Also nochmal, es wuerde mir sicherlich nicht darum gehen, was andere Leute dazu denken. Wenn irgendwann mal mein Sohn zu mir kommt und sagt, "du Papa ich werd Schauspieler, weil ich find den Tom Hanks so toll", dann schrillen bei mir genau so die Alarmglocken. Die meisten Schauspieler stehen im Abseits, sind arm, alkoholiker, koennen fuer ihren Lebensunterhalt kaum aufkommen und werden nicht richtig ernst genommen. Ich wuerde mir dann auch Sorgen um ihn machen. Es geht wirklich allein darum, dass ich mein Kind nicht in Gefahr sehen moechte, nicht darum was andere denken.
Schreibe es der Vorsicht wegen nochmal auf:
Ich respektiere eine Hure 100% genau so wie einen Lehrer, einen Bullen, einen Baecker, einen Gebaeudereiniger, einen Schauspieler, einen Handwerker usw. Im Grunde genommen sollte mein Kind (wie jeder andere Mensch auch) den Beruf lernen und machen, den er/sie wirklich gerne machen moechte. Mir wird nicht viel uebrig bleiben, als dies zu respektieren und mein Kind da zu helfen wo ich helfen kann. Letzten Endes habe ich da nichts zu entscheiden...
Ich meine du interpretierst da etwas zu arg hinein und reitest vorwiegend auf dieser "was waere wenn deine kinder" und "wuerdest du eine...heiraten" Nummer herum.
Vorweg: ich weiß nicht wie nachvollziehbar mein Text für andere ist, ich weiß ja was ich sagen wollte, ich weiß leider ncht ob auch gut rüberkommt was ich eben sagen will. Aber etwas Kritik: Teilweise sprichst du Sachen an wo ich es so gar nicht dargestellt und unterstellt mir quasi eine bestimmte Meinung. Versuch einfach mal von vorne herein nicht "ablehndend bzw. er sieht es so" Ansicht zu lesen....... Aber gut... nun zu den einzelnen Punkten
Zu dem letzten(markierten Satz): Eben nicht, ich interpretiere da nichts rein. Ich sage kanz klar das bei mir da eine Wendung statt findet bzw. eine neue "Ebene" beginnt. Eine Prostituierte (ich kürze ab jetzt mit PST ab) in der Gesellschaft und als Mensch (als Solcher, vom Wert her) akzeptiere ich sie auch volkommen. ich hätte keine Probleme mit einer PST Nachbarin, guten Freundin (nicht Partnerin) etc.
Ich könnte eben genau das gleiche sagen wie du und es hätte volle Gültigkeit bis es eben um mich persönlich ginge, also im Bezug auf meine Frau.
Das wegen spreche ich eben genau dieen Punkt an. Weil hier bei mir (persönlich) die Wende beginnt.
Und es ist meiner Meinung nach unehrlich zu sagen: "Ich respektiere etwas zu 100%", wenn ich aber eben nicht mit einer PST selber zusammen sein könnte.
Zu den Kindern.
Du weichst mir hier zu schnell auf "Wenn sie es mal wünscht". Da sage ich nichts anderes. Sollte es meine Tochter mal machen, werde ich sie bestimmt nicht abstoßen.
Aber hier muss ich ganz klar sagen das ich meiner 17. jährigen Tochter welche vielelicht gerade kein Job findet nicht sagen würde: "Hej bist ja eigentlich ganz hübsch, könntest bestimmt als PST gutes Geld machen"
Und zwar nicht nur wegen der Sicherheit, sondern, wie gesagt, weil ich selber mit einer PST nicht verheiratet sein könnte. Also könnte ich es meiner Tochter nicht so verkaufen als wäre es ein total normaler Job denn ich wie alle anderen achte aber gleichzeitig ihr sagen. "ich wäre nicht mit deiner Mutter zusammen wenn sie eine PST wäre"
DAS wäre Doppelmoral!
Allgemein bei der Erziehung. k.A. deine 5 jährige Tochter kommt aus dem Kindergarten und sagt und sagt. "Pappi heute wollte mich so ein junge küssen" sagst du ihr dann: "Ach lass ihn verlang aber 5 € pro Kuss" :mrgree:
Oder der junge mir 5€ gekommen wäre und ein Kuss dafür verlangt hätte hättest ihr gesagt sie soll es annehmen?
Gut die Beispiele sind vielleicht nicht ganz korrekt. Aber verstehst du worauf ich hinaus möchte. Du prägst dein kind eben Ganz früh bevor es mal "wirklich selber" entscheidet. und hier stellt sich die Frage wie du sie erziehst.
