Ja, schon,
https://balkanforum.info/threads/nazi-kollaboration-in-serbien-wurde-als-judenfrei-erklärt.11316/
Aber zu behaupten, das serbische und israelische Volk seien "schon immer befreundet“ gewesen, ist historisch genauso falsch wie die Behauptung, alle Kroaten seien wegen Tito und den Partisanen schon immer Freunde der Juden gewesen, sogar unter Pavelic gab es einige jüdische Generäle. In beiden Völkern (Serben-Kroaten) gab es während des Zweiten Weltkriegs tiefe Spaltungen zwischen brutalen faschistischen Kollaborateuren und jenen, die im antifaschistischen Widerstand ihr Leben riskierten. Schon klar, dass die Cetniks nicht so die Möglichkeiten hatten wie die Ustascha, es ändert leider absolut nichts an deren ähnlichen Ideologien.
Stepinac half verfolgten Juden direkt, indem er Scheintaufen und gefälschte Papiere organisierte, jüdische Kinder auf Kirchengrundstücken versteckte und vehement jüdische Partner in Mischehen sowie deren Kinder vor der Deportation schützte. In Predigten ab 1942 verurteilte er die Nürnberger Rassegesetze öffentlich, was aber nichts an seiner Schuld ändert, dass Ustascha-Regime Anfangs unterstützt zu haben.
Auch wenn ich mich widerhole, Völkerrechtlich gibt es keinen Unterschied beim Schutz von Zivilisten. (Politische) Sympathien oder die Unterstützung einer tyrannischen Führung heben den völkerrechtlichen Schutzstatus von Zivilpersonen niemals auf und rechtfertigen keine Kollektivstrafen. Zudem greift dein Argument zu kurz, da auch auf israelischer Seite extremistische Siedlerbewegungen und ultranationalistische Kräfte maßgeblichen politischen Einfluss bis in die Regierung hinein genießen.