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Ägypten News

Bei solchen Dingen sollte vielleicht Abstimmungspflicht bestehen. Ich habe das Gefühl die Ägypter wissen noch gar nicht so recht mit Demokratie umzugehen bzw. dass eine gewisse Lethargie herrscht weil sie Jahrzehntelang überhaupt nichts zu melden hatten.

Na gut, eine Pflicht daraus machen wird man wohl kaum können.

Ich glaube auch wenn es anders ausgegangen währe, dann hätten wir heute trotzdem durch manipulation der Muslimbrüder dasselbe Ergebnis. Die sind sowieso nicht ganz koscher.
 
Jetzt sind die frei von Russen und Amis und Israel bekommt ein weiteres Problem. Die Muslimbrüder sind nicht nur in Agypten aktiv sondern in allen arabischen Ländern, da diese einen Arabischen Staat anstreben und das nicht nur in zwei Ländern. Das schmeckt den Amis gar nicht daher freue ich mich so sehr darüber!

Es ist aber keine Sharia sondern nur stark angelehnt, da die sonst nicht die Mehrheit bekommen hätten aber das wissen hier die meisten schon, da Ihre Quellen die CPU-Blätter sind.

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Bei solchen Dingen sollte vielleicht Abstimmungspflicht bestehen. Ich habe das Gefühl die Ägypter wissen noch gar nicht so recht mit Demokratie umzugehen bzw. dass eine gewisse Lethargie herrscht weil sie Jahrzehntelang überhaupt nichts zu melden hatten.
Demokratie ist also, wenn ein Diktator an der Macht ist und das Volk unterdrückt, da der Westen Ihn gerne hat. Die fliegen alle raus, von Algerien bis nach Syrien müssen alle gehen und das Volk entscheidet.
 
Hier seine erste Rede:

Präsident Mursi kündigt Kampf gegen Wirtschaftskrise an
Neue Verfassung, neue Republik: In seiner ersten Rede nach dem heftig umstrittenen Referendum hat Ägyptens Präsident Mohammed Mursi Änderungen angekündigt. Das Kabinett soll neu aufgestellt und die Wirtschaftsmisere bekämpft werden - dabei sollen auch ausländische Investoren helfen.

[...]

Knapp 64 Prozent hatten amtlichen Angaben zufolge für die Verfassung votiert - allerdings lag die Wahlbeteiligung bei unter 33 Prozent. Die Opposition hatte nach dem Referendum angekündigt, ihren Kampf gegen die Verfassung fortzusetzen. Der Verfassungsentwurf bezeichnet unter anderem die "Prinzipien der
Scharia" als die "wichtigste Quelle der Gesetzgebung".

Ägypten nach Verfassungsreferendum: Mursi will Wirtschaft ankurbeln - SPIEGEL ONLINE
 
Um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, sollten vielleicht die Muslimbrüder mit Teilen der Opposition, z.B. El Baradei und Amr Musa, eine Koalitionsregierung bilden. Die linken Teilen der Opposition (auch die Nasseristen, nehmen wir mal an, dass sie noch was Sozialististes haben) sollten aber lieber dieser Regierung nicht beitreten. Das IWF kommt, und mit ihm auch die harten Maßnahmen. Es muss eine Opposition geben, die glaubwürdig dagegen kämpfen kann und die Proteststimmen ernten, sonst gehen diese zu Salafisten.

Das wäre ein gutes Szenario, ich glaube aber nicht, dass es dazu kommt.. Viel Hass wird in beiden Seiten gesammelt..


Egypt's Referendum Clears 1st Round, But Critics Seek Re Vote After Charges of Rigged Polls - YouTube
 
Ägyptens Jugend wird sich gegen Euch erheben!





Unser Autor hatte Ägypten, sein Land, aufgegeben.
Doch die Revolution der Jugend auf dem Tahrir-Platz weckte Hoffnung.
Nun haben die Muslimbrüder die Macht an sich gerissen
. Von Hamed Abdel-Samad

EGYPTIAN-PROTESTERS-GATHER-FOR-A-DEMONSTRATION-AT-TAHRIR-SQUARE.jpg

Foto: picture alliance / landov Die ägyptische Jugend auf dem Tahrirplatz fordert Gleichberechtigung, Respekt, Freiheit und Verantwortung und demonstriert gegen die Unterwanderung der Demokratie durch die Muslimbrüder


Als junger Student in Ägypten war ich Anfang der 90er-Jahre von Euch begeistert. Ich hatte keine andere Wahl, denn ich kam vom Land in die Hauptstadt Kairo und war sehr verunsichert. Fremd im eigenen Lande, war ich auf der Suche nach Halt, Gemeinschaft und Anerkennung. Eure Vereinigung erfüllte das soziale und emotionale Vakuum in mir.

