Kampf um Aleppo: US-Politiker decken Waffenlieferungen an Dschihadisten - Medien
Die Offensive der syrischen Rebellen in Aleppo ist ohne internationale Hilfe nicht ausgekommen, wie Financial Times schreibt. Die Oppositionskräfte seien nach eigenen Angaben vor und noch bei den Kämpfen immer wieder mit neuen Waffen, Bargeld und Munitionseinheiten versorgt worden.
„Gestern haben wir Dutzende Lkws mit Waffen an der Grenze gezählt“, so ein syrischer Aktivist. „Das komme täglich vor, seit vielen Wochen… Kampftechnik, Artillerie – ganz zu schweigen von Kugeln und Waffen.“
Auch andere
befragte Kämpfer gehen davon aus, dass Geld und Munition von regionalen Unterstützern, einschließlich Saudi-Arabien und Katar, kommen und mit Wagen über die türkische Grenze nach Syrien geschickt werden.
Der Aufmarsch der Rebellen gegen die Regierungstruppen und der Durchbruch nach Aleppo sollen von der Dschihadistengruppe Jabhat Ftah al-Sham, früher unter Al-Nusra-Front bekannt, organisiert und durchgeführt worden sein.
Einige Aufständischen teilten mit, dass auch US-Beamte, die die sogenannten moderaten Rebellen unterstützen, absichtlich die Augen vor der Beteiligung von Jabhat Ftah al-Sham an der Offensive verschließen. „Die Amerikaner wussten natürlich davon, was passierte. Sie sahen darüber hinweg, um Druck auf Russland und den Iran auszuüben“, sagte ein westlicher Diplomat, der in Kontakt mit der Opposition steht.
Mehrere „fremde Kräfte“ hätten gute Gründe, geheim die Assad-Gegner in Aleppo zu unterstützen, hieß es.
Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine
Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen mit Ausnahme von Terrorgruppierungen. In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt zwischen der Regierung und der militanten Opposition. UN-Schätzungen zufolge hat der Bürgerkrieg in Syrien bereits mindestens 250.000 Menschen das Leben gekostet.
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