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GB: Anklage im Zusammenhang mit Ruanda-Völkermord
32 Jahre nach dem Völkermord im ostafrikanischen Ruanda ist erstmals in Großbritannien Anklage gegen einen mutmaßlichen Täter erhoben worden. Der 65-jährige Vincent Brown sei gestern festgenommen und wegen Beteiligung an dem Völkermord sowie an Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.
„Ihm wird vorgeworfen, Mord und Völkermord an den Tutsi durch andere angeordnet und dazu angestiftet zu haben“, erklärte der Staatsanwalt Frank Ferguson.
800.000 Tote binnen hundert Tagen
Bei dem Völkermord in Ruanda waren zwischen April und Juli 1994 etwa 800.000 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Mitglieder der Volksgruppe der Tutsi, aber auch gemäßigte Hutu.
London schützt Satelliten mit neuer Weltraumeinheit
Die Royal Air Force (RAF) will britische Satelliten im Weltraum künftig mit einer speziellen Militäreinheit besser vor feindlichen Bedrohungen schützen. Die Einheit mit dem Namen „No. III Space Effects Squadron“ ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums die erste britische Einheit, die speziell zur aktiven Abwehr feindlicher Aktivitäten im Weltraum eingerichtet wurde.
Sie soll unter anderem Satelliten schützen, die der Navigation von Schiffen dienen, Kommunikationsverbindungen bereitstellen und vor Raketenangriffen warnen. Auch Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei sind dem Ministerium zufolge bei Einsätzen auf satellitengestützte Navigation angewiesen.
Die Einheit soll mit spezialisiertem Personal besetzt werden und sowohl defensive als auch offensive Weltraumoperationen unterstützen. Satellitendienste seien „beispiellosen Bedrohungen ausgesetzt“, wie der höchstrangige RAF-Offizier Harv Smyth der Nachrichtenagentur PA zufolge in London sagte. Der Weltraum sei „zu einem Bereich der Kriegsführung geworden, ob es uns gefällt oder nicht“.
London will Rückgabe von Chagos-Inseln neu bewerten
Die britische Regierung hat die Vereinbarung über die geplante Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius nach Kritik von US-Präsident Donald Trump verworfen. In seiner jetzigen Form könne das Abkommen über den im Indischen Ozean gelegenen Archipel nicht umgesetzt werden, sagte Verteidigungsminister Wes Streeting gestern in einem BBC-Interview. Als Grund dafür nannte er mangelnde Unterstützung aus den USA.
Zuvor hatte Trump die Abmachung nach einem Treffen mit Großbritanniens Premier Andy Burnham am Rande der UNO-Vollversammlung in New York als „furchtbar“ bezeichnet. Der US-Präsident hatte das Abkommen zunächst abgesegnet, später aber seine Meinung geändert.