Ihr habt mir versprochen, eine radikale Veränderung in Ägypten herbeizuführen und die islamische Welt von Marokko bis Indonesien unter der Flagge des Propheten zu vereinen. Ihr habt mich in eine Gemeinschaft integriert, die mit mir als Soldat Gottes respektvoll umging. Mir gefiel, wie Ihr Euch um die Armen und Schwachen gekümmert habt.

Die Bruderschaft hat die Armut verwaltet


Überall im Lande besuchte ich als angehendes Mitglied Eure geheimen Camps, wo man Seminare und Körpertraining durchführte. In Eurem Utopia suchte ich Zuflucht vor dem Land, das mich verkannte.
Doch nach zwei Jahren sah ich weder in Ägypten noch in der Bruderschaft selbst den Hauch einer Veränderung. Ihr habt nur mit den Ängsten der Menschen gespielt. Ich sah, wie Eure karitativen Einrichtungen die Armut nicht bekämpft, sondern nur clever verwaltet haben.


Ihr habt dafür gesorgt, dass die Armen arm blieben und Euch dadurch ihre Gefolgschaft gesichert. Dem Regime von Mubarak wart Ihr zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Es ließ Euch die Nische für Eure Organisationen.

Zweite Chance für Ägypten


Irgendwann ließ ich Euch hinter mir, denn ich glaubte nicht mehr an eine Veränderung in Ägypten. Ich floh nach Deutschland, weil ich Europäer werden wollte. Ich brach fast alle Verbindungen nach Ägypten ab und wartete nur noch darauf, dass die tickende Zeitbombe am Nil irgendwann explodieren würde. Ich wartete auf den Untergang.
16 Jahre später, kurz vor meinem 40. Geburtstag, bekam ich eine Einladung auf Facebook, um an der "ägyptischen Revolution" am 25. Januar 2011 teilzunehmen. Anfangs machte ich mich über diese Facebook-Jugend lustig, die wie in einem Video-Game Revolution spielte. Doch die Einladung weckte meine alten Träume.
Als ich meine Flugtickets online buchte, sagte ich mir: "Gib Ägypten noch eine Chance!" Ich wusste nicht, dass es Ägypten war, das mir eine zweite Chance bieten würde.

Keine Muslimbrüder auf dem Tahrirplatz


Ich war überrascht, als ich Hunderttausende junger Frauen und Männer auf den Straßen sah, die für Freiheit und Menschenwürde demonstrierten. Eine Generation, die ich nicht kannte, erhob sich, um gegen die Politik des Stillstands zu protestieren. Eine Generation, die nicht wie Ihr jahrelang in geheimen Lagern über Selbstopferung gesprochen und sich dann im entscheidenden Moment versteckt hatte.
Auf dem Weg zum Tahrirplatz sah ich nämlich Studenten, Arbeiter, Fußballfans und Bauern, aber keine Muslimbrüder. Ihr kamt erst, als Mubaraks Tage gezählt waren. Es war mir eine Ehre, mit dieser Jugend zu demonstrieren und mit ihr zwei Wochen auf dem Tahrirplatz zu verbringen.
In diesem zweiwöchigen Lager feierte ich meinen Geburtstag und die Geburt eines neuen Ägyptens. In diesen zwei Wochen haben wir geschafft, was Ihr in 83 Jahren seit der Gründung der Brüderschaft nicht geschafft habt. Auf dem Platz der Befreiung erlebte ich das Land meiner Träume: Gleichberechtigung, Respekt, Freiheit und Verantwortung.

Von Macht besessen


Ihr seid zu spät zum Tahrir gekommen. Dennoch haben wir Euch willkommen geheißen und mit Euch unser Brot und unsere Decken geteilt. Ich dachte, dass Ihr die Lehren aus der Vergangenheit gezogen habt und Euch nun auf die Seite des Volkes stellt.
Doch wenige Tage nach dem Sturz Mubaraks habt Ihr Euch mit dem Militärrat gegen die revolutionäre Jugend verbündet. Ein Referendum nach dem anderen sollte Euch die Legitimität bescheren. Den Kampf um Freiheit habt Ihr gegen eine Abstimmung über Himmel und Hölle ausgetauscht. Wer auf Eurer Seite war, war der wahre Muslim. Wer Eure Pläne infrage stellte, war ein ungläubiger Verräter.
Jedes Mal wart Ihr von Euren Mehrheiten berauscht. Wie Mubarak und seine Partei seid auch Ihr von der Macht besessen, hört nicht auf die Opposition und versucht alle Institutionen des Landes in rasantem Tempo unter Eure Kontrolle zu bringen. Die neue Verfassung des Landes habt Ihr in einer Nacht-und-Nebel-Aktion geschrieben und in einer gereizten Stimmung durchgepeitscht.

