Im Wettskandal hat der Staatsanwalt Patrick Desjardins Haftstrafen auf Bewährung sowie Geldstrafen beantragt. Es geht um das Spiel zwischen Cesson-Rennes und Montpellier am 12. Mai 2012, bei dem eine sechsstellige Summe auf eine Halbzeitführung der Gastgeber gesetzt worden sein soll - auch von mehreren, größtenteils ehemaligen Spieler von Montpellier, die deswegen derzeit in der französischen Hafenstadt vor Gericht stehen. Desjardins blieb dabei deutlich unter dem maximalen Strafmaß von fünf Jahren Haft und 375.000 Euro Geldstrafe. Nikola Karabatic, früher THW Kiel, drohen drei Monate Haft auf Bewährung und 30.000 Euro Geldstrafe.
Die höchste Forderung stellte der Staatsanwalt für Mladen Bojinovic auf. Dem derzeit vereinslosen Rekordteamsportler Frankreichs, der als einziger Mann elf Meisterschaften errang, drohen sechs Monate Haft auf Bewährung und 60.000 Euro Geldstrafe. Allerdings wird die Verteidigung dieser Forderung allem Anschein nach deutlich widersprechen.
Die meisten anderen Beklagten, darunter Michael Robin, Primoz Prost, Issam Tej, Samuel Honrubia, Nikola und Luka Karabatic und Physiotherapeut Yann Montiege, haben nach Meldungen französischer Medien mit drei Monaten Haft auf Bewährung und Geldstrafen zwischen 10.000 und 30.000 Euro zu rechnen, wenn es nach dem Staatsanwalt geht. Für die Freundinnen der Karabatic-Brüder beantragte der Staatsanwalt lediglich Geldstrafen in Höhe von 7.500 Euro. Die Freundin von Nikola Karabatic soll dessen Smartphone zum Wetten genutzt haben.
Wettskandal: Staatsanwalt fordert Bewährungs- und Geldstrafen für Nikola Karabatic und Co.