Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Ukraine: Tote bei russischen Luftangriffen
Die im Voraus befürchtete Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische Städte hat sich in der Nacht auf Montag bestätigt. Kurz nach Mitternacht löste die Flugabwehr in fast allen Landesregionen Luftalarm aus. Aus Kiew wurden heftige Explosionen gemeldet, Behörden und Medien berichteten über zahlreiche Einschläge in der Hauptstadt und ihren Vororten. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt, mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt.

Auch Marschflugkörper im Einsatz?
Angeblich setzten die Angreifer neben zahlreichen Drohnen auch Dutzende Marschflugkörper und Raketen ein. Marschflugkörper können von den Angreifern besser manövriert und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr erfasst werden, ballistische Raketen sind dafür aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos.

 
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Bei einem Angriff auf den Kiewer Vorort Wyschnewe wurden fast fünf Straßenzüge zerstört; nach Angaben des Leiters der Militärverwaltung der Region Kiew wurden rund 600 Menschen wegen der Gefahr von Sekundärexplosionen evakuiert. Dutzende Häuser wurden beschädigt, es brennt weiterhin, und es sind Explosionsgeräusche zu hören. 5 Tote und 30 Verletzte. Die Luftqualität hat sich aufgrund starker Rauchentwicklung um das Fünffache verschlechtert; die Bewohner werden aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten.
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In Wyschnewe befindet sich ein Rüstungsbetrieb; nach dem Angriff explodierte über mehrere Stunden hinweg Munition im Lager des Werks
 
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Ukrainische Drohnen greifen Omsk in Sibirien an
Ukrainische Drohnen haben die mehr als 2.400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte sibirische Industriestadt Omsk angegriffen. „Einigen Drohnen gelang es, das nördliche Industriegebiet von Omsk zu erreichen“, teilte der Gouverneur des Gebiets Omsk, Witali Chozenko, heute auf Telegram mit.

Es gebe Schäden. In ukrainischen Telegram-Kanälen kursierten Videos, auf denen Drohnen die nördlich von Omsk liegende Erdölraffinerie anfliegen. Augenzeugen dokumentierten auch einen Brand in der Anlage.

Die Raffinerie in Omsk ist die größte in ganz Russland mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Behörden schlossen wegen des Luftalarms den Flughafen in Omsk.

 
Nach Angriffen
Kiew drängt NATO zu Hilfe bei Flugabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Verteidigungsbündnis NATO im Lichte der jüngsten russischen Angriffswelle mit vielen Toten am Montag zu mehr Hilfe bei der Flugabwehr aufgerufen. Rückendeckung erhielt er vor Beginn des NATO-Gipfels am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara von NATO-Generalsekretär Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

„Es ist äußerst wichtig, dass die Welt, allen voran Amerika und unsere europäischen Partner, vom NATO-Gipfel starke Entscheidungen zur Unterstützung unserer Luftabwehr und zum Schutz von Zivilisten mitbringt“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Behörden zufolge seien insgesamt 21 Menschen getötet worden.

Laut Selenskyj setzte das russische Militär in der Nacht neben 351 Drohnen auch 68 Raketen und Marschflugkörper ein. „Unsere Kämpfer haben heute ein gutes Resultat beim Abschuss von Drohnen und Marschflugkörpern gezeigt, aber leider nicht gegenüber der russischen Ballistik.“ Grund dafür sei das Fehlen von Flugabwehrraketen in der Ukraine.

 
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Die Zahl der Todesopfer in Kiew nach dem nächtlichen Raketenangriff russischer Nazis ist auf 13 gestiegen.
An den Orten der russischen Angriffe laufen weiterhin Aufräumarbeiten. Im Stadtbezirk Podilskyj bargen Rettungskräfte die Leiche eines Mannes. Bislang wurden 13 Todesopfer und 56 Verletzte bestätigt. Die Rettungsarbeiten dauern an.
 
Die Ölraffinerie Omsk ist die größte Russlands; aufgrund ihrer großen Entfernung zur Ukraine war sie bis dahin die einzige der elf großen Raffinerien des Landes, die noch nicht von ukrainischen Drohnen angegriffen worden war.

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Denis Schtilerman, Leiter von FirePoint – dem Entwickler und Hersteller der Drohne FP-2 –, schrieb in den sozialen Medien, dass die neue Variante der Drohne eine Reichweite von 3.400 km aufweise.

Das ist ein historisches Ereignis. Heute haben ukrainische Langstreckendrohnen die Ölraffinerie Omsk erreicht. Modifizierte ukrainische Drohnen haben erstmals ein Ziel in einer Entfernung von 2.600 km getroffen. Da sie jedoch eine Route wählen mussten, die Gebiete mit Luftabwehrsystemen umging, legten sie tatsächlich eine Strecke von mehr als 3.000 km zurück(!). Bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 160 km/h – und unter Berücksichtigung der Erdrotation sowie von Gegen- oder Rückenwind – dauerte der Flug mindestens 12 Stunden; das bedeutet, dass die Drohnen gestern Abend gestartet wurden und Omsk heute Mittag (nach ukrainischer Zeit) erreichten.

Ab jetzt haben ukrainische Drohnen 80% bis 90% der russischen zivilen und militärischen Industrie sowie Infrastruktur in Reichweite. Ausserdem befinden sich in den Autonomen Kreise der Jamal-Nenzen und der Chanten und Mansen – die rund 3.000 km von der Ukraine entfernt liegen 40 % der Öl- und 75-80% der Erdgasfelder des Landes, die jetzt ebenfalls in Reichweite der ukrainischen Drohnen liegen. Ölraffinerien verarbeiten Rohöl zu Benzin, Diesel und Flugkraftstoff – Produkten, die Russland derzeit aus Belarus, Kasachstan und Indien zu importieren versucht, während es sein Rohöl ins Ausland exportiert. Jetzt kann die Ukraine Öllageranlagen direkt an den Ölfeldern angreifen und die eigentliche Ölförderung unterbrechen. Ein wirklich historisches Ereignis.
 
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Russlands neueste Su-57-Kampfjets versuchen, Drohnen abzufangen, während ein A-50-Frühwarn- und Kontrollflugzeug sie zum Ziel leitet.
 
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Russlands neueste Su-57-Kampfjets versuchen, Drohnen abzufangen, während ein A-50-Frühwarn- und Kontrollflugzeug sie zum Ziel leitet.

Ja sie haben es versucht und trotz einer Distanz von 2500 km nur eine von acht Drohnen getroffen.

Für mich stellt sich die Frage, wieviel % der russischen Waffenfabriken für Präzisionssysteme getroffen werden können, sollte sich die Ukraine nicht langsam darauf konzentrieren?
 
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