Vorweg: ich weiß nicht wie nachvollziehbar mein Text für andere ist, ich weiß ja was ich sagen wollte, ich weiß leider ncht ob auch gut rüberkommt was ich eben sagen will. Aber etwas Kritik: Teilweise sprichst du Sachen an wo ich es so gar nicht dargestellt und unterstellt mir quasi eine bestimmte Meinung. Versuch einfach mal von vorne herein nicht "ablehndend bzw. er sieht es so" Ansicht zu lesen....... Aber gut... nun zu den einzelnen Punkten.
Du scheinst irgendwie zu vergessen, ich erklaere dir bereits seit 3 oder 4 Beitraegen etwas und du kommst mir immer mit den gleichen Fragen, so als ob du meine Antowrten nicht lesen koenntest. Frag dich mal wer hier ablehnend geneueber welcher Auffassung ist. Denk mal darueber nach...
Zu dem letzten(markierten Satz): Eben nicht, ich interpretiere da nichts rein. Ich sage kanz klar das bei mir da eine Wendung statt findet bzw. eine neue "Ebene" beginnt. Eine Prostituierte (ich kürze ab jetzt mit PST ab) in der Gesellschaft und als Mensch (als Solcher, vom Wert her) akzeptiere ich sie auch volkommen. ich hätte keine Probleme mit einer PST Nachbarin, guten Freundin (nicht Partnerin) etc.
Ich könnte eben genau das gleiche sagen wie du und es hätte volle Gültigkeit bis es eben um mich persönlich ginge, also im Bezug auf meine Frau.
Das wegen spreche ich eben genau dieen Punkt an. Weil hier bei mir (persönlich) die Wende beginnt.
Und es ist meiner Meinung nach unehrlich zu sagen: "Ich respektiere etwas zu 100%", wenn ich aber eben nicht mit einer PST selber zusammen sein könnte.
Zu den Kindern.
Du weichst mir hier zu schnell auf "Wenn sie es mal wünscht". Da sage ich nichts anderes. Sollte es meine Tochter mal machen, werde ich sie bestimmt nicht abstoßen.
Aber hier muss ich ganz klar sagen das ich meiner 17. jährigen Tochter welche vielelicht gerade kein Job findet nicht sagen würde: "Hej bist ja eigentlich ganz hübsch, könntest bestimmt als PST gutes Geld machen"
Und zwar nicht nur wegen der Sicherheit, sondern, wie gesagt, weil ich selber mit einer PST nicht verheiratet sein könnte. Also könnte ich es meiner Tochter nicht so verkaufen als wäre es ein total normaler Job denn ich wie alle anderen achte aber gleichzeitig ihr sagen. "ich wäre nicht mit deiner Mutter zusammen wenn sie eine PST wäre"
DAS wäre Doppelmoral!
Allgemein bei der Erziehung. k.A. deine 5 jährige Tochter kommt aus dem Kindergarten und sagt und sagt. "Pappi heute wollte mich so ein junge küssen" sagst du ihr dann: "Ach lass ihn verlang aber 5 € pro Kuss" :mrgree:
Oder der junge mir 5€ gekommen wäre und ein Kuss dafür verlangt hätte hättest ihr gesagt sie soll es annehmen?
Gut die Beispiele sind vielleicht nicht ganz korrekt. Aber verstehst du worauf ich hinaus möchte. Du prägst dein kind eben Ganz früh bevor es mal "wirklich selber" entscheidet. und hier stellt sich die Frage wie du sie erziehst.
Bringst du ihr bei das es was Intimes ist das man mit jemanden Teilt den man "mag" oder das dies was völlig normals wie mit andander im Sandkasten spielen ist.... weil wenn du hier nun sagst "Das tut man nicht mit jedem" ...wie kann man später dan was anderes verlangen?
Daher sage ich das es nur ehrlich ist wenn man tatsächlich 100% steht und es bei seiner Frau akzeptiert und auch seine Kinder von klein auf so erzieht.
