EU will Fachkräfte vom Balkan: Neue Job-Plattform geplant
Die EU will den Fachkräftemangel mit einer digitalen Plattform bekämpfen – doch der Plan hat eine Kehrseite, die vor allem den Westbalkan treffen könnte.
Das Europäische Parlament hat grünes Licht für die Einrichtung einer neuen digitalen Vermittlungsplattform gegeben, die Arbeitgeber aus EU-Mitgliedstaaten mit Arbeitskräften aus Drittstaaten zusammenbringen soll. Unter dem Namen EU Talent Pool soll das System gezielt dort Abhilfe schaffen, wo europäische Unternehmen händeringend nach Personal suchen. Die Abstimmung fiel deutlich aus: 414 Abgeordnete stimmten dafür, 182 dagegen, 21 enthielten sich.
Dennoch regt sich Widerstand – ein Teil des Parlaments befürchtet, dass die Plattform die Zuwanderung in die EU weiter ankurbeln könnte, was in zahlreichen Mitgliedstaaten ohnehin schon politisch heiß diskutiert wird. Andere Stimmen warnen vor dem sogenannten Braindrain: Qualifizierte Fachkräfte könnten aus Ländern abwandern, die selbst unter Personalmangel leiden – etwa medizinisches Personal vom Westbalkan oder aus afrikanischen Staaten.
Digitales Matching-System
Technisch funktioniert die Plattform als zentrale Online-Schnittstelle: Unternehmen aus EU-Ländern können offene Stellen inserieren, während Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten Profile mit Angaben zu Ausbildung, Berufserfahrung, Kompetenzen und Sprachkenntnissen anlegen. Ein digitales Matching-System soll Angebot und Nachfrage auf Basis der jeweiligen Arbeitsmarktbedürfnisse zusammenführen. Die Nutzung ist für beide Seiten kostenlos, die Teilnahme der Mitgliedstaaten bleibt freiwillig.
Wichtig dabei: Weder eine Registrierung noch eine Auswahl über die Plattform ersetzt das reguläre nationale Verfahren zur Erlangung eines Arbeitsvisums oder einer Aufenthaltsgenehmigung. Wer über den EU Talent Pool eine Stelle findet, muss den üblichen Behördenweg im jeweiligen Zielland trotzdem gehen.
www.kosmo.at
Die EU will den Fachkräftemangel mit einer digitalen Plattform bekämpfen – doch der Plan hat eine Kehrseite, die vor allem den Westbalkan treffen könnte.
Das Europäische Parlament hat grünes Licht für die Einrichtung einer neuen digitalen Vermittlungsplattform gegeben, die Arbeitgeber aus EU-Mitgliedstaaten mit Arbeitskräften aus Drittstaaten zusammenbringen soll. Unter dem Namen EU Talent Pool soll das System gezielt dort Abhilfe schaffen, wo europäische Unternehmen händeringend nach Personal suchen. Die Abstimmung fiel deutlich aus: 414 Abgeordnete stimmten dafür, 182 dagegen, 21 enthielten sich.
Dennoch regt sich Widerstand – ein Teil des Parlaments befürchtet, dass die Plattform die Zuwanderung in die EU weiter ankurbeln könnte, was in zahlreichen Mitgliedstaaten ohnehin schon politisch heiß diskutiert wird. Andere Stimmen warnen vor dem sogenannten Braindrain: Qualifizierte Fachkräfte könnten aus Ländern abwandern, die selbst unter Personalmangel leiden – etwa medizinisches Personal vom Westbalkan oder aus afrikanischen Staaten.
Digitales Matching-System
Technisch funktioniert die Plattform als zentrale Online-Schnittstelle: Unternehmen aus EU-Ländern können offene Stellen inserieren, während Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten Profile mit Angaben zu Ausbildung, Berufserfahrung, Kompetenzen und Sprachkenntnissen anlegen. Ein digitales Matching-System soll Angebot und Nachfrage auf Basis der jeweiligen Arbeitsmarktbedürfnisse zusammenführen. Die Nutzung ist für beide Seiten kostenlos, die Teilnahme der Mitgliedstaaten bleibt freiwillig.
Wichtig dabei: Weder eine Registrierung noch eine Auswahl über die Plattform ersetzt das reguläre nationale Verfahren zur Erlangung eines Arbeitsvisums oder einer Aufenthaltsgenehmigung. Wer über den EU Talent Pool eine Stelle findet, muss den üblichen Behördenweg im jeweiligen Zielland trotzdem gehen.
EU will Fachkräfte vom Balkan: Neue Job-Plattform geplant
Der EU Talent Pool bringt gezielt Fachkräfte aus Drittstaaten mit Unternehmen in Europa zusammen und will so dem Arbeitskräftemangel begegnen – inklusive Chancen und möglichen Risiken für Herkunfts- und Zielländer.
