@ Lilith: ich rede hier nicht von Zivilisten die in diesem Wirbel dazwischengeraten sind. Ich weiss ganz genau wovon ich rede. Und du weisst auch was ich meine.
Nur mal ein relevantes Bespiel:
Unklar ist, woher der Afghanistanveteran [Name verborgen] stammt und welche Funktion er vor dem Konflikt hatte. Nach eigenen Angaben hat er in der sowjetischen Armee gedient und dabei auch an Spezialoperationen teilgenommen, bevor er 1992 aus der Armee ausgeschieden sei. Bei seinen Kräften handele es sich hauptsächlich um Ortsansässige, doch es gebe auch „Gesinnungsgenossen“ aus anderen Städten und Regionen, darunter ehemalige Sowjetarmee-Kameraden aus Russland, Moldawien und Kasachstan. [Name verborgen] soll zuvor eine Haftstrafe abgesessen und in Slowjansk eine Seifenfabrik geleitet haben.
Ist dieser Typ ein normaler Bürger so wie jeder andere?
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[h=1]Rebellen halten OSZE-Beobachter in Ostukraine fest[/h] Hoffnungen auf eine rasche Stabilisierung der Ukraine nach der Präsidentenwahl haben sich zerschlagen: Im Osten des Landes, wo es zu heftigen Kämpfen kam, brachten Separatisten erneut OSZE-Beobachter in ihre Gewalt.
Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) war die Beobachtergruppe zwischen Donezk und Luhansk unterwegs, als der Kontakt zu ihr am Montagabend abriss.
Die vier Männer aus Dänemark, der Schweiz, Estland und der Türkei würden von bewaffneten Separatisten festgehalten, teilte inzwischen der dänische Entwicklungsminister Mogens Jensen mit. Es gebe bisher weder zu den prorussischen Aufständischen noch zu den Festgehaltenen einen direkten Kontakt, heißt es. Man gehe aufgrund von indirekten Informationen aber davon aus, dass die Teammitglieder nicht in Lebensgefahr seien. Forderungen seien bisher nicht gestellt worden.
Für die OSZE sind derzeit rund 280 Beobachter in der Ukraine im Einsatz, wo sie Fakten zur Sicherheitslage sammeln. Ende April waren internationale Militärbeobachter, darunter vier Deutsche, von Separatisten in Slowjansk tagelang als Geiseln festgehalten worden.
Schwere Gefechte um Flughafen
Weil sich die Sicherheitslage in der Ostukraine "enorm verschlechtert" habe, ziehen die deutschen Rundfunksender der ARD und des ZDF vorerst ihre Teams aus Donezk ab. Die Berichterstattung bleibe aber von anderen Orten aus gewährleistet, teilten die Sender mit. Laut Auswärtigem Amt in Berlin sind Medienvertreter besonders gefährdet, von separatistischen Kräften in der Ostukraine festgehalten zu werden.
[h=2]Aus Kiew: DW-Reporter Juri Rescheto[/h]
Heftige Gefechte mit zahlreichen Toten wurden vor allem aus Donezk und Umgebung gemeldet. Der Flughafen der Millionenstadt wurde nach Angaben der Regierung in Kiew nach schweren Kämpfen mit prorussischen Separatisten zurückerobert. Bürgermeister Alexander Lukjantschenko sprach von mindestens 40 Toten. Im benachbarten Gebiet Luhansk sei ein Ausbildungslager von "Terroristen" bei einem Luftangriff zerstört worden, teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow mit. Der neue prowestliche Präsident Petro Poroschenko hatte gleich nach seiner Wahl am Sonntag eine Verschärfung der "Anti-Terror-Operation" gegen die Separatisten angekündigt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rief die Ukraine dazu auf, den Militäreinsatz gegen die Bevölkerung im Osten sofort zu beenden. Die Gewalt müsse nach dem Wahlsieg Poroschenkos umgehend aufhören, forderte Lawrow.
Rückendeckung für Poroschenko
US-Präsident Barack Obama sicherte Poroschenko umfassende Unterstützung zu. Die Vereinigten Staaten wollten Poroschenko bei seinen Bemühungen helfen, das Land zu einen, sagte Obama in einem Telefonat mit dem Milliardär. Gleichzeitig mahnte der US-Präsident rasche Reformen in Politik und Wirtschaft an.
In Brüssel kamen am Dienstagabend die europäischen Staats- und Regierungschefs zu einem informellen Abendessen zusammen, um neben der Europawahl vom Wochenende auch über die Ukraine-Krise zu beraten. An diesem Mittwoch empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel den ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk sowie dessen Kollegen aus Georgien und der Republik Moldau zu einem gemeinsamen Abendessen in Berlin. Alle drei Länder haben mit abtrünnigen Regionen zu tun, die von Russland unterstützt werden.
wa/se (dpa, afp, rtr)