Ausser eben man ist unehrlich. Erzieht zuerst seine Kinder so das man ihnen zu verstehen gibt das man nicht mit jedem herummachen soll und dies nicht einfach Geld tut aber eben später sie so erziehst das sie nichts gegen Menschen haben es eben doch tun und im Grunde denkst "Gott sei dank sind sie es nicht selber geworden".
Natürlich ist es gut sie so zu erziehen das sie nicht solche Menschen verurteilen aber trotzdem kann man hier meiner Meinung nach nicht von ehrlicher 100% Akzeptanz sprechen.
Also nochmal, aber jetzt muss es auch klick machen...
Ich werde meiner Tochter (sollte ich je eine haben) verhelfen ein moeglichst natuerliches Verhaeltnis zu ihrer Sexualitaet aufzubauen. (Natur im Gegensatz zu Kultur)
Habe auch nicht gesagt "wenn sie es MAL wuenscht", sondern generell "wenn sie es wuenscht". Also wenn sie wirklich eines Tages zu mir kommt und sagt, sie voegelt fuer ihr Leben gern, sie moechte beruflich was in diese Richtung machen, weil sie Spass dran hat, dann soll sie meinen Segen haben. Ich werde mir Sorgen machen, ich werde sie warnen, doch wird sie im entsprechenden Alter aufgeklaert genug sein, um auf sich Acht zu geben. (ist ja schliesslich meine Tochter) Dabei (Warnung) geht es mir nicht um Prestige, nicht um das was andere Leute denken, nicht um ihr Ansehen (weil sie fuer mich immer die groesste bleiben wird), sondern um ihre Sicherheit, um ihre Gesundheit, um ihr Seelenleben, um nichts anderes. Sie wird dadurch auch nicht in ein gesellschaftliches Abseits gedraengt, weil ich fuer diesen Fall mehr als ausreichend vorbereitet sein werde. SIE wird ausreichend von mir vorbereitet werden, die noetige Erfahrung dafuer habe ich. Werd sie dann mit Freunden bekannt machen, an die sie sich wenden kann, falls Bedarf vorhanden.
Ich weiss nicht, wie oft ich das noch sagen soll, bis du es so akzeptierst. Mir scheint, du suchst irgendwo den Punkt allein um Recht zu behalten.
Aber ich meine das wirklich ernst und bin absolut ehrlich dabei.
Es gibt auch viele andere Jobs vor denen ich warnen wuerde....
Wenn meine Tochter aus der Kita kommt und mir erzaehlt, sie wolle einen Jungen kuessen, werde ich ihr sagen, dass sie alle Freiheiten hat und sich von niemandem einreden lassen soll, dass dies problematisch sei. Wieso sollte ich ihr sagen, sie solle Geld dafuer nehmen ? Verstehe dich da nicht...
Wie kommt man ueberhaupt auf solche Gedanken ?
Ich weiss (anders als hier im Thread zu lesen), dass Kinder bereits eine Sexualitaet haben und zwar aus eigener Erfahrung. Das Thema Geld hat bei uns damals nie eine Rolle gespielt. Da gab es sowas wie Doktorspielchen und alle waren aufgeregt, hatten ihren Spass usw. aber Geld ??? Ne, nicht wirklich...
Sollte so ein Fall tatsaechlich eintreten, wuerde ich ihr das auf jeden Fall ausreden. Nicht weil Sex gegen Geld generell verboten und schlecht ist, sondern weil Kinder in dem Alter nicht auf diese Weise ihren Koerper kennen lernen sollen. Sie soll Spass daran haben, wenn sie ihre ersten erotischen Erlebnisse hat. Sie soll es machen, weil sie danach empfindet, oder besser, etwas dabei empfindet. Spaeter wenn sie ihre Erfahrungen hat, ist das was anderes.
Wenn sie erwachsen ist, sich kennt, das andere (oder bevorzugte) Geschlecht kennt, die Gesellschaft etwas kennt, dann haette ich keine moralischen Bedenken. Bei einem Kind aber schon. Meine Bedenken gegenuebr Prostitution haben in keinster Weise irgendwas mit moralischen Werten zu tun.
