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Brexit und News aus GB

Sollen die Briten die EU verlassen?


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Mehrere Menschen in London niedergestochen
Mitten im Zentrum Londons sind mehrere Menschen niedergestochen worden. Eine 47-jährige Frau gilt als verdächtig und wurde festgenommen, wie die Londoner Metropolitan Police gestern mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben nach im bei Touristen beliebten Viertel Covent Garden in der Endell Street im Stadtteil Camden.

Bei den Opfern handelt es sich nach Polizeiangaben um vier Männer im Alter von 34, 39, 42 und 52 Jahren. Sie seien mit Stichwunden aufgefunden worden. Nach Angaben der Met Police konnten zwei der Männer bereits entlassen werden, die anderen beiden werden weiter wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen behandelt.

Am Tatort konnten die Beamten zudem eine Schere sicherstellen. Die Männer seien versorgt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Ambulance Service der britischen Hauptstadt in einem X-Beitrag mit.

 
Wahlkampf um Clacton-on-Sea: Wenn ein Nationalpopulist mit einer Mülltonne streitet
Im Kampf um ein Unterhausmandat im englischen Clacton-on-Sea hat es Nigel Farage mit Einzelgängerinnen, Exzentrikern und Evangelikalen zu tun. Ein Lokalaugenschein

Wahlkampf um Clacton-on-Sea: Wenn ein Nationalpopulist mit einer Mülltonne streitet
Im Kampf um ein Unterhausmandat im englischen Clacton-on-Sea hat es Nigel Farage mit Einzelgängerinnen, Exzentrikern und Evangelikalen zu tun. Ein Lokalaugenschein

Das Plough in Great Bentley in der Grafschaft Essex ist einer jener lieblichen englischen Landpubs, in denen beim Genuss mehrerer Pints die Zeit langsamer zu vergehen scheint als in der Außenwelt. Ältere Herrschaften nehmen in aller Ruhe einen gemütlichen Lunch zu sich, während im Garten unter dem Sonnenschirm ausländische Besucher mit dem Landlord plaudern.

Nigel Farage? "Ja, da drüben saß er zuletzt. Vor allem kommen die Reform-Leute häufig hierher, die haben ja hier ihr Hauptquartier." Mit den politischen Parolen des einzig aussichtsreichen Kandidaten für die Nachwahl am kommenden Donnerstag kann er sich nicht recht anfreunden, aber: "Ich behandle hier alle unsere Kunden gleich, solange sie sich anständig benehmen."


Wie schon erwähnt, Naitschl fürn Arsch. Rechtsextremisten sind einfach nur....
 
Regen fehlt
England erwartet fünfte Hitzewelle
Hitze und Dürre bestimmen nicht nur in Österreich weite Teile des Landes, viele Länder in Europa ächzen unter den heurigen Wetterbedingungen. In England sind rund drei Viertel des Landes von Dürre betroffen – derzeit baut sich die fünfte Hitzewelle auf. In Deutschland riefen Gemeinden dazu auf, auf Duschen zu verzichten: Das Wasser wird für das Löschen von Waldbränden benötigt. Frankreich verzeichnete unterdessen einen Höchststand an Ausfällen bei AKWs.

„Nirgendwo“ im Vereinigten Königreich herrsche derzeit der Normalzustand, teilte das britische Umweltministerium am Montag mit. 71,3 Prozent des Landesteils seien mittlerweile in einem Dürrezustand. Dem britischen Wetterdienst zufolge fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – in England waren es nur zehn Prozent der üblichen Regenmenge.

Parks und Felder, die zu dieser Jahreszeit üblicherweise grün sind, sind ausgetrocknet und gelb. Vielerorts sinken die Flusspegel, und Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten – und das in einem Land, das für sein feuchtes Wetter bekannt ist. In den kommenden Tagen steht laut „Guardian“ die nunmehr fünfte Hitzewelle bevor, Niederschläge sind keine in Sicht.

 
Farages Showdown mit „Count Binface“
Am Donnerstag findet im Wahlkreis Clacton die vermutlich kurioseste Nachwahl der britischen Geschichte statt: Rechtspopulist Nigel Farage hatte die Wahl nach Vorwürfen von dubiosen Parteispenden vom Zaun gebrochen, um sich „gegen das Establishment“ wiederwählen zu lassen. Doch alle anderen Parteien ließen ins Leere laufen. Nun tritt er gegen ein Rekordfeld von Unbekannten an – mit dem Spaßkandidaten „Count Binface“ als größtem Konkurrenten.

Farage, der Vorsitzende der Partei Reform UK, hatte Anfang Juli sein Parlamentsmandat niedergelegt, um so offizielle Untersuchungen zu zwei großen finanziellen Zuwendungen vorläufig zu verhindern. Der 62-Jährige löste so die Nachwahl aus, bei der er sich neue demokratische Legitimation gegen die arrivierten Parteien, das „Establishment“, wie er es nennt, holen wollte.

Selbst ihm freundlich gesonnene Beobachter wie Journalisten der Boulevardzeitung „Daily Mail“ sprachen von einem schweren politischen Fehler. Denn sämtliche Parlamentsparteien entschieden sich gegen eine Kandidatur. Und so blieb als stärkster Gegner ausgerechnet der vom Comedian Jonathan Harvey verkörperte Spaßkandidat „Count Binface“, ein „intergalaktischer Weltraumkrieger“ mit einem namensgebenden Mistkübel als Helm.

Hype um „Binface“
Gegen einen sprechenden Mistkübel anzutreten, gilt nicht unbedingt als politischer Hauptgewinn, noch dazu entpuppte sich der wortgewandte „Binface“ schnell als eloquenter und kluger Interviewpartner, der von den Medien entsprechend gehypt wurde. Unzählige Memes überschwemmten auch rasch sämtliche sozialen Netzwerke. In einer landesweiten Ipsos-Umfrage erreichte der Spaßkandidat mit einem Oxford-Abschluss eine Unterstützungsquote von 33 Prozent, Farage kam auf 21 Prozent.

 
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