Ich ergreife nicht Partei, aber ich kenne das Problem, dass die Unabhängigkeitsbestrebungen eines Landes mit den Faschisten gleichgesetzt wird, die die Situation ausnutzen. Das alles habe ich schon einmal erlebt, nur damals ging es glimpflich aus. Die aufgegeilten Posts hier finde ich widerlich, auch die Tatsache, wenn hier Poster von verstümmelten Kindern gezeigt werden, völlig ohne Quelle. Bei so etwas werde ich ergreife ich Partei und wünsche demjenigen schlaflose Nächte und Durchfall. Wo bleibt denn die Menschlichkeit, wenn es hier angeblich so vielen um die Wahrheit geht? Ist es nicht angebracht genau zu überlegen welche Nachrichten man postet und einen Augenblick darüber nachdenkt was es bedeutet, wenn Leute ermordet worden sind? Oder wenn jemand öffentlich in die Tonne geworfen wird....
Wäre es anders herum, würde sich der gleiche Widerstand bilden. Wie sich immer Widerstand bildet, wenn Leute so fahrlässig mit dem Thema Krieg umgehen.
Wo du Recht hast und den Schuh zieh ich mir an ist das wahllose Posten von Bildern. Das Mindestel, worauf ich auch in Zukunft achten werde sind Nachweise und Angaben dazu. Als Mindestes.
Du meinst wahrscheinlich die Ausrufung der Unabhängigkeit der Republik Kroatien, Aberkennung des Status der Serben als konstituierendes Staatsvolk, RSK...
Nun, ich habe mir fest vorgenommen, mich nicht mehr groß zu Balkan bzw. "Jugo"themen insbesondere zu äußern und werde deshalb auch hier nicht weiter darauf eingehen. Nur soviel: Wundert an sich nicht, wenn Kroaten diese Querverbindungen ziehen.
Was die Vorwürfe des Faschismus hier anbelangt. Nun, an sich begann die Maidanbewegung ja noch nicht ein Mal wegen der EU-Assoziierung, es ging um Oligarchenstrukturen, Korruption usw. Das Ganze schaukelte sich dann hoch unter Mitwirkung von Swoboda, Rechtem Sektor. Dazu lief auch auf Arte eine UKRAINISCHE Doku "Kiew in Flammen" oder so Ähnlich. Wurde das je hinterfragt? Ich kann mich schon an rege Hofierung eines Klitschko und seiner "UDAR"-Partei erinnern. Die übrigens von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung mit finanziert wurde. "janukowitsch muss weg...." Ja schön und gut. Nur dass niemand fragte, vielleicht auch bewusst, wer denn dann eigentlich regieren sollte. Wobei klar war, dass es ohne Beteiligung radikaler Parteien nicht gehen wird. Swoboda wurde beteiligt. Und nun stell dir mal eine NPD im deutschen Bundestag vor und noch dazu mit Ministern!
Das erste war Russisch als Sprache, sowieso ein schwieriges Thema. Übergriffe auf Russen usw. Bis es dann quasi umgekehrt zu "Palastrevolten" gegen diese "Kiewer Junta" kam, was dann zur ATO führte usw. Die ersten Reaktionen auf Odessa seitens des Gouverneurs von Odessa und einiger Politiker, ich glaub auch Tymoschenko waren von der Art "Slava Ukraini". Bis heute ist nicht sehr viel geschehen in der Aufklärung übrigens. Dann geht es weiter über "Strafaktionen, karatelnye akzii".
Konnte und kann man alles diskutieren. Aber verstehst du, dass sich viele russische Menschen in der Ukraine durchaus fragen, wie ihre Zukunft da aussieht? Im letzten Herbst wurde ein neues Parlament gewählt unter Abwahl etwa der Swoboda. Das ist wohl wahr. Quasi im gleichen Atemzug sitzt ausgerechnet ein Dmytro Jarosch nicht nur in der Rada, sondern im Verteidigunsministerium!
Reizfigur Dmytro Jarosch: Ukrainische Regierung adelt Rechtsradikalen - n-tv.de
Verstehst du, dass so etwas umgekehrt ein sehr merkwürdiges Gefühl gibt, wenn auch von Seiten der jetzigen ukrainischen Verbündeten wie Deutschland NICHTS dazu kommt? Wie gesagt, man stelle sich so etwas nur mal anderswo vor! Und bei aller Ausnahmesituation in der Ukraine kann und darf so etwas in einem Land, was Westanbindung anstrebt, einfach nicht sein oder dass so etwas hingenommen wird.
@RZ25-300: ich werde antworten.