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Ex Jugoslawien Länder Aufarbeitungsthread: Osmanen, KuK, Jugoslawien 1. und 2., 90er Yu Krieg

Nochmal: Es gab damals weder ein eigenständiges Volk der „slawischen Muslime“ noch ein ethnisches Volk der Bosniaken im heutigen Sinne. In ihrer heutigen Form und Identität verneine ich natürlich nicht, dass die muslimische Bevölkerung Bosniens einen Teil des Kuchens von Bosnien-Herzegowina beanspruchen kann. Damals war das jedoch keineswegs so eindeutig und schon gar nicht in dem heutigen nationalen Sinne. Die nationale Identität der muslimischen Bevölkerung war zu jener Zeit deutlich vielfältiger und teilweise noch im Entstehen.
Doch gab es, aber:
Mit der Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat) am 1. Dezember 1918 wurde die bosniakische/muslimische Identität politisch und rechtlich komplett unsichtbar gemacht.
Bereits im Staatsnamen von 1918 steckte das Programm: Es wurden offiziell nur drei „Stämme“ anerkannt – Serben, Kroaten und Slowenen. Für die slawischen Muslime Bosniens war in diesem Konzept kein eigenständiger Platz vorgesehen.
Die Situation zwischen 1918 und 1929 war von folgenden Dynamiken geprägt:
  • Die Vidovdan-Verfassung (1921): Diese erste Verfassung des Staates zementierte den extremen Zentralismus. Sie schaffte die historischen Regionen ab und teilte das Land in 33 neue Verwaltungseinheiten (Oblasti) auf. Obwohl die bosnischen Muslime über ihre Partei JMO (Jugoslawische Muslimische Organisation) mühsam durchsetzten, dass die Grenzen Bosniens innerhalb dieser Aufteilung vorerst erhalten blieben („türkischer Paragraph“), wurden sie national weiterhin ignoriert.
  • Der Druck zur Assimilation: Da es keine Kategorie für sie gab, versuchten sowohl die serbische als auch die kroatische Elite im Parlament in Belgrad, die Muslime für sich zu vereinnahmen. Sie wurden in Volkszählungen und Formularen gezwungen, sich entweder als „Serben muslimischen Glaubens“ oder „Kroaten muslimischen Glaubens“ einzutragen.
  • Die Antwort der Bevölkerung: Die große Mehrheit der bosnischen Muslime verweigerte diese erzwungene Wahl. Bei Volkszählungen deklarierten sie sich, wann immer möglich, als „unentschieden“ (neopredijeljeni), um zu signalisieren: Wir sind weder Serben noch Kroaten.
Das Jahr 1929 unter König Aleksandar war also kein plötzlicher Umschwung, sondern die radikale Zuspitzung und gesetzliche Institutionalisierung einer Politik, die direkt 1918 mit dem Ende des Ersten Weltkriegs begonnen hatte.

Das Jahr 1929 markiert den absoluten Höhepunkt des Zentralismus unter König Aleksandar. Für seine Staatsideologie durfte es keine regionalen oder religiösen Identitäten geben – es gab auf dem Papier nur noch das künstliche Einheitsvolk der „Jugoslawen“.

Wie die Situation 1929 staatsrechtlich aussah
  • Die offizielle Lehre: Nach der Proklamation der Königsdiktatur am 6. Jänner 1929 wurde jede Erwähnung von Teil-Nationalitäten illegal. Das Volk wurde als dreinamiges Volk (troimeni narod) definiert – bestehend aus Serben, Kroaten und Slowenen.
  • Der Status der bosnischen Muslime: Da sie weder als eigene Nation anerkannt waren noch in das Schema der drei „Stämme“ passten, wurden sie vom Staat rein als Religionsgemeinschaft eingestuft. Sie galten offiziell als „Muslime serbischen oder kroatischen Stammes“. [1]
  • Die politische Strategie der JMO: Die wichtigste politische Partei der bosnischen Muslime in der Zwischenkriegszeit, die Jugoslawische Muslimische Organisation (JMO) unter Mehmed Spaho, agierte pragmatisch. Um die Identität und die religiösen Rechte der Muslime zu schützen, vermied sie es bewusst, sich als „serbisch“ oder „kroatisch“ zu deklarieren. Sie nutzten den Begriff „Muslim“ als politischen Schutzschild, um Bosnien als geografische Einheit zu erhalten. [1]

