2hands1blatt
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Ich poste noch mal den Kommentar von Alexander Dill, weil der Hinweise auf die Hintergründe der seltsam einseitigen Ukraine-Berichterstattung in den deutschen Medien gibt:
Ich habe aufgrund der Äußerungen einstmals bedeutender Politiker (von
Bülow, Wimmer, Todenhöfer) und Publizisten (Haisenko, Jebsen,
Ulfkotte) zwei der führenden Moskau- bzw. Ukraine-Korrespondenten der
Leitmedien sowie einen Chef eines Korrespondenten selbst kontaktiert.
Ihre - in der Regel völlig einseitigen - Berichte entsprechen ihren
Überzeugungen und passen zu ihrem Corpsgeist. Sie werden für diese
Berichte von ihren Chefredakteuren ausdrücklich gelobt und es gibt
sogar Auszeichnungen. Selbst Behauptungen, die sich nach meiner
Recherche als frei erfunden erwiesen, werden von den Betreffenden und
ihren leitenden Redakteuren nicht revidiert, sondern allenfalls nicht
wiederholt.
Auf der Ebene der Chefredaktionen besteht völlige Einigkeit darin,
dass keinerlei Berichte zu Russland, Ukraine und auch Palästina
erscheinen dürfen, die nicht der offiziellen Einschätzung von
US-Regierung und Bundesregierung entsprechen. Das gilt auch für die
taz.
Dennoch ist diese Einigkeit nicht von BND oder CIA gesteuert, sondern
sie beruht auf einem freiwilligen Konsens der Einseitigkeit, der ganz
von den Fraktionen im Bundestag getragen wird, zum Teil selbst von
der Linkspartei (Gregor Gysi).
Der führende Ukraine-Korrespondent gab allerdings mir gegenüber zu,
dass er seine Meinung revidieren würde, wenn es stimmen würde, dass
die Maidan-Morde und der MH 17 Abschuß von der jetzigen ukrainischen
Regierung angeordnet wurden. Er hätte aber keinen Auftrag, dies zu
recherchieren, sondern warte auf die Ergebisse der Untersuchung.
Anders gesagt: Recherchierende Journalisten könnten - wie etwa auch
bei Watergate oder im Vietnam Krieg - das Primat der Einseitigkeit
sprengen.
Da es aber kein deutsches Medium gibt, das solche Journalisten
unterstützen und bezahlen würde, müssen sich die wenigen auf diesem
Gebiet Aktiven auch auf russische bzw. ostukrainische Quellen
verlassen, was wiederum eigene Risiken der Desinformation birgt.
Nach meiner Einschätzung besteht allerdings für so einen Journalisten
ein hohes Risiko, ermordet zu werden von denen, denen das
Ermittlungsergebnis ihre Macht kostet und die alles zu verlieren
haben.
http://www.heise.de/tp/foren/S-Medien-nicht-fremdgesteuert-Konsens-in-der-Einseitigkeit/forum-293456/msg-26610921/read/
Ich habe aufgrund der Äußerungen einstmals bedeutender Politiker (von
Bülow, Wimmer, Todenhöfer) und Publizisten (Haisenko, Jebsen,
Ulfkotte) zwei der führenden Moskau- bzw. Ukraine-Korrespondenten der
Leitmedien sowie einen Chef eines Korrespondenten selbst kontaktiert.
Ihre - in der Regel völlig einseitigen - Berichte entsprechen ihren
Überzeugungen und passen zu ihrem Corpsgeist. Sie werden für diese
Berichte von ihren Chefredakteuren ausdrücklich gelobt und es gibt
sogar Auszeichnungen. Selbst Behauptungen, die sich nach meiner
Recherche als frei erfunden erwiesen, werden von den Betreffenden und
ihren leitenden Redakteuren nicht revidiert, sondern allenfalls nicht
wiederholt.
Auf der Ebene der Chefredaktionen besteht völlige Einigkeit darin,
dass keinerlei Berichte zu Russland, Ukraine und auch Palästina
erscheinen dürfen, die nicht der offiziellen Einschätzung von
US-Regierung und Bundesregierung entsprechen. Das gilt auch für die
taz.
Dennoch ist diese Einigkeit nicht von BND oder CIA gesteuert, sondern
sie beruht auf einem freiwilligen Konsens der Einseitigkeit, der ganz
von den Fraktionen im Bundestag getragen wird, zum Teil selbst von
der Linkspartei (Gregor Gysi).
Der führende Ukraine-Korrespondent gab allerdings mir gegenüber zu,
dass er seine Meinung revidieren würde, wenn es stimmen würde, dass
die Maidan-Morde und der MH 17 Abschuß von der jetzigen ukrainischen
Regierung angeordnet wurden. Er hätte aber keinen Auftrag, dies zu
recherchieren, sondern warte auf die Ergebisse der Untersuchung.
Anders gesagt: Recherchierende Journalisten könnten - wie etwa auch
bei Watergate oder im Vietnam Krieg - das Primat der Einseitigkeit
sprengen.
Da es aber kein deutsches Medium gibt, das solche Journalisten
unterstützen und bezahlen würde, müssen sich die wenigen auf diesem
Gebiet Aktiven auch auf russische bzw. ostukrainische Quellen
verlassen, was wiederum eigene Risiken der Desinformation birgt.
Nach meiner Einschätzung besteht allerdings für so einen Journalisten
ein hohes Risiko, ermordet zu werden von denen, denen das
Ermittlungsergebnis ihre Macht kostet und die alles zu verlieren
haben.
http://www.heise.de/tp/foren/S-Medien-nicht-fremdgesteuert-Konsens-in-der-Einseitigkeit/forum-293456/msg-26610921/read/