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Afghanistan

Pakistan nimmt Kämpfe gegen Afghanistan wieder auf
Pakistan hat seine Militäroperationen gegen Afghanistan nach einer vorübergehenden Waffenruhe wieder aufgenommen. Die für das höchste islamische Fest Eid al-Fitr vereinbarte Pause sei in der Nacht auf Dienstag beendet worden, wie das Außenministerium gestern in Islamabad mitteilte.

Die Einsätze würden fortgesetzt, bis die Ziele erreicht seien und die afghanische Taliban-Führung ihre Unterstützung für terroristische Infrastruktur einstelle. Islamabad wirft den Taliban vor, islamistischen Kämpfern Unterschlupf zu gewähren, die Anschläge in Pakistan verüben.

Im vergangenen Monat schwerste Kämpfe seit Jahren
Im vergangenen Monat war es zu den schwersten Kämpfen seit Jahren gekommen, die auf beiden Seiten zu hohen Verlusten geführt haben sollen. Der Regierung in Kabul zufolge wurden bei einem pakistanischen Luftangriff mehr als 400 Menschen getötet. Pakistan wies das zurück und erklärte, die Angriffe hätten „gezielt militärischen Einrichtungen und Infrastrukturen zur Unterstützung von Terroristen“ gegolten.

 
Kriegsverbrechen
Australiens bekanntester Soldat in Haft
In einem der schwerwiegendsten mutmaßlichen Kriegsverbrechensfälle in der Geschichte Australiens ist der frühere Elitesoldat Ben Roberts-Smith festgenommen worden. Dem 47-Jährigen werden mehrere Morde an unbewaffneten Zivilisten und Gefangenen in Afghanistan vorgeworfen, wie die australische Bundespolizei mitteilte. Roberts-Smith gilt als bekanntester Soldat Australiens, Medien hatten schon vor Jahren über mögliche Kriegsverbrechen des Mannes berichtet.

Der hochdekorierte Veteran wurde Dienstagfrüh (Ortszeit) im Flughafen von Sydney von Beamten der Bundespolizei festgenommen, kurz nachdem er mit einem Flugzeug aus Brisbane gelandet war. Wenige Stunden später erschien er vor Gericht, wo in fünf Fällen offiziell Anklage gegen ihn erhoben wurde. Eine Freilassung auf Kaution wurde nicht gestattet.

Vorausgegangen waren fünfjährige Ermittlungen, bei denen auch viele Aussagen von Augenzeugen aus den Reihen der australischen Spezialeinheit SAS gesammelt wurden. Diese sollen belegen, dass Roberts-Smith während seines Afghanistan-Einsatzes 2009 bis 2012 an insgesamt fünf Tötungen beteiligt gewesen sein soll, so die australische Polizeipräsidentin Krissy Barrett am Dienstag.

Medienprozesse verloren
Ihm wird unter anderem vorgeworfen, einen Zivilisten von einer Klippe gestoßen und später dessen Erschießung angeordnet zu haben. In einem anderen Fall soll er einen Gefangenen eigenhändig getötet und einem jüngeren Soldaten den Befehl gegeben haben, einen älteren Mann zu töten.

 
Bei den Taliban ist ein Machtkampf ausgebrochen
Zwischen dem spirituellen Führer in Kandahar und dem Regime in Kabul treten Meinungsverschiedenheiten immer offener zutage. Der Kampf kann die Taliban-Führung zerreißen, wie ein Experte sagt.

Der Bericht fällt verheerend aus. Beginnend mit der Feststellung, dass in Afghanistan rund 45 Prozent der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Hilfe, die immer seltener das zentralasiatische Land mit fundamentalistischer Herrschaft erreicht. Und der neueste Bericht des UN-Menschenrechtsbüros über Afghanistan zeigt einmal mehr, wie hoffnungslos sich der Alltag für Frauen und Mädchen gestaltet. Seit vergangenem Herbst blockieren die Taliban den Frauen den Zugang zu den UN-Hilfszentren im Land. Ihre Verbannung aus der Arbeitswelt forcieren die Radikalislamisten seit Langem, Mädchen dürfen Bildung nur bis zur siebten Klasse erhalten. Bücher von Autorinnen, ganz gleich welches Thema, sind offiziell nicht mehr erhältlich. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Der Innenminister als Widersacher
Die Frauen sollen weitestgehend aus der Öffentlichkeit verschwinden, das hat Mullah Haibatullah zum Ziel. Er ist der spirituelle Führer der Taliban, der aus dem konservativen Kandahar im Süden des Landes stammt und das Regime prägt. Viel ist nicht bekannt über den Vordenker der zeitgenössischen Taliban; seine öffentlichen Auftritte sind rar gesät, veröffentlichte Bilder von ihm kann man an einer Hand abzählen. Haibatullah und sein Hardliner-Kreis definieren seine Stellung innerhalb der Taliban als unantastbar. Doch in den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, wie zerrissen die heterogene Gruppe der Radikalislamisten ist.

 
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