Der Weg zur Anerkennung
Die historische Entwicklung der bosniakischen Identität im 20. Jahrhundert verlief in drei großen Etappen:
  • Das Mittelalter: Die Bevölkerung nannte sich regional Bošnjani (Bosnier) – unabhängig von der Religion. [1]
  • Die Zwischenkriegszeit (1929): Unterdrückung der Identität durch den jugoslawischen Zentralismus; Einstufung als reine Glaubensgemeinschaft.
  • Der Wendepunkt unter Tito (1968/1971): Erst das sozialistische Jugoslawien erkannte die Realität an, dass die Muslime Bosniens eine eigene ethnische Gruppe bildeten. Ab 1971 wurden sie in den Volkszählungen offiziell als „Muslime im Sinne der Nationalität“ (Muslimani u smislu narodnosti) neben Serben und Kroaten als sechste Staatsnation Jugoslawiens anerkannt.
  • Die Rückkehr zum historischen Namen (1993): Während des Bosnienkrieges beschloss ein Kongress bosnischer Intellektueller, den alten historischen Begriff Bosniaken (Bošnjaci) als nationalen Namen wiederzubeleben, um die Verwechslung zwischen Religion (Muslim) und Ethnie (Bosniake) endgültig zu beenden.
Dass es 1929 keine bosniakische Ethnie im Pass gab, war also kein Beweis dafür, dass diese Menschen nicht existierten oder „eigentlich“ Serben oder Kroaten waren – es war das direkte Resultat einer königlichen Diktatur, die Minderheitenrechte per Gesetz verbot.

Auch wenn die Staatsideologie offiziell die Einheit von Serben, Kroaten und Slowenen predigte, sprachen Kritiker – insbesondere in Kroatien und Bosnien – schon damals offen von einer „serbischen Hegemonie“ oder einem „maskierten Großserbien“. [1]

Warum das „dreinamige Volk“ nur eine Fassade war
Dass der Staat ab 1918 (und verstärkt ab der Königsdiktatur 1929) primär serbischen Interessen diente, lässt sich an harten historischen Fakten festmachen:
  • Die Konzentration der Macht: Alle entscheidenden Machthebel des Staates befanden sich in Belgrad. Die Karađorđević-Dynastie war das serbische Königshaus, und die politische Führung (wie der langjährige Premierminister Nikola Pašić) verfolgte eine Politik, die das neue Königreich im Grunde als eine bloße Erweiterung des alten Königreichs Serbien betrachtete.
  • Die Dominanz im Staatsapparat: Trotz der Lippenbekenntnisse zur Gleichberechtigung blieben Verwaltung, Justiz und vor allem die Sicherheitsorgane fest in serbischer Hand. Über 90 % aller Generäle in der königlichen jugoslawischen Armee waren Serben. Auch in den nicht-serbischen Gebieten wie Kroatien oder Bosnien wurden Spitzenposten in der Polizei und Verwaltung bevorzugt mit loyalen Serben besetzt.
  • Die wirtschaftliche Ausbeutung: Es gab ein massives Steuer- und Währungsgefälle. Bei der Währungsumstellung nach 1918 wurde die Krone der ehemaligen habsburgischen Gebiete (Kroatien, Bosnien, Slowenien) zu einem künstlich schlechten Kurs in den serbischen Dinar umgetauscht. Zudem flossen Steuergelder aus den wirtschaftlich stärkeren Regionen im Norden direkt nach Belgrad, ohne dass die lokalen Provinzen ein Mitspracherecht bei der Verwendung hatten.
  • Kulturelle Bevormundung: Das kyrillische Alphabet und die serbisch-orthodoxe Kirche genossen de facto staatliche Privilegien, während andere kulturelle und religiöse Identitäten als „separatistisch“ oder „staatsfeindlich“ argwöhnisch überwacht wurden.

