Schwer zu sagen, wobei es durchaus so hätte kommen können. Zu dieser Zeit ging man davon aus, dass die Deutschen die Hauptkonzentration der Partisanen in der Operation "Schwarz" vernichten würden. Mithilfe einer verrückten Wagemut, Glück und ohne Befehl vom obersten Befehlsquartier aus Titos Stab gelang es Koca Popovic und Peko Dapcevic mit ihren Proletarischen Brigaden aus der deutschen Einkesselung sich zu lösen und befreien, wo eines der Wendepunkte des Krieges auf dem Balkan beginnt und der Mythos der Partisanen als Guerilla geboren und auch im Ausland von den Alliierten wahrgenommen wird.
Im Wiederaufbau des Landes hätte man auch mit dem wiedereingesetzten König deutsche Wirtschaftspläne eingesetzt, die man auch schon in Titos Jugoslawien angewendet hat und man wäre auch hier stark an die amerikanische Hilfe gebunden und das Verhältnis zu den Sowjets wäre noch kühler gewesen. Egal ob mit Draza, Dragisa Vasic, Juraj Krnjevic oder Zivko Topalovic, Jugoslawien wäre in eine Art Schutz-Wall verwandelt worden um sich gegen die Gefahr aus dem Osten zu wappnen.
Aus militärischer Sicht unterscheidet sich Titos Jugoslawien mit demjenigen unter Draza, dass der zweite fremde Basen (mehrheitlich amerikanische) auf jugoslawischem Territorium voraussichtlich zugelassen hätte, von Split, Nis, Skoplje, Osijek, Subotica, Kikinda bis zu Pancevo. Vielleicht wäre in Pancevo die grösste Luftbasis in Europa gebaut worden, Subotica wäre vielleicht aufgrund ihrer geografischer Nähe zum Ostblock zur grössten Panzer-Konzentration im Karpatenbecken verwandelt worden und die Briten halten symbolisch ihre Kräfte auf den Inseln Vis und Lastovo. Die Nachkriegszeit und auch die 90er Jahren wären definitiv anders verlaufen.
Mit Draza hätte es nie Frieden gegeben. Szenen, wie aus Belfast, hätte es jeden Monat gegeben