Bringst du ihr bei das es was Intimes ist das man mit jemanden Teilt den man "mag" oder das dies was völlig normals wie mit andander im Sandkasten spielen ist.... weil wenn du hier nun sagst "Das tut man nicht mit jedem" ...wie kann man später dan was anderes verlangen?
Daher sage ich das es nur ehrlich ist wenn man tatsächlich 100% steht und es bei seiner Frau akzeptiert und auch seine Kinder von klein auf so erzieht.
Ausser eben man ist unehrlich. Erzieht zuerst seine Kinder so das man ihnen zu verstehen gibt das man nicht mit jedem herummachen soll und dies nicht einfach Geld tut aber eben später sie so erziehst das sie nichts gegen Menschen haben es eben doch tun und im Grunde denkst "Gott sei dank sind sie es nicht selber geworden".
Natürlich ist es gut sie so zu erziehen das sie nicht solche Menschen verurteilen aber trotzdem kann man hier meiner Meinung nach nicht von ehrlicher 100% Akzeptanz sprechen.
Da hat sich schon eine Menge getan, du solltest viel optimistischer sein.
Vor 30 Jahren waere eine Pornodarstellerin (ist nichts anderes als ne Hure) im TV niemlas zu einer halbwegs angesehenen Persoenlichkeit geworden.
Vor 30 Jahren haette eine Sibel Kekili kaum eine Chance gehabt noch mal die Kurve in der Kariereleiter zu bekommen.
In den USA sind Pornodarstellerinnen richtig gesellschaftstauglich geworden, das war alles mal anders. Ganz allgemein hat sich der Umgang mit Sexualitaet veraendert. Sexualitaet und die Kaeuflichkeit von Sex sind selbstverstaendlicher geworden.
Ich denke hier im Forum wird ein leicht rueckstaendiger Eindruck suggeriert, weil wenige aus groesseren Staedten kommen.
Die letzten Tage habe ich hier doch irgendwie die Provinz heraus gelesen. Ich weiss einfach, dass es schon einige Leute gibt, die da viel unverkrampfter mit umgehen und Prostitution selbstverstaendlich anerkennen. Zu dem was ich hier die letzten Tage so gelesen habe....
Man kann den Bauern aus dem Dorf holen.
Aber das Dorf kriegt niemand aus dem Bauern heraus...
Also du scheinst irgendwie von vorne bis hinten nicht verstanden zu haben worauf ich hinaus möchte.
Wenn ich sage ich "achte" den Beruf nicht wie alle anderen bezieht sich das nicht auf meine Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. Was eigentlich o aus dem Text hervorgeht.
Wie gesagt. Ich persönlich könnte es bei meiner Frau nicht akzeptieren. Hier ist bei mir der "Wendepunkt"
Für mich ist es aber eben nicht ehrlich wenn einer sagt ich akzeptiere und respektiere es zu 100% wenn er es eben nicht auch bei seiner Frau akzeptiert und auch seine Kinder nach dem erzieht. Daher sprach ich dich eben auf diesen Punkt an.
Denn gegen die Gesellschaftliche Verurteulung habe ich mich selber ausgesprochen. Ich nehme mir gar nicht das Recht Menschen in irgendeiner weise zu verurteilen die dies machen. Und finde auch das dies keiner machen darf.
Ich nehme mir nur das recht zu sagen das ich mit einer Frau die das macht nicht zusammen sein könnte und sie auch nicht heiraten könnte.
Da sprach ich eben von der 2. Teilung (überlesen oder nicht verstanden?).
Da ist keine Doppelmoral sondern Ehrlichkeit.
Solange ich eben nicht persönlich betroffen bin, spielt es für mich auch keine Rolle. Da gehts mir wie auch bei vielen anderen Sachen. Ich selber stehe auch nicht auf Sadomaso, solange alles einvernehmlich passiert sehe ich
überhaupt kein Recht bei mir dies zu verurteilen.
Ich neheme mir nur das Recht eben zu sagen das ICH es nicht machen möchte.
Und ich finde es dann nicht ok wenn einer kommen würde und sagt: "Du bist so unaufgeschlossen und intolerant"
Also nach dem Prinzip: Als torenater und aufgeschlosserner Mensch müsste ich es gut finden.
So ähnlich sehe ich gerade die Argumentation in diesem Fall. Als ob es falsch von mir wär,e Probelme damit zu haben das meine Frau täglich mit mehreren anderen Männern schläft.
