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Äthiopien-News

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Äthiopien wählt
Nobelpreisträger auf autokratischen Pfaden
Am Montag wählt Äthiopien ein neues Parlament, doch der Sieger steht eigentlich schon fest: die Wohlstandspartei von Premier Abiy Ahmed. Er ist seit 2018 Ministerpräsident, schon ein Jahr darauf wurde ihm für die Aussöhnung mit dem Nachbarstaat Eritrea der Friedensnobelpreis verliehen. Seitdem hat sich aber viel geändert: Der Tigray-Konflikt kostete 600.000 Menschenleben, und Ahmed agiert zunehmend autoritär.

Mit 135 Millionen Menschen ist Äthiopien nach Nigeria das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas. Schon jetzt hat Ahmeds Partei fast alle der 547 Parlamentssitze inne, daran werde sich kaum etwas ändern, berichtete CNN. Denn auch wenn die Regierung beteuert, die Wahl sei frei und gerecht, so spricht einiges dagegen. So wird etwa in einigen Landesteilen nicht gewählt.

Ahmed trat schon als Teenager der Demokratischen Organisation des Oromovolkes (OPDO) bei, er studierte unter anderem in Großbritannien und Südafrika. Politisch machte er sich schnell als Konfliktvermittler einen Namen. 2018 wurde er zunächst OPDO-Chef, danach auch Vorsitzender des Bündnisses Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker (EPRDF) und gewann als solcher auch die Wahl zum Ministerpräsidenten.

 
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