Ich hoffe, du hast es jetzt nicht nur verstanden, sondern auch die Bereitschaft mir das so zu glauben...
Ich akzeptiere und respektiere Prostituierte wirklich zu 100% und nicht zu 99,9%...
Nach "wuerdest du ne PST heiraten" und " was wenn deine Tochter sowas machen will" kommt jetzt tatsaechlich "was wenn dein Kind im Kindergarten Geld angeboten bekommt" ???
Bin schon gespannt welche Frage die naechste wird...
Und dann heisst es, ich waere gleich so ablehnend, doch schau mal nach wer hier wen die ganze Zeit mit dem gleichen Kram in die Mangel nimmt, wer hier Rede und Antwort steht...
Also du scheinst irgendwie von vorne bis hinten nicht verstanden zu haben worauf ich hinaus möchte.
Wenn ich sage ich "achte" den Beruf nicht wie alle anderen bezieht sich das nicht auf meine Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. Was eigentlich o aus dem Text hervorgeht.
Wie gesagt. Ich persönlich könnte es bei meiner Frau nicht akzeptieren. Hier ist bei mir der "Wendepunkt"
Für mich ist es aber eben nicht ehrlich wenn einer sagt ich akzeptiere und respektiere es zu 100% wenn er es eben nicht auch bei seiner Frau akzeptiert und auch seine Kinder nach dem erzieht. Daher sprach ich dich eben auf diesen Punkt an.
Denn gegen die Gesellschaftliche Verurteulung habe ich mich selber ausgesprochen. Ich nehme mir gar nicht das Recht Menschen in irgendeiner weise zu verurteilen die dies machen. Und finde auch das dies keiner machen darf.
Ich nehme mir nur das recht zu sagen das ich mit einer Frau die das macht nicht zusammen sein könnte und sie auch nicht heiraten könnte.
Da sprach ich eben von der 2. Teilung (überlesen oder nicht verstanden?).
Da ist keine Doppelmoral sondern Ehrlichkeit.
Solange ich eben nicht persönlich betroffen bin, spielt es für mich auch keine Rolle. Da gehts mir wie auch bei vielen anderen Sachen. Ich selber stehe auch nicht auf Sadomaso, solange alles einvernehmlich passiert sehe ich überhaupt kein Recht bei mir dies zu verurteilen.
Ich neheme mir nur das Recht eben zu sagen das ICH es nicht machen möchte.
Und ich finde es dann nicht ok wenn einer kommen würde und sagt: "Du bist so unaufgeschlossen und intolerant"
Also nach dem Prinzip: Als torenater und aufgeschlosserner Mensch müsste ich es gut finden.
So ähnlich sehe ich gerade die Argumentation in diesem Fall. Als ob es falsch von mir wär,e Probelme damit zu haben das meine Frau täglich mit mehreren anderen Männern schläft..
Du das Recht sollst du haben, falls es dir nicht aufgefallen ist, es ist mir relativ egal.
Wie gesagt, ich habe mich bisher nicht auf dich bezogen (wurde hier auch schon mal erwaehnt).
Bisher ist es doch eher so, dass du mich mit deinen schraegen Fragen durchloecherst.
Dieser Beitrag ist jedoch direkt an dich adressiert. Darfst dich also diesmal persoenlich angesprochen fuehlen...
Und zu 2. ob ich das verstanden habe wirst du weiter unten lesen.
Hat rein garnichts mit dem Thema hier zu tun, aber wenn du drauf bestehst...
Auch hier hast die meiner Meinung nach nicht richtig getroffen.
Aber zuerst zu dem : "
weil es gar nicht den wahren Beduerfnissen aller Menschen entspricht"
ja habe ich denn je was anderes behauptet? gerade darauf möchte ich eigentlich hinaus. Es kann doch nicht sein das man meint das in einer aufgeklärten und offenen Gesellschaft keiner ein Problem damit haben sollte wenn seine eigene Frau eine PST ist. Die welche so sind, also keine Probleme damit haben, dürfen natürlich nicht verurteilt werden aber die "Anderen" eben so wenig. Darum geht es mir.
