@MissChaos @Poliorketes
Sollen irgendwelche Orthodoxen Mystiker sein. Weiß aber net was dat is.
[h=3]Großes Schema[/h]
Ehrwürdiger Seraphim von Wyriza, Schema-Priestermönch
Großes Schema (griechisch: megaloschemos, slawisch: Схима, skhima)
Wenn ein Abt merkt, dass ein Mönch vorzügliche spirituelle Fortschritte gemacht hat und sich durch einen besonders hohen Grad an geistlicher Hingabe auszeichnet, kann er ihn auf die höchste Stufe befördern: das Große Schema. Das Große Schema bedeutet, das der Mönch anstrebt, sich von der Welt völlig abzuscheiden, um bei Christo zu sein.
Die Tonsur eines Schemamönchs bzw. einer Schemanonne erfolgt in der gleichen Weise wie die zum Staurophoren, und es werden die gleichen Gelübde abgelegt. Zusätzlich zur Bekleidung des Staurophoren aber gibt es noch den Schulterumhang (griechisch:
analavos, slawisch: analav), der die Kleidung des Großen Schemas dominiert und daher manchmal auch selbst als „Großes Schema“ bezeichnet wird. Er wird über den Schultern getragen und hängt hinten und vorne (dort etwas länger) herab und ist mit den Leidenswerkzeugen und dem
Trisagion bestickt. Bei der Auflegung des Analavs sagt der Abt, dass der Megaloschemos das Kreuz auf seine Schulter nimmt und Christus dem Herrn folgt. Es erinnert daran, dass der Mönch mit Christus fest verbunden und nicht länger in weltliche Aktivitäten verstrickt ist, sondern nur noch für das Himmlische Königreich Dienst tut. Bei den Griechen wird bei dieser Stufe der
Mantel verliehen.
Anstatt dem
Klobuk trägt der Megaloschemos einen
Koukoulion. Dies ist eine spitzförmige Kappe mit Brüststücken, dessen Schleier meist mit Kreuzen bestickt ist.
Der Schemamönch soll ebenfalls einige Tage in Andacht in der Kirche verbringen. Am achten Tag nach der Tonsur erfolgt ein besonderer Gottesdienst zur „Aufhebung des Koukoulion“. Diese symbolisiert die Demut des Megaloschemos und seine Rückkehr zum täglichen monastischen Gehorsam.
In einigen monastischen Überlieferungen wird das Große Schema nur Mönchen und Nonnen auf dem Sterbebett gewährt, in anderen frühestens nach 25 Jahren Klosterdienst.
Wenn der Träger eines monastischen Titels das Große Schema erreicht, wird seinem Titel der Bestandteil “Schema” hinzugefügt. So wird ein Priestermönch mit dem Großen Schema Schema-Priestermönch (Hieroschemamönch) genannt, ein Archimandrit wird zum Schema-Archimandriten, ein Hegumen zum Schema-Hegumen usw. In der russischen Tradition wird das Wort „Schema“ zu „схи“ („skhi“) verkürzt, und die Titel entsprechend схимонах (skhimonakh) oder auch cхимник (skhimnik), иеросхимонах (ieroskhimonakh) схиархимандрит (skhiarkhimandrit) und схиигумен (skhiigumen) ausgesprochen. Ein Bischof, der in das Große Schema geweiht wird, muss auf bischöfliche Macht und Leitung verzichten und bis zum Ende seiner Tage ein Schema-Mönch blieben.