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Der Erste Vampir

Paprika

Jackass of the Week
Israel
Ob ihr es glaubt oder nicht aber der erste Vampir kommt tatsächich aus Istrien, aus Kroatien!


Jure Grando

Jure Grando (auch Giure Grando; † 1656) war ein Bauer aus dem Dorf Kringa in Istrien (Republik Venedig, heute Kroatien). Er gilt als der erste Mensch, der in schriftlicher Form als Vampir bezeichnet wurde.

Explore the haunting tale of Giure Grando, the 17th-century revenant who terrorized his village in Istria, Croatia. Known as the first vampire in recorded folklore, his chilling story bridges the gap between history and supernatural horror. Uncover the roots of the vampire myth in this eerie journey into the past!

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Zuletzt hat der kroatische Autor Boris Perić den Stoff in seinem Roman Vampir (2006) literarisch verarbeitet.

Tourismus

Seit einigen Jahren wird in Kringa versucht, mit der Geschichte von Jure Grando Touristen für den Ort zu begeistern. :lol::devilish::twisted:😎👹
 
Vlad tepes ist älter
Das ist korrekt. Vlad Tepes ist als historische Person älter aber Bram Stoker nahm ihn als Vorbild für seine Vampir Geschichte.
Die erste bekannte Literatur über Vampire und den Vampyrismus war von John Polidori.


Der Vampyr (Polidori)​


Der Vampyr, deutsche Erstübersetzung, Verlag Leopold Voß, Leipzig 1819, noch mit der falschen Untertitelung von Lord Byron als AutorErste englische Buchausgabe, Sherwood, Neely, and Jones in London, Paternoster-Row, 1819
Der Vampyr (englischer Originaltitel: The Vampyre) ist eine 1816 entstandene Kurzgeschichte des englischen Schriftstellers John Polidori. Mit dieser Geschichte schuf Polidori die erste Vampirerzählung der Weltliteratur und begründete gleichsam mit der Hauptfigur des Lord Ruthven den Typus des modernen Vampirs.

Dracula von Bram Stoker kam etwas später.

Dracula ist ein 1897 veröffentlichter Roman des irischen Schriftstellers Bram Stoker. Die zentrale Figur, Graf Dracula, ist der wohl berühmteste Vampir der Literaturgeschichte.


Aber die Volkstümlichen Vampirgeschichten über Vampyrismus sind viel älter.

Die ersten volkstümlichen Vampirgeschichten stammen aus verschiedenen Kulturen und Regionen Europas, insbesondere aus Osteuropa, dem Balkan und Teilen von Südosteuropa. Sie basieren auf uralten Legenden, die tief in den lokalen Mythen und Glaubenssystemen verwurzelt sind. Hier ein Überblick über die Ursprünge und Zusammenhänge:

1.​

  • Herkunft: Die Strigoi entstammen rumänischen Folklore und sind mit den Vorstellungen von Geistern und untoten Wesen verbunden.
  • Merkmale: Sie wurden als Seelen Verstorbener betrachtet, die keine Ruhe finden, aus ihren Gräbern zurückkehren und den Lebenden schaden. Es gibt zwei Hauptarten:
    • Lebende Strigoi: Menschen mit magischen Fähigkeiten, die nachts aus ihrem Körper treten können.
    • Untote Strigoi: Verstorbene, die aus ihren Gräbern auferstehen, Blut trinken und ihre Lebenskraft erneuern.
  • Einfluss: Strigoi-Legenden haben die Vorstellungen von Vampiren stark geprägt, insbesondere durch Bram Stokers "Dracula", der Elemente der rumänischen Mythen aufgriff.

2.​

  • Herkunft: Auf dem Balkan (z. B. in Serbien, Bulgarien, Albanien) gab es eine Vielzahl von Geschichten über Wesen, die ähnlich wie Vampire beschrieben wurden. Der Begriff "Vampir" selbst hat hier seinen Ursprung, vermutlich aus dem serbischen Wort "vampir".
  • Glaubenssysteme: Vampirismus wurde oft mit ungesühnten Vergehen, einem schlechten Tod (z. B. durch Mord oder Selbstmord) oder unvollständigen Begräbnisritualen in Verbindung gebracht. Die Toten konnten als untote Wesen zurückkehren und Schaden anrichten.
  • Merkmale von Vampiren: Diese Wesen wurden als blutsaugende Kreaturen beschrieben, die vor allem nachts aktiv waren und ihre Opfer durch Bisse schwächten oder töteten.

3.​

  • Rusalka, Upiór und Wiedergänger: In der slawischen Folklore gibt es zahlreiche Kreaturen, die Eigenschaften eines Vampirs besitzen. Zum Beispiel der Upiór (Polen und Ukraine), der ebenfalls als Blutsauger bekannt war.
  • Glaube an Wiedergänger: Ein wiederkehrender Glaube war, dass Tote, die unvollständige Riten erfahren hatten, als Untote zurückkehren konnten, um die Lebenden zu plagen.

