit persönlichen Eindrücken oder Wunschdenken?


Wenn man dem nichts entgegenzusetzen hat begibt man sich am besten in die Opferrolle, um gegen den etwas stärkeren Gegner international ein Damoklesschwert über sein Haupt baumeln zu lassen.

Toruko hat die historische Sachlage sehr gut analysiert. Solltet ihr zur Abwechslung auch mal tun.


Allein wie sehr die" armen Opfern" an Wikipedia hängen, lässt kaum Fragen offen.
 
Denk an deine Worte, wenn mal wieder einmal ein großer Anschlag in Europa passieren sollte mit mehreren tausend toten. Danach ist für dich auch logisch wenn man die Moslems ,, umsiedelt,,

Wenn man nicht Herr der Lage ist, ist es die gleiche Logik. Ihr müsst immer die Umstände, die Möglichkeiten und die Gefahren mitbedenken.
 
Zurück
Oben