An dieser Stelle packe ich mal den Beitrag von dir hin..
Dazu kommt eben dass, wie ich glaube, eine komplette Gleichstellung bzw. volle Akzeptanz gar nicht zu erreichen ist. Hier ist in 2 Teile zu Unterscheiden:
Zum einen das was wir Heute eher haben, die Verurteilung der Prostituierten als Menschen, dass man sie eben als nicht als Menschen achtet und nicht als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkennt. Dies kann man kritisieren, es ist zu kritisieren und es sollte nicht so sein, daher ist also dagegen vorzugehen.
Wobei ich dies schon doch für eine utopische Vorstellung halte.
Aber zum anderen kommt dazu noch die Akzeptanz jedes einzelnen Menschen gegen über diesen Beruf ins Spiel. Es müsste eigentlich jeder dies so akzeptieren das er/sie keine Probleme mit einer/m Prostituierten hätte. Also auch heiraten.
Hierfür müsste man jedoch wiederrum die Ganze gesellschaftliche Sicht der Sexualität ändern. Und zwar dahingehend das es eben nicht mit "zwei sich liebenden" verbunden wird, was schon durch jeden Zeichentrick etc. vermittelt wird, sondern lediglich als Bedürfnis welches jeder hat und welches gestillt werden muss, betrachtet wird. Denn ansonsten ansonsten kommt es eben so dass auch jemand der Prostituierte vollkommen als Menschen und gesellschaftlich akzeptiert und achtet, aber allein dadurch das er sie/ihn als Partner eben aus dem Grund ablehnt weil sie/er Prostituierte/r ist und er/sie damit nicht klar kommt, trotzdem diesen Beruf ins „Abseits“ stellt. Und wenn nur 20% so denken, also damit nicht klar kommen, ist es im Endeffekt trotzdem Diskriminierung.
Also auch in so einer Gesellschaft gäbe es keine vollkommene Gleichstellung und Akzeptanz des Berufes. Aber wie will man das verhindern außer eben vielleicht durch komplette „neu Erschaffung“ einer Gesellschaft welche eben Sex nicht mit Liebe und Intimität verbindet. Aber das ist ja wiederum so utopisch (wobei es fraglich ist ob es utopisch wäre) dass man sich gleich eine Welt wünschen kann in der Prostitution überhaupt nicht nötig ist.
Also kann man einfach sagen das innerhalb unserer Gesellschaft dieser Beruf nie komplette Gleichstellung und Achtung finden wird wie andere Berufe.
Genau das meine ich mit Fehlinterpretation. (Das ne PST nie bei jedem die gleiche Anerkennung gewinnen wird ist klar, ich hoffe du machst nicht deswegen so nen Terz.)
Du meinst vorweg, man muesse die Gesellschaft (allgemein) kritisieren, weil Prostituierte nicht mal als Menschen anerkannt werden. Es waere jedoch eine Utopie von einem erfolgversprechenden Ausgang eines solchen Prozesses auszugehen. (Also man muesse eigentlich aber es wuerde eh nichts bringen)
Zum anderen solle die Gesellschaft ihre gesamte Sicht der Sexualitaet aendern und stellst dies als noch utopischer hin.
Genau da meine ich aber du waerst nicht optimistisch genug. Um genauer zu sein, du hast den Trend der Zeit nicht registriert.
Denn das was du als Utopie bezeichnest, ist gerade im vollen Gange...
http://www.welt.de/print-welt/article341639/Der_Mensch_ist_polygam.html
Vom Ehekäfig zum Intimnetzwerk
Die Liebe, beschraenkt allein auf 2 Personen, ist kein natuerliches Beduerfnis, welches jeder Mensch in sich traegt, ganz im Gegenteil. An diesem so weit verbreiteten Irrtum (ich sage es nochmal) ist allein die Kirche schuld.
