Gasstreit mit Moskau: Kiew lehnt 100-Dollar-Rabatt als „inakzeptabel“ ab
Im Streit um den Erdgaspreis hat die ukrainische Regierung den von Russland angebotenen
Rabatt von 100 US-Dollar je 1000 Kubikmeter abgelehnt und eine Revision des 2009 geschlossenen Vertrages gefordert.
Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk bezeichnete das russische Angebot am Mittwoch als
„inakzeptabel“. „Die Russen haben uns einen so genannten Preisnachlass von 100 Dollar angeboten. Wir lassen uns aber nicht in die Falle locken. Der Nachlass wird auf Beschluss der Regierung der Russischen Föderation erteilt und kann auch auf Beschluss der Regierung wieder aufgehoben werden“, sagte Jazenjuk in Kiew. „
Wir schlagen weiterhin vor, den Vertrag neu zu verfassen“.
Jazenjuk bezeichnete den früheren Präferenzpreis von
268 Dollar je 1000 Kubikmeter als marktgerecht. Die Ukraine wäre bereit, ihre überfälligen Rechnungen in Milliardenhöhe
zu diesem Preis zu begleichen. Russlands
Energieminister Alexander Nowak bezeichnete das ukrainische Preisangebot
als „marktwidrig“. Davor hatte die
EU-Kommission, die in den Gasstreit mit einbezogen ist,
350 bis 380 US-Dollar für 1000 Kubikmeter als Gaspreis für die Ukraine empfohlen.
Kiew fordert von Russland, den Preis auf 268,5 Dollar zu senken sowie das Take-or-Pay-Prizip wegfallen zu lassen und zu erlauben, russisches Erdgas in andere Länder weiter zu verkaufen.
Die Ukraine hat die zum alten Preis erfolgten
November- und Dezember-Lieferungen im Wert von
1,45 Milliarden US-Dollar bisher nicht bezahlt. Hinzu kommen die
April- und Mai-Rechnungen in Höhe von drei Milliarden Dollar, die Gazprom schon
ohne Rabatte berechnet hat.
Die Ukraine, die nach dem Untergang der Sowjetunion russisches Gas jahrelang spottbillig beziehen konnte, muss laut dem
2009 von der damaligen Regierungschefin Julia Timoschenko unterzeichneten Vertrag den Marktpreis zahlen. Im Dezember 2013 senkte Russland den Gaspreis für die von einer Staatspleite bedrohte Ukraine um ein Drittel auf 268,5 Dollar je 1000 Kubikmeter. Dieser Preisnachlass wurde ab dem 1. April gestrichen, weil die Ukraine entgegen den Dezember-Vereinbarungen ihre Gasschulden nicht beglichen hatte.
Nach dem Februar-Umsturz in Kiew und der darauf folgenden Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel Krim mit Russland setzte Moskau auch den Vertrag über die Stationierung der Schwarzmeerflotte auf dem Territorium der Ukraine außer Kraft und strich auch den Rabatt, der 2010 im Gegenzug für die Präsenz der russischen Flotte gewährt worden war. Im Ergebnis stieg der Gaspreis ab April auf 485 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.
Am 16. Juni, läuft die Frist ab, die der russische Lieferant Gazprom der Ukraine für die Schuldenzahlung gesetzt hat. Wenn die milliardenhohe Gasverschuldung bis dahin nicht beglichen werden sollte, darf Gazprom nur noch gegen Vorkasse liefern und - wenn Kiew auch die Vorausrechnung nicht bezahlt - den Gashahn zudrehen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Ukraine das für Westeuropa bestimmte Transitgas für den Eigenbedarf abzweigen wird, wie dies bereits 2009 der Fall war.
Gasstreit mit Moskau: Kiew lehnt 100-Dollar-Rabatt als ?inakzeptabel? ab | Wirtschaft | RIA Novosti
Ganz schön den arsch offen. Nach dem was passiert ist. Der teil mit dem verkauf ihn andere Länder gefällt mir besonders gut.
Die Ukraine hat wohl dann vor ganz europa mit Gas zu beliefern die sie von Russland für 268 Dollar einkaufen?
Wie dumm glauben dir sind wir. Sie sind gar nicht in der Position um irgend welche forderungen zu stellen.
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Putin bietet Kiew Gasrabbat an: „Konditionen wie unter Janukowitsch“
Im Gasstreit bietet Russland laut Präsident Wladimir Putin der Ukraine einen Rabbat von 100 Dollar und damit dieselben Bedingungen an, wie sie die Ukraine unter Präsident Viktor Janukowitsch genossen hat.
