n Pilot aus der Gruppe erzählte von seinen Zukunftsplänen, die sich nun zerschlagen hätten. Einen Monat nach dem Putsch habe er das Militär verlassen und eine zivile Laufbahn beginnen wollen. "Ich habe schon Pläne für mein neues Leben gemacht. Ein Putsch war das letzte, woran ich gedacht habe", sagte er. Er und seine Kollegen seien seit ihrem 15. Lebensjahr Soldaten gewesen. "Unser Heimatland, unsere Familien und unsere Karrieren zurückzulassen, war das Härteste, was wir je gemacht haben - aber wir mussten es tun, um unsere Leben zu retten", sagte ein anderer Ex-Offizier.
Sie zahlten jetzt schon einen hohen Preis für "eine Tat, die wir nicht begangen haben". Ihren Kindern sei gesagt worden, die Väter seien im Ausland stationiert oder nähmen an einer Nato-Übung teil. Sie wurden unehrenhaft aus der Armee entlassen. Ihre Vermögen in der Türkei wurden eingefroren.
Türkei: Urteil über acht Offiziere in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
Wie kann er das Militaer erst einen Monat nach dem Putsch verlassen, wenn er mit den anderen Offizieren schon 24 Stunden nach dem Putschversuch nach Griechenland geflohen ist?
Oder war er nicht unter den Offizieren, die einen Tag nach dem Putsch mit dem Hubschrauber Richtung GR geflohen sind?
Einen Monat nach dem Putsch habe er das Militär verlassen und eine zivile Laufbahn beginnen wollen.
Er hatte wohl den Zeitpunkt seines Ausstieges geplant. Schlecht ausgedrückt oder übersetzt würde ich mal sagen.
Hier wurde doch auch von türkischen usern immer wieder betont, dass viele Soldaten gar nicht wussten um was es ging, als der Putschversuch stattfand. Trotzdem wurden innerhalb der ersten 24 Stunden Bilder von verprügelten Soldaten gezeigt. Die wussten also was auf sie zukommt, ob sie nun schuldig oder unschuldig sind.
Griechenland hat das einzig Richtige getan und hat das Urteil der Justiz überlassen. Das nennt man Rechtsstaatlichkeit. Eine Auslieferung kann nur dann erfolgen wenn die Schuld zweifelsfrei erwiesen oder im Herkunftsland in einem fairen Prozess festgestellt wird. Letzteres sieht die griechische Gerichtsbarkeit als nicht gegeben und das muss auch Erdogan so hinnehmen.
Wenn ein normaler Demokrat liest, dass aufgrund von Verdächtigungen türkische Bürger, die mit dem Putschversuch primär gar nichts zu tun hatten ohne Gerichtsverhandlung und Schuldspruch enteignet werden, oder einfach über vier Wochen in U Haft festgesetzt werden, dem sträuben sich die Haare. Deren Leben werden systematisch zerstört.
Da kann Erdogan so viel drohen wie er will. Auch Deutschland kommt dem willkürlichen, nicht dem gerechtfertigten (!) Amtshilfeersuchen der Türkei nicht mehr nach und das ist gut so.
Erdogan verbittet sich jede Einmischung in seine Politik, das kann er machen das ist sein gutes recht. Andere Länder können das aber auch, das sollte er langsam mal verinnerlichen.
Diese ständige Drohung "die Schleusen" zu öffnen - soll er doch. Nach eigenen Angaben geht es syrischen Flüchtlingen in der Türkei doch so gut, dass die keinesfalls das Land verlassen würden. *ironie off.
Mir persönlich sind ein paar Millionen Flüchtlinge in Europa weniger bedrohlich, als Erdogans ständigen Drohungen und Erpressungen nachzugeben. Das hat mit Diplomatie seitens Europa nämlich nichts mehr zu tun.