Das fett markierte aus deinem Text oben kommt mir schraeg vor...
Monogamie ? Wikipedia
Polyamory ? Wikipedia
Monogamie ist unter Säugerarten mit zirka drei Prozent nicht weit verbreitet, aber sie wird mindestens vierzehn der rund 200 heute lebenden Primatenarten zugeschrieben. Bei den ausgeprägt monogamen Arten wie den Krallenaffen wurde ein wesentlich größeres Engagement der Männchen bei der Aufzucht der Jungen beschrieben als bei nicht monogamen Arten. Die Gibbons leben weitgehend monogam auf einem von beiden Partnern verteidigten Territorium, während die dem Menschen näher verwandten Bonobos und Schimpansen sich polygam verhalten. Auch weil die stammesgeschichtlich nächsten Verwandten des Menschen einschließlich des Gorillas und des Orang-Utans im Unterschied zu den entfernter verwandten Gibbons polygam leben und zudem keinerlei Kenntnisse über das Verhalten der letzten gemeinsamen Vorfahren von Menschenaffen und Menschen existieren, ist es unmöglich zu entscheiden, welche Form des Sozial- und Sexualverhaltens bei Menschenaffen und Menschen die stammesgeschichtlich "ursprüngliche" sein könnte.
Diverse Studien deuten jedoch darauf hin, dass monogames Verhalten beim Menschen ein stark kulturell beeinflusstes Phänomen ist
Schätzungen von Anthropologen über die Häufigkeit monogamer menschlicher Gesellschaften bewegen sich zwischen zirka 20 und 50 Prozent und leiden zudem unter dem Mangel, dass sie nur die gleichsam offiziellen Verhältnisse widerspiegeln, nicht aber die tatsächlich gelebte Praxis. Gleichwohl lassen sich diese Schätzungen dahingehend interpretieren, dass streng eingehaltene Monogamie eine eher seltene Verhaltensweise in menschlichen Gesellschaften ist [1].
Manche neuere anthropologische Untersuchungen, wie beispielsweise von Helen Fisher, zeigen Verhaltensmuster wie Fremdgehen und den Wechsel von Partnern als in allen Epochen bis zur Frühgeschichte wiederkehrende Merkmale des menschlichem Paarungsverhaltens auf[2]. Neben traditionell polygamen Kulturen, beispielsweise in Afrika, treten heute polyamore Beziehungsformen zum Beispiel in Nordamerika, Westeuropa und Australien auf.
Die Monogamie dürfte ihre Wurzel eher im römischen Kaisertum haben: Pro Mann – auch dem Kaiser – gibt es nur eine legitime Ehefrau, so dass die Frage nach der Erstgeburt (beim Kaiser die Thronfolge, beim Bürger die Erbfolge) gesichert ist. Dass römisches Recht ins Christentum eingeflossen ist, ist sehr wahrscheinlich, da es nach Konstantin in Ostrom geduldet war..[/QUOTE]
Fakt ist, dass strenge Monogamie vor der Verbreitung des Christentums in Europa alles andere als selbstverstaendlich war.
Es war die Kirche, die Menschen diesen gesellschaftlichen Zwang auferlegte. Das was in Cartoons ablaeuft ist, ist lediglich ein Ueberbleibsel davon. Zuvor hatten sich Menschen mit ihren Beziehungskonstelationen den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit uneitel anpassen koennen und ihr Ego spielte dabei nicht so eine grosse Rolle. Ehe bedeutet heute fuer viele (auch wenn sie es nicht offen zugeben) einen Menschen zu besitzen und genau das steht im Gegensatz zur Liebe, diese ist naemlich in wahrhaftiger Form frei von jeglichen Besitzanspruechen.
Wenn man sich mal die Bibel anschaut, dann wird auch klar, weshalb der Ehepartner als Besitz verstanden wird.