Das Konzept des „Integraljugoslawismus“ ab 1929 war der Versuch, den berechtigten Widerstand gegen diese serbische Dominanz per Gesetz zu verbieten. Indem man behauptete, alle seien „Jugoslawen“, wollte man die ungarisch-habsburgisch geprägte Autonomie der Kroaten und die historisch-religiöse Eigenständigkeit der Bosnier im serbisch geführten Zentralstaat auflösen
 
Jeder Mensch, der in Bosnien lebt ob katholisch oder orthodox, ist Bosnier

Wer das Gegenteil behauptet ist Nationalist

Wer ein Schritt weitergeht und Ansprüche in Bosnien betreibt, wird auch das, was er in der Hand hält, verlieren
Deswegen lieb sein Schnuckies :lol:

Das ist so nicht richtig, falls du mit „Bosnier“ eine Ethnie meinst. Eine eigenständige ethnische Identität „Bosnier“ gab es weder im Mittelalter noch heute. Die Menschen bezeichneten sich damals im mittelalterlichen Bosnien häufig regional als Bosnier, was jedoch nicht bedeutet, dass die dort lebenden Bevölkerungsgruppen bzw. Stämme nicht serbischer oder kroatischer Herkunft gewesen sein konnten.


Ähnlich verhielt es sich beispielsweise mit den Serben aus dem mittelalterlichen Raschka (Raška) im heutigen Serbien: Die regionale bzw. politische Bezeichnung konnte sich auf das Herrschaftsgebiet beziehen, ohne dass dadurch die ethnische Zugehörigkeit der Bevölkerung aufgehoben wurde. Auch Zeta war ein serbisch geprägtes mittelalterliches Herrschaftsgebiet mit seinem Zentrum im heutigen Montenegro.

Man sollte deshalb zwischen regionaler Bezeichnung, politischer Zugehörigkeit und ethnischer Identität unterscheiden. Ein Mensch konnte sich als Bewohner Bosniens, also regional als Bosnier, bezeichnen und gleichzeitig einer serbischen oder kroatischen Bevölkerungsgruppe angehören.
Muslime im Sinne eines eigenständigen ethnischen Volkes oder einer nationalen Identität gab es im mittelalterlichen Bosnien noch nicht, logisch, serbische und kroatische Stämme aber sehr wohl.


Die Behauptung, Bosnier seien „ursprünglich Serben“ (oder „ursprünglich Kroaten“, was die kroatische Seite oft behauptet), scheitert an mehreren historischen Fakten
Nicht ursprünglich, Serben und Koaten waren schon IMMER regional Bosnier, bzw. lebten dort schon bevor es überhaupt den Staat Bosnien gab.

Gemeinsame slawische Wurzeln, aber getrennte Entwicklung
Im 6. und 7. Jahrhundert wanderten slawische Stämme auf den Balkan ein. Sie sprachen ähnliche Dialekte und teilten dieselbe Kultur. Die Stämme, die sich als Serben und Kroaten bezeichneten, ließen sich primär östlich bzw. westlich des heutigen Bosniens nieder. Die Slawen im unzugänglichen, bergigen Kernland Bosniens entwickelten sehr früh eine eigene regionale Identität

Wieder falsch. Es war nicht so, dass sich die Kroaten westlich und die Serben östlich ansiedelten und dazwischen – im Gebiet des heutigen Bosnien – ein völlig unbewohntes Land lag. Bosnien und Teile Dalmatiens waren vielmehr Grenz- und Übergangsräume zwischen verschiedenen politischen und kroatisch-serbischen Einflussgebieten.


Eine der frühesten und wichtigsten schriftlichen Quellen, die Bosnien mit dem serbischen Raum in Verbindung bringt, ist Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos’ De administrando imperio aus der Mitte des 10. Jahrhunderts (ca. 948–952).

📌 Ca. 948–952: Konstantin VII. erwähnt Bosnien (Bosona) und nennt dort Katera und Desnik. Bemerkenswert ist, dass diese Angabe innerhalb des Kapitels „Über die Serben und das Land, in dem sie jetzt wohnen“ erscheint und Bosnien damit im Zusammenhang mit dem von ihm beschriebenen serbischen Raum steht.

Das passt auch zur politischen Entwicklung des 9. Jahrhunderts und zur Herrschaft der frühen Vlastimirović-Dynastie. Unter den Vlastimirović-Herrschern entstand ein serbischer Herrschaftsraum, der neben Raška auch Gebiete bzw. Einflusszonen im heutigen Bosnien sowie die serbischen Küstenländer umfasste.

Man sollte dabei allerdings zwischen direkter Herrschaft, politischem Einfluss und regionaler Zugehörigkeit unterscheiden. Bosnien war zu dieser Zeit kein klar abgegrenzter Nationalstaat im modernen Sinne.