4.​

  • Strix: Im antiken Rom gab es Legenden von "Strix", einer Vogel-Dämonengestalt, die nachts Kinder und Blut trank. Dieses Konzept beeinflusste später die Vorstellungen von Vampiren und Strigoi.
  • Lamia: In der griechischen Mythologie war Lamia eine Dämonin oder Hexe, die das Blut von Kindern trank. Diese Vorstellungen verbanden sich später mit slawischen und balkanischen Mythen.

5.​

  • Im Mittelalter wurden Geschichten über Vampire durch Volksglauben und Aberglauben verstärkt. Krankheiten wie Tuberkulose, Tollwut oder Pest führten oft zu Erklärungen, die auf übernatürliche Wesen wie Vampire verwiesen.
  • Der Glaube an Vampire wurde durch Hexenverfolgungen und die Angst vor Dämonen befeuert, insbesondere in ländlichen Gegenden.

Einfluss auf die Moderne​

Die volkstümlichen Geschichten über Strigoi, Vampire und andere ähnliche Wesen wurden durch historische Berichte und literarische Werke popularisiert. Eines der bekanntesten Beispiele ist Bram Stokers Roman "Dracula" (1897), der stark von der rumänischen Folklore beeinflusst ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ersten volkstümlichen Vampirgeschichten aus einer Mischung von Aberglauben, Mythen und religiösen Überzeugungen entstanden sind, die sich über Jahrhunderte hinweg in verschiedenen europäischen Regionen entwickelten. Besonders der Balkan und Osteuropa gelten als Kernregionen des Vampirglaubens.

Die Ursprünge des Vampirglaubens lassen sich schwer genau datieren, da sie in uralte Mythen und mündliche Traditionen eingebettet sind. Sie entstanden lange vor der schriftlichen Überlieferung, oft als Teil von Naturreligionen, Aberglauben und der Interpretation von Tod und Krankheit. Dennoch lassen sich einige frühere Hinweise und Ursprünge identifizieren:

1.​

  • Mesopotamien: Bereits in den ältesten bekannten Zivilisationen wie Mesopotamien existierten Legenden über dämonische Wesen, die Blut trinken. Beispiele:
    • Lilitu (Lilith): In babylonischen und sumerischen Mythen war Lilitu ein weiblicher Dämon, der Neugeborene und Schwangere angriff und möglicherweise Blut trank.
    • Ekimmu: Ein Geist in der akkadischen Mythologie, der aus dem Grab aufstieg, wenn der Verstorbene nicht richtig beerdigt wurde. Ekimmu gelten als frühe Vorläufer untoter Wesen.
  • Griechenland und Rom:
    • Die Strix (oder Striga) war ein mythischer, eulenähnlicher Vogel, der nachts Kinderblut trank.
    • Die Lamia, eine dämonische Kreatur, soll Blut gesaugt und Männer verführt haben.
  • Ägypten: In altägyptischen Texten gibt es Berichte über dämonische Wesen und Geister, die sich an Lebenden rächen. Sie tranken zwar kein Blut, hatten aber vampirähnliche Eigenschaften.

2.​

  • Slawische Mythologie:
    • Im slawischen Volksglauben tauchten bereits im frühen Mittelalter Figuren wie der Upiór (Polen) und der Vampir (Serbien, Kroatien) auf. Diese Kreaturen wurden oft als ruhelose Tote beschrieben, die ihre Familien heimsuchten.
  • Byzantinisches Reich:
    • Das Wort „vrykolakas“ (eine frühe Bezeichnung für Vampire im griechischen Raum) tauchte in byzantinischen Texten auf. Es beschrieb Tote, die aufgrund schlechter Bestattung oder Flüchen zurückkehrten.

3.​

  • Erste schriftliche Erwähnungen:
    • Die ersten spezifischen schriftlichen Berichte über Vampire erscheinen in den Chroniken des 11.–12. Jahrhunderts, insbesondere in Osteuropa.
    • Der Begriff "Vampir" selbst tauchte erstmals im serbischen Sprachraum im 12. Jahrhundert auf.
  • Christlicher Einfluss:
    • Der Glaube an Vampire wurde durch die christliche Theologie verstärkt. Tote, die keine ordnungsgemäßen Rituale erhielten, galten als anfällig für Vampirismus. Auch Häretiker und Exkommunizierte wurden oft als potentielle Vampire betrachtet.

4.​

  • Vampirpaniken:
    • Im 17. Jahrhundert gab es zahlreiche Berichte über "Vampirangriffe" in Osteuropa, insbesondere im heutigen Serbien, Rumänien und Ungarn. Diese Fälle wurden in kirchlichen und weltlichen Dokumenten aufgezeichnet.
    • Ein berühmter Fall ist der des Serben Arnold Paole (18. Jahrhundert), der nach seinem Tod angeblich als Vampir zurückkehrte.

