Willkür gegen Frauen
Taliban errichten Klassensystem
International weitgehend unbemerkt hat das Taliban-Regime in Afghanistan eine neue Strafprozessordnung eingeführt. Diese teilt die Gesellschaft in vier Klassen ein, für die jeweils unterschiedliches Recht gilt. Insbesondere Mädchen und Frauen sieht die UNO-Frauenorganisation UN Women damit noch mehr Gewalt und Willkür ausgesetzt. Aber auch auf religiöse Minderheiten und ärmere Bevölkerungsschichten zielt die neue Regelung ab.
„UN Women ist zutiefst besorgt über die Auswirkungen des Dekrets“, teilte die Beauftragte von UN Women in Afghanistan, Susan Ferguson, am Donnerstag mit. Die afghanische Menschenrechtsorganisation Rawadari mit Sitz in London hatte auf das Dekret Nummer zwölf aufmerksam gemacht, das Ende Jänner an afghanische Gerichte übermittelt wurde.
Darin wird die Gesellschaft in Afghanistan in vier Klassen unterteilt: Religionsgelehrte sowie Eliten – etwa Stammesführer und Geschäftsleute –, der Mittelstand sowie die Unterschicht. Die vorgesehenen Strafmaßnahmen sind entsprechend ungleich. Während für privilegierte Gruppen schriftliche Mahnungen ausreichen, können gegen Angehörige der mittleren Schicht Haftstrafen verhängt werden. Untere Schichten können für Vergehen ausgepeitscht werden.
Gegen Gleichheit vor dem Gesetz
„Die Verordnung verwirft ausdrücklich den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz“, kritisierte das Georgetown Institute for Women, Peace and Security (GIWPS). „Rechtliche Konsequenzen richten sich nach dem sozialen Status und nicht nach dem Verhalten.“ Damit werde sichergestellt, dass die am stärksten Ausgegrenzten mit den härtesten Strafen rechnen müssen, so GIWPS.
orf.at
Taliban errichten Klassensystem
International weitgehend unbemerkt hat das Taliban-Regime in Afghanistan eine neue Strafprozessordnung eingeführt. Diese teilt die Gesellschaft in vier Klassen ein, für die jeweils unterschiedliches Recht gilt. Insbesondere Mädchen und Frauen sieht die UNO-Frauenorganisation UN Women damit noch mehr Gewalt und Willkür ausgesetzt. Aber auch auf religiöse Minderheiten und ärmere Bevölkerungsschichten zielt die neue Regelung ab.
„UN Women ist zutiefst besorgt über die Auswirkungen des Dekrets“, teilte die Beauftragte von UN Women in Afghanistan, Susan Ferguson, am Donnerstag mit. Die afghanische Menschenrechtsorganisation Rawadari mit Sitz in London hatte auf das Dekret Nummer zwölf aufmerksam gemacht, das Ende Jänner an afghanische Gerichte übermittelt wurde.
Darin wird die Gesellschaft in Afghanistan in vier Klassen unterteilt: Religionsgelehrte sowie Eliten – etwa Stammesführer und Geschäftsleute –, der Mittelstand sowie die Unterschicht. Die vorgesehenen Strafmaßnahmen sind entsprechend ungleich. Während für privilegierte Gruppen schriftliche Mahnungen ausreichen, können gegen Angehörige der mittleren Schicht Haftstrafen verhängt werden. Untere Schichten können für Vergehen ausgepeitscht werden.
Gegen Gleichheit vor dem Gesetz
„Die Verordnung verwirft ausdrücklich den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz“, kritisierte das Georgetown Institute for Women, Peace and Security (GIWPS). „Rechtliche Konsequenzen richten sich nach dem sozialen Status und nicht nach dem Verhalten.“ Damit werde sichergestellt, dass die am stärksten Ausgegrenzten mit den härtesten Strafen rechnen müssen, so GIWPS.
Willkür gegen Frauen: Taliban errichten Klassensystem
International weitgehend unbemerkt hat das Taliban-Regime in Afghanistan eine neue Strafprozessordnung eingeführt. Diese teilt die Gesellschaft in vier Klassen ein, für die jeweils unterschiedliches Recht gilt. Insbesondere Mädchen und Frauen sieht die UNO-Frauenorganisation UN Women damit noch...