Stell dir vor, irgendwo in Afrika schwaengern Maenner eine Frau und bekommen ihren Sohn kaum zu Gesicht. Der Vater ist lediglich Erzaeuger und uebernimmt keinerlei erzieherische Pflichten. Das stellt auch kein Problem fuer niemanden da, weil das Dorf die Famile des Kindes ist.
An Liebe allein zwischen 2 Personen und eine klassische Familie denkt in einigen Gegenden dieses Kontinents niemand, da man sowas einfach nicht kennt. Dieses Beduerfnis (2 allein) entspricht nicht der Natur des Menschen, sondern der Kultur Europas. Das Naturell manchen Individuums kommt in der heutigen Zeit nicht mehr mit dieser Wertevorstellung zurecht. Die Menschen lernen daraus und geben ihren Kindern ihre persoenlichen Erfahrungen ueber Liebe und Sex weiter (Die Rede ist hier nicht von Teenies aus dem BF, sondern von Menschen mit anderem Hintergrund). Die Gesellschaft beginnt ein neues Gesicht anzunehmen.
Was du die absolute Utopie nennst, ist bereits ein laufender Prozess...
Ich hatte dich sehr genau verstanden, ich teile deine Sicht einfach nicht, hatte es ja auch so erklaert. Warum nicht, sollte spaetestens jetzt klar sein. Nach meinen Erfahrungen habe sich die Leute in meinem Alter echt mit dem Thema eingekreigt (Stadt).
Und nur darum gehts es mir wesewegen ich eben sage das ich es nicht so "achte" (also den Beruf), weil ich eben meinen Kindern es nicht als was "totales normales" verkaufen würde. Ausser eben vielleicht in einer anderen Welt..
Jo genau das habe ich irgendwo in meinem ersten Beitrag hier stehen. Zwischen total normal und totale Anerkennung ist ja auch ein Unterschied. Aber jeder wie er mag...
1. Die Kirche bzw. allg. die Religion hat nur aufgeriffen was schon irgendwie vorherrschte. Die "Idee" einer Frau und von einem Mann (oder zumindest das die Frauen welche dem einem Mann "gehören" nicht von anderen "angefasst" werden) wurde ja nicht von unserer heutigen Kirche erst in die Welt gebracht.
Wie viele Kulturen auf der Welt gibt es den wo dies völlig normal ist, es also kein festen Partner gibt?.
Wir haben es der Kirche zu verdanken...
Es geht nicht darum, wo die erste Ehe zwischen 2 getroffen wurde. Ich hatte mich auch im vorigen Beitrag sehr gut ausgedrueckt, hab nochmal nachgeschaut. Ansonsten schau auch mal hier rein...
Polygamie ? Wikipedia
2. Gerade früher hatten die Beziehungen oft kaum was mit "Liebe" zu tun, selbst wenn eine Frau wüsste das ihr man ins Bordell geht, hätte sie ihn nicht verlassen. Ob wegen dem Glauben oder Gesellschaft (beim Adel z.B., war sowieso nur wegen der Macht etc.).
Frueher (wann auch immer du meinst) ging man ganz anders mit dem Thema Prostitution um. Was du dir kaum vorstellen kannst, weil die Gesellschaft es ja niemals voll akzeptieren wird, sah in vorchristlicher Zeit so aus...
Prostitution in der Antike ? Wikipedia
Das Substantiv Prostitution (lateinisch prostitutio) wurde in der Antike ausschließlich von christlichen Autoren verwendet. Dies zeigt, dass erst eine neue Betrachtungsweise, die mit dem Christentum aufkam, das Bedürfnis nach einem entsprechenden Begriff erzeugte.
Die kommerzielle Ausbeutung sowohl männlicher als auch weiblicher Personen zu sexuellen Zwecken war nur ein Teil der erzwungenen Leistungen. Jeder Sklave und jede Sklavin konnte von ihrem Besitzer sexuell missbraucht oder dazu an Dritte weitergegeben werden. Der Verkehr mit Sklaven war nicht nur anerkannt, sondern wurde sogar in der Literatur beschrieben und empfohlen und war in keiner Weise als schändlich zu betrachten.[16] Das traf sowohl für den Herrn als auch für die Sklaven zu.
