Also wenn sie wirklich eines Tages zu mir kommt und sagt, sie voegelt fuer ihr Leben gern, sie moechte beruflich was in diese Richtung machen, weil sie Spass dran hat, dann soll sie meinen Segen haben.
Wenn du die Erziehung gescheit hinkriegst und nichts extrem einschneidendes passiert, wird sie das sehr, sehr wahrscheinlich nicht tun, egal wieviel Spaß sie am Sex hat. Auffallend viele Frauen, die sich prostituieren oder Pornos drehen, wurden in ihrer Kindheit/Jugend entweder missbraucht oder hatten ein gestörtes Verhältnis zur (nicht vorhandenen) Vaterfigur. Das bestätigt sich immer und immer und immer wieder. Die Minderheit tut es wirklich rein aus Spaß am Sex, zumal es, wie ich schon sagte, keiner Frau Spaß machen kann, am Tag 10-20 Mal Sex zu haben und das mehrere Tage die Woche, allein schon weil es sehr schnell sehr wehtut und viele das dann mit Marihuana/Medikamenten überdecken, um den Job überhaupt ausführen zu können.
Eine Frau, die wirklich nur dann Sex hat, wenn sie es selber will, kann daraus keinen Full-Time-Job machen, das ist absolut nicht möglich, nicht über einen Zeitraum von mehreren Wochen, wenn gar Tagen. Wenn mir meine Tochter also ankäme mit so einem Wunsch und sagen würde "Ich will's machen weil ich so irre nymphoman bin", ich würd's ihr schlicht und einfach (vorläufig) nicht abkaufen, da nun mal in der Regel was anderes dahintersteckt. Sie glaubt vielleicht selber, dass es Spaß am Sex ist, aber wenn sie reflektiert, wird sie rausfinden, dass es das nicht ist. Wenn es der Spaß am Sex wäre, könnte sie ja alle paar Wochen Beziehungen wechseln, öfter in der Woche wen abschleppen, hier und da mal nen Gangbang organisieren...aber Prostitution ist sehr viel schwerwiegender als das. Und auch die Frauen, die so ein dermaßen extremes Faible für Sex haben, hatten oft Probleme mit dem Vater oder traumatisierende Erfahrungen.
Sexualität ist keine rein körperliche Sache. Wer meint, er könne Psyche von Sexualität KOMPLETT trennen, der hat weit gefehlt. Wieso zb vergeht uns der Bock auf Sex, wenn wir Stress haben, auch wenn wir vllt schon länger nicht mehr flachgelegt wurden? Wieso haben wir mehr Bock auf Sex, wenn wir frisch verliebt sind? Wieso strahlen wir den ganzen Tag wie belämmert, wenn wir geknallt wurden? Und wieso entwickelt man als Frau ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität, wenn man vergewaltigt wurde?
Extreme sexuelle Verhaltensweisen hängen oft mit extremen psychischen Erfahrungen zusammen. Und dass Prostitution keine extreme, sexuelle Verhaltensweise ist, kann mir niemand erzählen. Das hat von meiner Seite aus auch nichts mit konservativ oder verklemmt zu tun. Ich bin eine der letzten, die sich sowas anhören müsste.
Aber es einfach dabei zu belassen, wenn die eigene Tochter sagt "Ich will Hure werden" und sie nur ein bißchen warnen, das ist total kurzsichtig. Man sollte wirklich hinterfragen, wieso sie das wünscht. In den meisten Fällen steckt nun mal mehr dahinter als einfach nur Bock auf Sex. Mir geht's dabei auch nicht um so'n Scheißdreck wie Ruf/Prestige/Ehre, sondern einfach um die Gefahren, die da lauern, sowohl für Körper als auch für Psyche. Und die Verharmlosung von Prostitution kann ich echt nicht mehr ab. Das ist ein höchst problematischer Job, den man mit intakter Psyche bzw NUR gesteigertem Sexualtrieb nicht machen würde.