Fazit​

Die ältesten Ursprünge des Vampirglaubens lassen sich bis in die frühantike Zeit (ca. 1000 v. Chr.) in Mesopotamien zurückverfolgen, wo dämonische Wesen wie Lilitu oder Ekimmu beschrieben wurden. Der spezifische Glaube an blutsaugende Untote in Form von Strigoi oder Vampiren entwickelte sich jedoch später, wahrscheinlich im frühen Mittelalter (ca. 500–1000 n. Chr.), vor allem in slawischen und balkanischen Regionen. Die Vorstellung von Vampiren nahm in der Frühen Neuzeit eine konkretere Form an und breitete sich von Osteuropa nach Westeuropa aus.


Welche Vampirgeschichte ist deine Lieblingsvampirgeschichte?
 
Und es gibt noch eine sehr sehr megal nice gruselige Geschichte von:

"Der Horla" (französisch: Le Horla) von Guy de Maupassant kann als eine Art Vampirgeschichte interpretiert werden, auch wenn sie nicht den klassischen Vampirmotiven folgt, die man aus der Folklore oder aus Werken wie Bram Stokers Dracula kennt. Stattdessen stellt der Horla eine unheimlichere und psychologischere Variante eines vampirartigen Wesens dar.

Parallelen zwischen dem Horla und Vampirgeschichten​

  1. Blutentzug und Lebensenergie:
    • Im Verlauf der Geschichte fühlt der Erzähler, dass eine unsichtbare Präsenz in seinem Haus ihn schwächt, seine Lebenskraft entzieht und ihn beherrscht. An einer Stelle entdeckt er, dass sein Wasserkrug leer ist, als ob die Kreatur seinen Durst oder ihre Macht durch seinen Konsum befriedigt. Dies erinnert an die vampirische Vorstellung, dass Opfer physisch und psychisch ausgelaugt werden.
    • Maupassant deutet an, dass der Horla vielleicht sein Blut trinkt oder sich metaphorisch von seiner Lebensenergie ernährt.
  2. Unsichtbares, fremdartiges Wesen:
    • Der Horla ist ein übernatürliches, unsichtbares Wesen, das sich im Leben des Erzählers einnistet. Seine Unsichtbarkeit und sein mysteriöser Ursprung verstärken die Angst vor einem unkontrollierbaren Eindringling – ein Motiv, das auch in Vampirgeschichten vorkommt.
    • Anders als klassische Vampire, die körperlich präsent sind, existiert der Horla auf einer anderen, geistig-immateriellen Ebene, was ihn umso unheimlicher macht.
  3. Beherrschung und Wahnsinn:
    • Der Erzähler wird zunehmend von der Idee besessen, dass der Horla nicht nur sein Leben bedroht, sondern auch seinen Verstand und seine Selbstkontrolle. Diese schleichende Übernahme durch das Fremde ähnelt der Idee, dass Vampire ihre Opfer durch Hypnose oder geistige Kontrolle beherrschen können.
    • Maupassant verwebt dieses Motiv mit der Angst vor geistiger Krankheit, was der Geschichte eine psychologische Tiefe verleiht.
  4. Fremdartigkeit und Bedrohung von Außen:
    • Der Horla wird als ein Wesen beschrieben, das aus einer anderen Welt oder Dimension stammt, möglicherweise durch die psychische Schwäche des Protagonisten angelockt. Dieses Motiv erinnert an die xenophobischen und kulturellen Ängste, die in klassischen Vampirgeschichten wie Dracula thematisiert werden – die Angst vor dem Fremden, das in die gewohnte Welt eindringt.

Unterschiede zur klassischen Vampirgeschichte​

  1. Kein physischer Vampir:
    • Der Horla ist kein körperliches Wesen und wird nie sichtbar gemacht. Er unterscheidet sich daher grundlegend von den greifbaren Vampiren der Folklore oder der Literatur.
  2. Psychologische Perspektive:
    • Während klassische Vampirgeschichten oft durch äußere Handlungen vorangetrieben werden (z. B. der Kampf gegen Dracula), ist Der Horla stark introspektiv. Der Fokus liegt auf den psychologischen Veränderungen des Protagonisten, seiner Paranoia und seinem geistigen Verfall.
  3. Existentielle Angst statt traditioneller Mythologie:
    • Maupassant legt mehr Wert auf die Erkundung von existenziellen Ängsten, wie die Verletzlichkeit des menschlichen Geistes, das Unbekannte und die Fragilität der Realität, statt auf traditionelle Elemente wie Särge, Kreuze oder Blutsaugen.

Fazit​

"Der Horla" ist keine klassische Vampirgeschichte im traditionellen Sinne, sondern eine moderne, psychologisch aufgeladene Interpretation des Vampir-Mythos. Der Horla steht weniger für das physische Bluttrinken als für das schleichende, zerstörerische Eindringen eines fremdartigen Wesens in die Psyche und das Leben des Menschen. In gewisser Weise kann er als eine metaphorische Darstellung von Vampirismus verstanden werden, bei dem es nicht um Blut, sondern um Kontrolle, Macht und den Verlust der Identität geht.
 
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