War ne andere Zeit, heute gibt es keine Sklaven mehr. Aber wenn man mal recherchiert, dann findet man ziemlich schnell die Ursachen des gesellschaftlichen Tabus Prostitution in der Geschichte des Christentums. In der Antike ging man selbstvestaendlich damit um. PST befanden sich zwar am Rande der Gesellschaft, jedoch nur so wie alle anderen Sklaven auch. Unglaublich aber wahr, dieser Beruf war vor ueber 2000 Jahren fuer die Gesellschaft (der Begriff ist natuerlich neu) selbstverstaendlicher als heute...
3. Somit kann man doch das gerade Heute "Liebe" (und ich rede nicht von dieser märchenhaften Liebe) mehr Wert hat. Nur weil sich Heute mehr Menschen Scheiden heißt dies also noch lange nicht das es ihnen nichts auchmacht wenn sie betrogen werden bzw. der eigene Partner anderen für Sex zahlt. Eher im Gegenteil, früher ließ man sich eben nicht gleich scheiden wenn man betrogen wurde. Heute ist dies eben anders. Wird man betrogen oder hat die Beziehung an Reiz (um nicht Liebe zu sagen) verloren, ist Schluss).
Dieser Eifersuchtsfilm hat viel mit den Werten die uns die Kirche ueber so viele Jahrhunderte vermittelt hat zu tun.
Fremdgehen ist ein wichtiger Scheidungsgrund. Die Frage ist nur warum das so ist. Natuerlich ist das jedenfalls nicht, soviel steht fest. Es hat kulturelle Ursachen (nochmal Stichwort Kirche/Christentum). Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Das bracht man nicht wirklich um eine PST zu respektieren...
Ich kenne eigentlich niemanden der sagt das es ihm/ihr egal wäre wenn der Partner noch mit anderen schläft.
Du scheinst mir hier irgendwie offene Sexualität mit einer Art "Gefühlslosigkeit" zu verbinden.
Was genau veranlasst dich zu derartigen Interpretationen ?
Allgemein versucht du hier eine Rationalität einzubringen... aber seit wann sind Gefühle rational? Sie sind irrational udn Gefühle sind nun mal stark mit der Intimität verbunden... und dieser Beruf... trifft hier einfach eben ein Bereich wo bei vielen einfach keine rationale Betrachtweise möglich ist.
(mich eingeschlossen)
Du kannst jedes Thema emotional und rational betrachten, ich tue immer beides. Wenn man nur auf die eine Seite hoert macht man Fehler.
Wenn sich Menschen immer allein ihren Emotionen hingeben, bricht bald der 3. Weltkrieg aus...
Ganz ehrlich, (dies musst du mir hier nicht beantworten, ist nur für dich selber)
Du hast ne Freundin, ihr seid irgendwo Abends verabredet. Du kommst da an und siehst deine Freundin mit einem rum machen. Sie sagt dir das nichts wirklich dabei war sie hatte bloß gerade das Bedürfnis danach.
So wie du jetzt rüberkommst, müsste es dir absolut nichts ausmachen. Falls doch...... dann hast eben genau das geliche Problem wie ich.?.
Du ist kein Ding, steht hier alles schon im Forum. In dem Thread sind paar Beitraege die diese Frage gut beantworten...
http://www.balkanforum.info/f33/fremdgehen-86173/index30.html#post1379942
Zeig mir mal bitte wo ich das sage bzw. welche Passage diese Interpretation zulässt?
Zum letzteren: Ich sage lediglich das es nicht egal ist was die Gesellschaft denkt.Nicht das ich eine allgemeinvorherrschende Meinung nicht bekämpfe wenn ich denke das sie nicht ok ist.