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Im 11. Jahrhundert wurden diese Gebiete unter der serbischen Dynastie der Vojislavljević schließlich enger zusammengeführt und gemeinsam mit den serbischen Küstenländern unter einer Krone vereint. Das Zentrum dieses serbischen Königreichs war Zeta (Duklja).


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Das mittelalterliche Bosnien war eigenständig
Bosnien war im Mittelalter über Jahrhunderte ein eigenständiges Fürstentum und später ein mächtiges Königreich. Es wurde politisch fast nie dauerhaft von Serbien oder Kroatien beherrscht. Die herrschende Elite und die Bevölkerung verstanden sich als Bosnier, nicht als Serben oder Kroaten

Keine religiöse Einheit mit Serbien
Das stärkste Argument gegen die These: Das mittelalterliche Bosnien war religiös eigenständig. Während sich Serbien der orthodoxen Kirche und Byzanz anschloss, gründeten die Bosnier im 12. Jahrhundert die autonome Bosnische Kirche. Diese wurde sowohl von der katholischen Kirche als auch von der serbisch-orthodoxen Kirche als „häretisch“ (ungläubig) bekämpft

Das mittelalterliche Bosnien war politisch eigenständig. Das bedeutet jedoch nicht, dass seine Einwohner nicht serbischen oder kroatischen Stammes- und Bevölkerungsgruppen angehören konnten.

In Bosnien bestand zudem die sogenannte Bosnische Kirche, die eine eigenständige religiöse Gemeinschaft darstellte und von der katholischen wie auch von der orthodoxen Kirche als häretisch bekämpft wurde. Sie war jedoch keineswegs die Religion aller bosnischen Herrscher. Die meisten bosnischen Könige standen dem Katholizismus nahe oder waren eindeutig katholisch, während es gleichzeitig enge dynastische Verbindungen zum orthodoxen serbischen Adel gab. Einige wenige Herrscher unterhielten gute Beziehungen zu den Anhängern der Bosnischen Kirche.

Tvrtko I. war der bedeutendste Herrscher des mittelalterlichen Bosniens. 1377 ließ er sich im Kloster Mileševa im heutigen Serbien zum König krönen. Er trug den Titel „König der Serben, Bosniens und der Küstenländer“ und knüpfte damit bewusst an die serbisch-orthodoxe Königstradition der Nemanjić-Dynastie an.
 
Schon klar, dass du in deiner Verehrung für den Massenmörder Aleksandar nur großserbische Scheiße blubberst. Ohne Tito wäre Serbien ein russischer Gulag :mrgreen:
Nein, König Aleksandar war im Gegensatz zu Tito KEIN Massenmörder, sagt sogar dein heiß geliebtes KI:

Nein – Aleksandar I. Karađorđević kein „Massenmörder“.

Er war Diktator und für politische Repression, Verhaftungen und auch politische Morde verantwortlich bzw. mitverantwortlich, aber es gibt keinen seriösen historischen Beleg dafür, dass er Massenmorde im Sinne systematischer Tötungen großer Bevölkerungsgruppen angeordnet oder durchgeführt hätte.



Schachmatt, Kroate!


Nochmals, weil jemand sagt, dass es da nichts gab, sind die Bosniaken wahrscheinlich später vom Mars eingewandert. In deinem "Srbi svi i svuda"-Wahn sprichst du den Bosniaken ihre Existenz ab.

Nein, ich unterscheide lediglich zwischen der heutigen Situation und den damaligen Verhältnissen. Heute erkenne ich die Bosniaken selbstverständlich als eigenständiges Volk an. 1910 bzw. 1939 waren die Bosniaken jedoch noch keine eigenständige ethnische Nation im heutigen Sinne, da sich nicht wenige auch als Serben muslimischen sahen, wenige als Kroaten.


Kroatien trat der Habsburgermonarchie als historisches Königreich bei. Es besaß mit dem Sabor ein jahrhundertealtes Parlament und mit dem Ban ein eigenes Staatsoberhaupt. Das war keine willkürliche Provinz, sondern ein eigener staatsrechtlicher Körper.

Nein. Zunächst eroberte Ungarn Kroatien militärisch – zumindest große Teile des kroatischen Königreichs. Erst danach wurde 1102 die Personalunion mit Ungarn etabliert. Kroatien blieb zwar institutionell teilweise eigenständig, verschwand als eigenständiger Staat jedoch für rund 900 Jahre weitgehend von der politischen Landkarte. 1918 befreite die serbische Armee die kroatischen Gebiete von der österreichisch-ungarischen Herrschaft, die dort – mit verschiedenen Unterbrechungen und Formen der Verwaltung – seit dem Mittelalter bestanden hatte.