Auch da ist schon ne Menge am Laufen. Im Forum kriegt man das vielleicht nicht mit, weil 20jaehrige oder Teenies einfach nicht die noetige Erfahrung haben. Lass die mal 20 Jahre versuchen ihr Glueck allein mit einer Person zu finden und dann sieht man ja, wieviele noch an 2 sich Liebende glauben.
Unsere Generation besteht zu einem grossen Teil aus Scheidungskindern. Heute kommt kaum jemand mehr allein mit einem Partner aus. Dieses Bild, welches uns die Kriche ueber so lange Zeit (auch mit Gewalt) eingetrichtert hat, broeckelt gewaltig, vielleicht weil es gar nicht den wahren Beduerfnissen aller Menschen entspricht...
Auch hier hast die meiner Meinung nach nicht richtig getroffen.
Aber zuerst zu dem :
"
weil es gar nicht den wahren Beduerfnissen aller Menschen entspricht"
ja habe ich denn je was anderes behauptet? gerade darauf möchte ich eigentlich hinaus. Es kann doch nicht sein das man meint das in einer aufgeklärten und offenen Gesellschaft keiner ein Problem damit haben sollte wenn seine eigene Frau eine PST ist. Die welche so sind, also keine Probleme damit haben, dürfen natürlich nicht verurteilt werden aber die "Anderen" eben so wenig. Darum geht es mir.
Und nun zu den oben:
1. Die Kirche bzw. allg. die Religion hat nur aufgeriffen was schon irgendwie vorherrschte. Die "Idee" einer Frau und von einem Mann (oder zumindest das die Frauen welche dem einem Mann "gehören" nicht von anderen "angefasst" werden) wurde ja nicht von unserer heutigen Kirche erst in die Welt gebracht.
Wie viele Kulturen auf der Welt gibt es den wo dies völlig normal ist, es also kein festen Partner gibt?
2. Gerade früher hatten die Beziehungen oft kaum was mit "Liebe" zu tun, selbst wenn eine Frau wüsste das ihr man ins Bordell geht, hätte sie ihn nicht verlassen. Ob wegen dem Glauben oder Gesellschaft (beim Adel z.B., war sowieso nur wegen der Macht etc.)
3. Somit kann man doch das gerade Heute "Liebe" (und ich rede nicht von dieser märchenhaften Liebe) mehr Wert hat. Nur weil sich Heute mehr Menschen Scheiden heißt dies also noch lange nicht das es ihnen nichts auchmacht wenn sie betrogen werden bzw. der eigene Partner anderen für Sex zahlt. Eher im Gegenteil, früher ließ man sich eben nicht gleich scheiden wenn man betrogen wurde. Heute ist dies eben anders. Wird man betrogen oder hat die Beziehung an Reiz (um nicht Liebe zu sagen) verloren, ist Schluss)
Ich kenne eigentlich niemanden der sagt das es ihm/ihr egal wäre wenn der Partner noch mit anderen schläft.
Du scheinst mir hier irgendwie offene Sexualität mit einer Art "Gefühlslosigkeit" zu verbinden.
Allgemein versucht du hier eine Rationalität einzubringen... aber seit wann sind Gefühle rational? Sie sind irrational udn Gefühle sind nun mal stark mit der Intimität verbunden... und dieser Beruf... trifft hier einfach eben ein Bereich wo bei vielen einfach keine rationale Betrachtweise möglich ist.
(mich eingeschlossen)
Ganz ehrlich, (dies musst du mir hier nicht beantworten, ist nur für dich selber)
Du hast ne Freundin, ihr seid irgendwo Abends verabredet. Du kommst da an und siehst deine Freundin mit einem rum machen. Sie sagt dir das nichts wirklich dabei war sie hatte bloß gerade das Bedürfnis danach.
So wie du jetzt rüberkommst, müsste es dir absolut nichts ausmachen. Falls doch...... dann hast eben genau das geliche Problem wie ich.
Du machst da gerade nen Denkfehler.
Auch die Diskriminierung der Schwarzen ist in den USA noch nicht aus allen Koepfen und vielleicht wird man dies auch nie erreichen. Deswegen sei es auch nicht erstrebenswert dagegen anzugehen, da schwarze wohl niemals ueberall angesehen sein werden. Also sollte mein Kind sich nicht mit einem schwarzen paaren, weil es doch Vorbehalte gibt.So in etwa deine Argumentation. Um Kultur muss man kaempfen.
Auch dieses ewige rumreiten auf diesem Heiratsding. Voellig albern, hab ich gestern auch schon gesagt...