„Gazprom hat den ukrainischenm Partnern die gleichen Konditionen angeboten, wie sie die Regierung Viktor Janukowitsch gehabt hatte: Ein Nachlass von 100 Dollar vom Vertragspreis und ein Endpreis von 385 Dollar je 1000 Kubikmeter“, sagte Putin am Mittwoch in einer Regierungssitzung in Moskau. Dieser Preis sei niedriger als etwa der für Polen. Als unbegründet wies Putin die Sorge der ukrainischen Regierung zurück, dass Russland den Rabatt dann einseitig wieder aufheben könnte. Er beauftragte das Kabinett, nachzudenken, wie die neuen Konditionen durch eine Vereinbarug mit der ukrainischen Regierung auf Dauer gesichert werden könnten. „Unser Angebot ist durchaus partnerschaftlich und zielt darauf ab, die ukrainische Wirtschaft in der schwierigen Zeit zu unterstützen“, sagte Putin weiter. „Wenn unser Angebot abgelehnt wird, werden wir in ein neues Stadium treten.“
Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk lehnte das russische Angebot zur Preissenkung als „
inakzeptabel“ ab. Das, obwohl die EU-Kommission, die in den Gasstreit mit einbezogen ist, 350 bis 380 US-Dollar für 1000 Kubikmeter als Gaspreis für die Ukraine empfohlen hatte. Kiew fordert von Russland, den Preis auf 268,5 Dollar zu senken sowie das Take-or-Pay-Prizip wegfallen zu lassen und zu erlauben, russisches Erdgas in andere Länder weiter zu verkaufen.
Die Ukraine, die nach dem Untergang der Sowjetunion russisches Gas jahrelang spottbillig beziehen konnte, muss laut dem
2009 von der damaligen Regierungschefin Julia Timoschenko unterzeichneten Vertrag den Marktpreis zahlen. Im April 2010 stimmte Kiew einer
längeren Präsenz der russischen Kriegsflotte auf der damals noch ukrainischen Krim zu und erhielt im Gegenzug einen
Erdgas-Rabatt von 100 Dollar pro 1000 Kubikmeter.
Im Dezember 2013 senkte Russland den Gaspreis für die von einer Staatspleite bedrohte Ukraine
um ein Drittel auf 268,5 Dollar je 1000 Kubikmeter. Dieser Preisnachlass wurde ab dem 1. April gestrichen, weil die Ukraine entgegen den Dezember-Vereinbarungen ihre Gasschulden nicht beglichen hatte.
Nach dem Februar-Umsturz in Kiew und der darauf folgenden Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel Krim mit Russland setzte Moskau auch den Vertrag über die Stationierung der Schwarzmeerflotte auf dem Territorium der Ukraine außer Kraft und strich auch den Rabatt, der 2010 im Gegenzug für die Präsenz der russischen Flotte gewährt worden war. Im Ergebnis stieg der Gaspreis
ab April auf 485 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.
http://de.ria.ru/business/20140611/268738274.html
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Oettinger: Russlands neues Preisangebot an Ukraine akzeptabel
Die Europäische Kommission hält die von Russland angebotene Preissenkung beim Erdgas für die Ukraine auf 385 Dollar je 1000 Kubikmeter laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger für akzeptabel.
Er denke, dass die 385 Dollar eine annehmbare Preissenkung sei, sagte Oettinger am Mittwoch, nach dreiseitigen Erdgasgesprächen in Brüssel. Die Europäische Kommission werde alles in ihrer Kraft Stehende tun, um im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine bis zum nächsten Montag eine Lösung zu finden.
Im andauernden Gasstreit hat Russland der Ukraine einen
Rabatt von 100 Dollar und einen Endpreis von 385 US-Dollar je 1000 Kubikmeter angeboten. Dies entspricht den Konditionen, wie sie die Ukraine unter Präsident Viktor Janukowitsch genossen hat. Damit wäre das russische Erdgas für die Ukraine billiger als etwa für Polen. Laut dem russischen Energieminister Alexander Nowak ist Russland bereit, den Rabatt rückwirkend ab dem 1. April in Kraft zu setzen und die ukrainischen Schulden neu zu berechnen. Dadurch würden sich die überfälligen Rechnungen von April und Mai, die jetzt eine Höhe von drei Milliarden Dollar haben, auf knapp 2,4 Milliarden Dollar verringern. Der ukrainische Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat das russische Angebot zur Preissenkung bereits als „
inakzeptabel“ abgelehnt.
http://de.ria.ru/business/20140611/268738445.html