Der innere Zusammenprall der Kulturen


Herzlichen Glückwunsch, liebe Muslimbrüder. Ihr habt die Abstimmung über die neue Verfassung gewonnen und Euren Anhängern das ewige Paradies gesichert. Gegen Euch gingen zwar Hunderttausende Ägypter auf die Straße, aber Ihr sitzt fest im Sattel. Ihr habt Eure bewaffneten Milizen auf die Straße geschickt.
Ihr seid viele und fühlt Euch mächtig. Aber hier lauert die größte Gefahr für Euch. Ihr glaubt, Gott sei auf Eurer Seite und Eure Gegner seien nur die Feinde des Islam. Das entmenschlicht uns in Euren Augen und macht Gewalt gegen uns legitim.
Nun herrscht auf den Straßen Kairos der innere Zusammenprall der Kulturen, und dieser Kampf könnte Ägypten ins politische Chaos stürzen. Touristen bleiben dem Land fern, inländische und ausländische Investoren ergreifen die Flucht.
Mit der friedlichen Facebook-Jugend wolltet Ihr nicht reden, aber wie werdet Ihr mit der hungrigen, arbeitslosen Jugend umgehen, die sich irgendwann gegen Euch erheben wird? Diese Jugend kann keine Scharia essen. Sie will Arbeit und sie will Brot, und sie wird nicht friedlich demonstrieren.

Was die Scharia für Ägypten bedeutet


Ihr seid durch demokratische Wahlen an die Macht gekommen, aber Ihr nutzt die demokratischen Spielregeln nun als Trojanisches Pferd, um die Demokratie von innen zu unterwandern.
Mit Artikel II der neuen ägyptischen Verfassung soll die Scharia als Grundlage für die Gesetzgebung gelten. Dies würde bedeuten, dass die Geistlichen, wie im Iran, die Macht über die Justiz erlangen und alle Gesetze auf Scharia-Festigkeit überprüfen können. Die Einführung der Scharia würde Alkoholverbot, totale Geschlechtertrennung, Badeverbot für Frauen und Zinsverbot bedeuten.
Für ein Land, das auf Tourismus und ausländische Investitionen angewiesen ist, wäre das das Ende.

Demokratie ist etwas anderes


Liebe Muslimbrüder, begreift endlich, dass Ägypten allen Ägyptern gehört: Muslimen, Kopten, Juden, Bahais oder Atheisten. Begreift, dass Demokratie etwas anderes als die Diktatur der Mehrheit ist.
Schaut, was die Vermischung von Religion und Staat aus dem Iran, dem Sudan, Afghanistan und Somalia gemacht hat. Ägypten hat dank Euch eine schlechte Verfassung und ist in schlechter Verfassung. Behaltet Eure Macht, aber macht auch Platz für andere, die mehr von Wirtschaft und Politik verstehen.
Dies ist keine Bitte einer geschlagenen Minderheit, denn wir sind stark und haben den längeren Atem. Zeit und die Geschichte sind auf unserer Seite. Wir wollen Euch nicht aus dem Land verjagen, aber wir dulden keine Bevormundung mehr.


Muslimbrüder : Ägyptens Jugend wird sich gegen Euch erheben! - Nachrichten Debatte - Kommentare - DIE WELT
 
25. Januar 2013 23:13
Zwei Jahre nach Revolution

Tote und Verletzte bei Protesten in Ägypten


Zum zweiten Jahrestag des Revolutionsbeginns kommt es in Ägypten zum Ausbruch von Gewalt. Landesweit protestieren Tausende Menschen gegen den islamistischen Präsidenten Mursi.
Von Sonja Zekri, Kairo


Mindestens neun Tote, Hunderte Verletzte und Proteste in vielen Städten des Landes: Am zweiten Jahrestag der Revolution sind die Spannungen in Ägypten eskaliert. Die Proteste richteten sich gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi und seine Muslimbrüder...

Tote und Verletzte bei Protesten in Ägypten - Politik - Süddeutsche.de



26. Januar 2013 13:05
Neue Gewalt in Ägypten

Tote und Verletzte nach Urteilsverkündung in Kairo


Im Prozess um die Fußballkrawalle im Stadion von Port Said im Februar 2012 spricht ein Gericht in Kairo das erste Urteil - und verhängt die Todesstrafe über 21 Menschen. Das Ereignis heizt die Situation im Land weiter an. In Kairo feierten die Angehörigen der Opfer die Entscheidung. In Port Said versuchen Angehörige der Verurteilten ein Gefängnis zu stürmen. Dabei werden mindestens 20 Menschen getötet, darunter zwei Polizisten...

Gewalt in Ägypten - Tote und Verletzte in Kairo - Politik - Süddeutsche.de


Schlimm, was da abgeht...
 
Ich hoffe noch, dass ein Bürgerkrieg vermieden werden kann. Keine Seite zeigt viel Kompromissbereitschaft, aber ich denke, die Opposition hat noch nicht so was wie eine Armee, und ich denke nicht, dass sie an einer militärischen Auseinandersetzung interessiert ist.
 
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