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News aus Südafrika

Südafrikanische Bewegung March and March fordert mehr Härte gegen Migranten
Bei einer Kundgebung in Kapstadt blieb der große Protest zwar aus. Doch die Spannungen im Land wachsen

Bis zu 500 Demonstranten hatten die Organisatoren der südafrikanischen Bewegung March and March für ihren Protest gegen undokumentierte Migranten an Kapstadts Promenade angekündigt. Die Polizei ist entsprechend mit zwölf, teils gepanzerten Einsatzfahrzeugen angerückt. Doch als die Kundgebung um 9 Uhr beginnen soll, sind nicht einmal die Organisatoren da.

Letztlich finden sich doch noch 37 Aktivisten ein, die mit Megafon und Sprechchören gegen illegal eingereiste Migranten mobilisieren. Die Organisation, die ein härteres Vorgehen gegen illegale Einwanderung fordert, hat der Regierung ein Ultimatum bis zum 30. Juni gestellt. Nach ihren Vorstellungen sollen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere das Land bis dahin verlassen oder abgeschoben werden. Gemeint sind dabei vor allem Migranten aus anderen afrikanischen Ländern wie Simbabwe oder Nigeria.

 
Proteste: Über 150.000 Menschen verließen Südafrika
Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben in den vergangenen zwei Monaten mehr als 160.000 Ausländerinnen und Ausländer Südafrika verlassen.

Die meisten von ihnen stammten aus Simbabwe und Malawi, wie gestern aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage der Angaben ausländischer Regierungen hervorging. Auch Staatsangehörige aus Ghana, Kenia, Lesotho, Mosambik, Nigeria und Uganda hätten in großer Zahl Südafrika verlassen.

Landesweite Proteste
Im Juni hatte es in Südafrika landesweit verstärkt ausländerfeindliche Demonstrationen gegeben, deren Teilnehmer die Ausweisung von irregulären Migranten bis zum 30. Juni verlangten. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet. Begonnen hatten die Proteste bereits im vergangenen Jahr, ihre Organisatoren wollen bis zu den Regionalwahlen im November weitermachen.

Südafrika ist eines der wohlhabendsten Länder des Kontinents und zieht viele Arbeitsmigranten an, während es selbst mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent und hohen Verbrechenszahlen zu kämpfen hat.

 
Bedrohte Migranten in Südafrika: Ausharren, solange es geht
Rund 200.000 Menschen haben das Land infolge der jüngsten fremdenfeindlichen Gewaltwelle verlassen. Wie aber ergeht es denjenigen, die bleiben?

Donnerstags schließt Enock Nyirenda immer seinen Laden. Denn dann zieht die Bürgerbewegung "March and March" durch das Johannesburger Township Diepsloot und fordert Migranten wie ihn auf, Südafrika zu verlassen. Nyirenda möchte nicht erleben, wie die Demonstranten vor seinem Geschäft stehen und es verwüsten. Oder Schlimmeres.

Der 34-Jährige verkauft Nahrungsergänzungsmittel, die Fläschchen und Packungen stehen ordentlich in den Regalen. Ein chinesisches Unternehmen liefert die Produkte, Nyirenda berät Kunden und wirbt neue an, mal im Geschäft, mal zieht er von Tür zu Tür. Früher seien Menschen selbst aus anderen Provinzen zum Einkauf gekommen, sagt er. In guten Monaten habe sein Geschäft 30.000 Rand eingebracht, rund 1450 Euro.

Doch nun kommen kaum noch Kunden. Viele seien selbst Migranten und hätten Angst, sich im Township zu bewegen. Nyirenda wagt sich ebenfalls seltener hinaus. "Wenn man zu den Menschen geht, können sie sagen: Du bist ein Ausländer, was machst du hier?" Der Umsatz ist eingebrochen, die monatliche Ladenmiete von umgerechnet rund 100 Euro wird zum Problem.

 
Unterstützer der südafrikanischen Regierung vermuten, dass Geheimdienste oder Netzwerke aus dem globalen Norden Geld in diese radikalen Gruppen pumpen. Das Ziel wäre, Südafrika im Inneren so sehr im Chaos versinken zu lassen (durch brennende Viertel und Unruhen), dass das Land international an moralischer Glaubwürdigkeit verliert und seine geopolitische Kraft verliert, um Prozesse wie die IGH-Klage gegen Israel weiterzuführen.

Und wieder der Puppenspieler
 
Unterstützer der südafrikanischen Regierung vermuten, dass Geheimdienste oder Netzwerke aus dem globalen Norden Geld in diese radikalen Gruppen pumpen. Das Ziel wäre, Südafrika im Inneren so sehr im Chaos versinken zu lassen (durch brennende Viertel und Unruhen), dass das Land international an moralischer Glaubwürdigkeit verliert und seine geopolitische Kraft verliert, um Prozesse wie die IGH-Klage gegen Israel weiterzuführen.
Stimmt, es ist absolut unvorstellbar, dass hausgemachte Probleme wie Korruption und wirtschaftliche Krisen zu Unruhen führen. Es MUSS ein Hollywood-reifer Geheimdienst-Thriller dahinterstecken.
Praktisch, wenn man die eigenen Probleme nicht in den Griff bekommt, schiebt man einfach dem Westen die Schuld in die Schuhe. Verschwörungsmythen sind eben billiger als echte Reformen. Natürlich. Der Globale Norden hat auch nichts Besseres zu tun, als jede Mülltonne in Südafrika persönlich anzuzünden, nur um geopolitische Schachzüge zu spielen

Und wieder der Puppenspieler

Ahja, der ewige Puppenspieler. Das ultimative Schweizer Taschenmesser für jede politische Argumentation, wenn man keine echten Beweise hat. Immer wieder faszinierend, wie der Westen gleichzeitig als schwach und im Niedergang begriffen dargestellt wird, aber mächtig genug sein soll, um im Alleingang das Chaos auf der halben Welt per Knopfdruck zu steuern.
Sorry, ich vergesse ab und zu, dass du ein Erdogan-Liebhaber bist :mrgreen:
 
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