Als 1918 das neue Königreich gegründet wurde, wurden diese historisch gewachsenen Finanz- und Verwaltungsstrukturen radikal rasiert. Stattdessen wurde alles zentralistisch nach Belgrad verlagert. Kroatische Steuergelder flossen nun dorthin.
Da du anscheinend absolut keine Ahnung hast, die Banovina unter Aleksandar den Massenmörder wurden den Kroaten die jahrzehntelang erkämpften Rechte der Habsburgerzeit radikal entzogen. Während sie in Österreich-Ungarn als eigenständiges historisches Königreich anerkannt waren, verkamen sie unter Aleksandars Zentralismus ab 1929 zu bloßen Wasserträgern einer geografischen Provinz. Deswegen war der Ausgleich zu spät und wurde auch von der serbischen Elite nicht akzeptiert.
Und nochmal, bei der Banovina waren die Bosniake, von mir aus auch Muslime, die Leidtragenden. Und die serbische Armee kochte vor Wut.
Ach so, also war die Gründung der Banschaft Kroatien 1939 deiner Meinung nach plötzlich eine ideale Lösung? Auf der anderen Seite behauptest du, die Banschaft sei unfair und historisch ungerecht gewesen. Haha. Egal, was man dir entgegenhält – in deinem antiserbischen Wahn bemerkst du offenbar nicht einmal, wie sehr du dir selbst widersprichst.



Dieser aufgestaute Frust der Armee entlud sich schließlich im März 1941. Als die Belgrader Regierung unter dem Druck Hitlers auch noch den Dreimächtepakt mit den Achsenmächten unterschrieb, riss den serbischen Offizieren der Geduldsfaden.
Wie allseits bekann putschte das Militär unter Simovic erfolgreich, jagte den Prinzregenten davon und setzte den jungen Petar II. ein. Dieser Staatsstreich war nicht nur gegen Hitler gerichtet, sondern auch ein Ventil für den tiefen Zorn der serbischen Elite über die Zugeständnisse an die Kroaten von 1939. Er besiegelte das Schicksal Jugoslawiens, da Hitler nur Tage später die totale Zerschlagung des Landes befahl.

Ja, den Beitritt zum Dreimächtepakt 1941 kann man durchaus als Ausdruck der Panik und des enormen außenpolitischen Drucks auf Prinzregent Pavle betrachten – und nicht mit dem Zustandekommen der Banschaft Kroatien 1939 gleichsetzen.


Der entscheidende Unterschied: Der Pakt wurde nur wenige Tage später durch den Militärputsch vom 27. März 1941 faktisch wieder beseitigt, getragen von Teilen der Armee und mit breiter Unterstützung in der serbischen Bevölkerung. Auch der serbisch-orthodoxe Patriarchat stand dem Putsch positiv gegenüber.


Mit der Banschaft Kroatien hatte diese Entwicklung allerdings nur wenig zu tun. Serbien hatte traditionell enge politische und militärische Beziehungen zu Frankreich, während die unmittelbare Ursache der Krise 1941 vor allem die deutsche Expansion auf dem Balkan und der enorme Druck Berlins war. Die Banschaft von 1939 war dagegen ein innenpolitischer Kompromiss zur Lösung des kroatisch-serbischen Konflikts innerhalb Jugoslawiens.


Du kapierst es wirklich nicht, es sind 2 verschieden paar Schuhe zwischen der Banovina bis 1939 und ab 1939-1941. Der Massenmörder hat mit seinen Speichelleckern spätestens 1929 alles verspielt.

Wenn die Banschaft Kroatien für dich 1939 keine faire Lösung war, weil dabei auch Gebiete mit muslimischer und serbischer Bevölkerung einbezogen wurden – welche Lösung wäre damals deiner Meinung nach überhaupt realistisch und gerecht gewesen? Eine kleinere kroatische Banschaft nach ethnischen Grenzen?




Aleksandar und das serbische Militär hat zuviel zerschlagen um überhaupt noch was zu kitten.
Nochmal! Was wäre deiner Meinung nach die ideale Lösung gewesen, wenn ein zentralistischer Staat nicht funktioniert und die Banschaft Kroatien gleichzeitig unfair gewesen sein soll?
 
