Auch das Regime Vucic nennt die "Blockierer" zuweilen Terroristen
Regime nennt Protestierende „Terroristen“
Die iranische Führung verschärft laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) die Unterdrückung von Protesten. Die Protestierenden würden nun als „Terroristen“ bezeichnet, das deute darauf hin, dass die Führung eine kompromisslose Haltung gegenüber den anhaltenden Protesten eingenommen habe. Laut Menschenrechtsaktivisten wurden in den vergangenen Tagen Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten getötet.
Die Massenproteste halten trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre an. Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 185 Städte ausgeweitet.
Am Sonntag tauchte eine Videoaufnahme von Dutzenden Leichen vor einer Leichenhalle südlich von Teheran auf. Das von der Nachrichtenagentur AFP verifizierte Video, das am Samstag erstmals online veröffentlicht worden war, wurde in Kahrisak aufgenommen. Es zeigt in schwarze Säcke gehüllte Leichen, die auf dem Boden liegen. Außerdem sind Menschen zu sehen, die offenbar nach ihren vermissten Angehörigen suchen.
Berichte über Hunderte Tote
Mindestens 490 Demonstranten seien getötet worden, berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Weitere rund 10.700 Menschen seien festgenommen worden. Der Korrespondent des US-Nachrichtenportals Axios, Barak Ravid, hatte zuvor auf der Plattform X gemeldet, dass laut einem israelischen Regierungsbeamten mehr als 1.000 Menschen im Iran getötet worden sein sollen. Diese Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die iranische Führung verschärft laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) die Unterdrückung von Protesten. Die Protestierenden würden nun als „Terroristen“ bezeichnet, das deute darauf hin, dass die Führung eine kompromisslose Haltung gegenüber den anhaltenden Protesten...
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