Du koppelst das was du schaetzt und achtest allein darauf, wie andere es schaetzen und achten. Will nicht sagen, dies waere falsch oder richtig, aber ich mache es halt nicht so...
Zeig mir mal bitte wo ich das sage bzw. welche Passage diese Interpretation zulässt?
Zum letzteren: Ich sage lediglich das es nicht egal ist was die Gesellschaft denkt.Nicht das ich eine allgemeinvorherrschende Meinung nicht bekämpfe wenn ich denke das sie nicht ok ist.
Es ist völlig was anderes zu sagen mir nicht egal was die Gesellschaft denkt als zu sagen es ist mir wichtig denkt (im Hinblick darauf das man sich davon leitet, danach richtet).
Denn ich finde es nicht richtig zu sagen: "Es ist mir egal was die Gesellschaft denkt" aber sich gleichzeitig darüber aufregen und meinen es kritisieren und in Frage stellen zu können.
Das Beispiel mit den Schwarzen passt nicht. Hier gibts ja nur die unbegründete geschellschaftliche Verurteilung. wo ich ja sagte das ich komplett dagegen bin.
Bei dem Beruf PST ist dies aber so das selbst in einer Gesellschaft wo dieser beruf nicht so verurteilt wäre wie Heute. Kann ich meiner Tochter eben nicht sagen ich respektiere es vollkommen würde aber eine BST nicht heiraten.
Darum geht es mir.
Wenn es dir darum geht, dass die Mehrheit keine hohe Meinung von Prostituierten hat (wie bei Schneeflocke gestern), kann ich dich beruhigen. Niemand hat dir widersprochen, im Gegenteil. Es geht allein darum, ob das so ok ist. Und ich denke das ist es nicht, ich denke man muss da eindeutig kaempfen, gegen alte diskriminiernde Ansichten angehen und die Leute aufklaeren, zeigen wie selbstvestaendlich man damit umgehen kann. Denn eins ist klar, Prostitution wird es immer geben, Huren wird es immer geben. Die Frage ist nur, wie sehr sie sich auch in Zukunft noch der Oeffentlichkeit entziehen und ein Doppelleben annehmen muessen, oder ob ihnen mehr Recht auf Akzeptanz eingeraeumt wird. Ich sehe da eine positive Tendenz, jedoch nicht hier im Forum.
Wenn man sagt, es wuerde sich nicht lohnen zu kaeempfen, weil die Gesellschaft sei nun mal so und so, dann braucht man auch keine Kritik an ihr auszusprchen, weil diese dann keinen Sinn hat...
Du meinst einerseits man muesse die Gesellschaft allgemein kritisieren, jedoch den Beruf der Prostituierten nicht ahcten wie einen anderen, da die Gesellschaft ihn nie richtig akzeptieren wird. Wozu soll man sie dann kritisieren. Und weshalb durchloechert man mich dann, von wegen ich wuerde es nicht ehrlich meinen. Das Paradoxon und die Doppelmoral befinden sich genau auf der anderen Seite...
Also insgesamt wohl oft genung gesagt das ich die verurteilung nicht ok finde. Und wo meine Trennlinie ist.
Aber was ich mit das dieer Beruf "wohl nie völlige Akzeptanz erreicht" meinte ist das sobald eben einige (in meinem Bsp. 20%) ein Problem damit haben das der eigene Partner ein/eine PST ist, kommt der Beruf automatisch ins gesellschaftliche Abseits. Den die einzelnen Menschen bilden ja die Gesellschaft.
Dies heißt allerdings nicht das man den beruf verurteilen darf.
In diesem Fall heißt es einfach das bei den PST die Partnerwahl sich eben auf dann die restlichen 80% reduziert.
Dies könnte man eigentlich auf so einiges und auch andere Berufe auslegen. Alledings glaube ich das es hier doch wegen den beschriebenen mehr als 20% gibt welche ein Problem damit haben.
Dauaruf will ich hinaus. Eigentlich findet ja nichts wirklich 100% Akzeptanz aber in diesem Fall ist es eine merkliche Mehrheit.
Ich glaube das meinen auch eben einige User hier.
Ich meine halt nur ich könnte etwas 100% respektieren, achten wenn ich es auch tatsächlich sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch privat ganz akzeptiere.
Wenn du unter 100% Respekt einfach nur meinst das du diese Menschen nicht verurteilst... ist dies einfach ein Problem mit der Wort/Begriff Verständnis.
Nun..... kannst mich also nur deswegen verurteilen weil ich persönlich nicht mit einer PST zusammen sein könnte.....