Nein, König Aleksandar war im Gegensatz zu Tito KEIN Massenmörder, sagt sogar dein heiß geliebtes KI:

Nein – Aleksandar I. Karađorđević kein „Massenmörder“.

Er war Diktator und für politische Repression, Verhaftungen und auch politische Morde verantwortlich bzw. mitverantwortlich, aber es gibt keinen seriösen historischen Beleg dafür, dass er Massenmorde im Sinne systematischer Tötungen großer Bevölkerungsgruppen angeordnet oder durchgeführt hätte.
Na selbstverständlich ist er einer. Er trug die Verantwortung an den Massakern an der albanischen Bevölkerung 1912/1913. In den Haag wäre er als Kriegsverbrecher verurteilt worden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und viele Historiker reihen ihn als Massenmörder ein

Schachmatt, Kroate!

Schachmatt Serbe, Fan von Massenmördern und Kriegsverbrechern.

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Nein, ich unterscheide lediglich zwischen der heutigen Situation und den damaligen Verhältnissen. Heute erkenne ich die Bosniaken selbstverständlich als eigenständiges Volk an. 1910 bzw. 1939 waren die Bosniaken jedoch noch keine eigenständige ethnische Nation im heutigen Sinne, da sich nicht wenige auch als Serben muslimischen sahen, wenige als Kroaten.

Nein, wie beschrieben.

Nein. Zunächst eroberte Ungarn Kroatien militärisch – zumindest große Teile des kroatischen Königreichs. Erst danach wurde 1102 die Personalunion mit Ungarn etabliert. Kroatien blieb zwar institutionell teilweise eigenständig, verschwand als eigenständiger Staat jedoch für rund 900 Jahre weitgehend von der politischen Landkarte. 1918 befreite die serbische Armee die kroatischen Gebiete von der österreichisch-ungarischen Herrschaft, die dort – mit verschiedenen Unterbrechungen und Formen der Verwaltung – seit dem Mittelalter bestanden hatte.

Ja, und? Also nicht komplett besiegt, Kroatien erlitt zwar verheerende militärische Einzelniederlagen und verlor riesige Gebiete, aber die staatsrechtliche Kontinuität und Institutionen wie der Sabor wurden über die Jahrhunderte hinweg nie komplett ausgelöscht. Das unterscheidet die kroatische Geschichte fundamental von anderen Balkanstaaten wie Serbien oder Bulgarien, deren mittelalterliche Königreiche von den Osmanen über Jahrhunderte hinweg vollständig von der Landkarte getilgt wurden. Es gab eine Personalunion mit Ungarn und nein, 1918 war keine Befreiung, das kroatische Volk wurde nicht befragt. Es war ein machtpolitischer Akt, der die Grundlage für die schweren inneren Konflikte des späteren Jugoslawiens legte. Und Serbien verschwand für 350 oder 420 Jahre von der Landkarte. Du willst es nicht kapieren.

Wenn die Banschaft Kroatien für dich 1939 keine faire Lösung war, weil dabei auch Gebiete mit muslimischer und serbischer Bevölkerung einbezogen wurden – welche Lösung wäre damals deiner Meinung nach überhaupt realistisch und gerecht gewesen? Eine kleinere kroatische Banschaft nach ethnischen Grenzen?

Mal abgesehen davon, dass man die Bosniaken nicht berücksichtigte, es geht um die Banovina davor, da kannst du noch so viel Blödsinn verzapfen. Es geht nicht was wäre wenn, gewesen, es war nicht so.
Vor allem hat man es von serbischer Seite verabsäumt alle Völker, Ethnien, Religionsgemeinschaften gleich und auf Augenhöhe zu behandeln, das wäre hilfreich gewesen. Gleichen Schei versuchte Milosevic, das geht nicht.

Ja, den Beitritt zum Dreimächtepakt 1941 kann man durchaus als Ausdruck der Panik und des enormen außenpolitischen Drucks auf Prinzregent Pavle betrachten – und nicht mit dem Zustandekommen der Banschaft Kroatien 1939 gleichsetzen.

Die ist Zustande gekommen, wie oft noch, nur viel zu spät und eben unter nicht Berücksichtigung der Bosniaken.

Ich habe auch eine Karte

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Da ging Dalmatien bis Sutomore, also unterhalb Budva und Slawonien bis beinahe Belgrad.
 

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