Bei meiner ersten Beerdigung war ich ca. 12. Ein junger Mann (18?) in Kroatien hat sich vor seiner Schule in den Kopf geschossen. Das ganze Dorf ging zur Beerdigung, über 2000 Menschen. Die Mutter ist fast in das offene Grab gesprungen, die Leute schrien und weinten.
So mit ca. 18 war ich dann bei der Beerdigung der Oma meiner Ex. Da diese schon über 90 war, war es auch irgendwie einfacher.
Dann war ich auf der Beerdigung meiner Schwiegermutter, die mit Mitte 40 dank Arztfehlern verstarb und 4 Kinder, die jüngste 12, hinterlies. Grausam.....wünsche ich keinem! Wie will man seine Frau trösten wenn urplötzlich und ohne jede Vorwarnung die eigene Mutter stirbt? Grausam....
Als mein Opa starb hatte ich "zum Glück" keinen gültigen Reisepaß, weiss nicht ob ich das auch noch hätte mitmachen können. Da war es auch noch üblich das der Tote die ersten 24 Stunden zu Hause gelegen hat....glaube das hätte ich nicht durchgestanden.
Zeitgleich wurde mein 2. Sohn geboren....sein Geburtstag war der gleiche wie der von meinem Opa......
Einige Jahre später verstarb dann auch meine Oma...bin den ganzen Weg nach Kroatien mit meinen Brüdern gefahren ohne ein Wort zu sprechen.....wenn man dann seine Oma da liegen sieht und sie praktisch kaum erkennt...ein schreckliches Gefühl. Man will immer sagen, komm steh auf, das ist doch alles nicht real...aber die weinenden und sich verabschiedenden Menschen drumherum holen einen immer wieder auf den Boden....
Hoffe dass sich das bei mir niemand antun muss

deswegen wäre es mir am liebsten nach dem Tod einäschern und irgendwo über dem Meer auskippen und gut....