Es ist völlig was anderes zu sagen mir nicht egal was die Gesellschaft denkt als zu sagen es ist mir wichtig denkt (im Hinblick darauf das man sich davon leitet, danach richtet).
Denn ich finde es nicht richtig zu sagen: "Es ist mir egal was die Gesellschaft denkt" aber sich gleichzeitig darüber aufregen und meinen es kritisieren und in Frage stellen zu können.
Das Beispiel mit den Schwarzen passt nicht. Hier gibts ja nur die unbegründete geschellschaftliche Verurteilung. wo ich ja sagte das ich komplett dagegen bin.
Bei dem Beruf PST ist dies aber so das selbst in einer Gesellschaft wo dieser beruf nicht so verurteilt wäre wie Heute. Kann ich meiner Tochter eben nicht sagen ich respektiere es vollkommen würde aber eine BST nicht heiraten.
Also der Beitrag von dir (bin oben ausfuehrlich drauf eingegangen) kommt fuer mich immer noch so rueber. Du malst dir was aus ueber die Gesellschaft, und wie die so ist, und was die nicht kann und koppelst dein ausgedachtes Resultat (ob falsch oder richtig is egal) an deine Ansicht. Zumal du dabei Fehler machst, sehe ich darin lediglich eine Flucht...
Das ist ne Doppelmoral. Du meinst man muesse die Gesellschaft kritisieren, obwohl dies quasi keinen Sinn haette.
Dann lass es sein...
Also insgesamt wohl oft genung gesagt das ich die verurteilung nicht ok finde. Und wo meine Trennlinie ist.
Aber was ich mit das dieer Beruf "wohl nie völlige Akzeptanz erreicht" meinte ist das sobald eben einige (in meinem Bsp. 20%) ein Problem damit haben das der eigene Partner ein/eine PST ist, kommt der Beruf automatisch ins gesellschaftliche Abseits. Den die einzelnen Menschen bilden ja die Gesellschaft.
Dies heißt allerdings nicht das man den beruf verurteilen darf.
In diesem Fall heißt es einfach das bei den PST die Partnerwahl sich eben auf dann die restlichen 80% reduziert.
Dies könnte man eigentlich auf so einiges und auch andere Berufe auslegen. Alledings glaube ich das es hier doch wegen den beschriebenen mehr als 20% gibt welche ein Problem damit haben.
Dauaruf will ich hinaus. Eigentlich findet ja nichts wirklich 100% Akzeptanz aber in diesem Fall ist es eine merkliche Mehrheit.
Ich glaube das meinen auch eben einige User hier.
Ich meine halt nur ich könnte etwas 100% respektieren, achten wenn ich es auch tatsächlich sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch privat ganz akzeptiere.
Wenn du unter 100% Respekt einfach nur meinst das du diese Menschen nicht verurteilst... ist dies einfach ein Problem mit der Wort/Begriff Verständnis.
Nun..... kannst mich also nur deswegen verurteilen weil ich persönlich nicht mit einer PST zusammen sein könnte.....
Ich hab dich deswegen nie verurteilt, im Gegenteil. Weiss nicht wieso du dich bedraengt fuehlst, dabei sollte das doch mein Part sein... Hier kamen die ganze Zeit so Sachen, man koenne ja nicht ehrlich sein, wenn man eine gewisse Ansicht hat aber nicht heiraten will und Kinder und pipapo.
Du draengelst die ganze Zeit mit den gleichen Fragen, ich antworte jetzt zum 4. Mal darauf. Faellt dir das eigentlich auf ?
Übrigens denke ich auch, dass es keine Doppelmoral ist zu sagen, dass man Prostituierte als Menschen akzeptiert, aber nicht mit ihnen zusammen sein will und den Beruf als solchen nicht als "vollwertig" empfindet.
Doppelmoral hingegen ist es, deren Dienste in Anspruch zu nehmen und dann innerlich auf sie zu spucken...dasselbe bei Pornos: Sich auf Pornos einen keulen, aber auf die Darsteller herabsehen.
Lies dir die Stelle mal in Ruhe durch.
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