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Der Ukraine Sammelthread

Russische Behörden: Tote nach ukrainischen Angriffen
Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. In der Region Belgorod seien am Montagabend zwei Menschen bei Schlägen in Grenznähe zur Ukraine gestorben, schrieb Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. In Twer kam laut Gouverneur Witali Koroljow unterdessen nach vorläufigen Angaben bei einer Gasexplosion ein Mensch ums Leben. Zunächst hatte es geheißen, der Brand sei durch Drohnentrümmer ausgelöst worden.

Insgesamt fing Russlands Luftverteidigung in der Nacht auf gestern ukrainische Drohnen über rund 20 russischen Regionen ab, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. In den russischen Grenzregionen Brjansk und Belgorod wurden jeweils 29 und 15 ukrainische Drohnen abgefangen sowie sechs über Twer, das etwa 180 Kilometer von Moskau entfernt liegt.

Berichte über Explosionen
Russische Telegram-Kanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen außerdem von Explosionen in mehreren Regionen Russlands. Der Gouverneur des Gebietes Lipezk, Igor Artamonow, schrieb auf Telegram von einem Brand auf einem Fabriksgelände im Kreis Usman nach einem Drohnenangriff, ohne weitere Details zu nennen.

 
Plenković: Einige Länder werden Soldaten in die Ukraine schicken, Kroatien nicht.
PREMIERMINISTER Andrej Plenković sagte heute, dass bei dem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris eine große Anzahl von Ländern ihre Bereitschaft zur Aufrechterhaltung des Friedens in der Ukraine nach dem Waffenstillstand zum Ausdruck gebracht habe – einige mit ihren Soldaten, andere, wie Kroatien, mit diplomatischen Bemühungen und Militärhilfepaketen.

Vertreter aus 35 Ländern, den Mitgliedern der „Koalition der Willigen“, trafen sich am Dienstag in Paris, um über Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Friedens in der Ukraine im Falle eines Waffenstillstands zu beraten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach bei dem Treffen; auch der US-Sondergesandte für Verhandlungen mit Russland, Steve Witkoff, und Jared Kushner, einer der Verhandlungsführer, nahmen teil.

Sicherheitsgarantien für die Ukraine
Ministerpräsident Plenković bezeichnete den Gipfel als „wichtig, weil viele Länder, jedes auf seine Weise, ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht haben“, Teil einer Koalition zu sein, die der Ukraine Sicherheitsgarantien bieten soll, um neue russische Aggressionen zu verhindern.

„Einige werden mit Streitkräften teilnehmen, die im Falle eines Waffenstillstands und einer Vereinbarung in der Ukraine vor Ort wären, und andere Länder, wie beispielsweise Kroatien, das keine Soldaten auf ukrainisches Territorium entsenden wird, werden die Ukraine weiterhin unterstützen“, wie sie es bisher getan haben – durch politische und diplomatische Bemühungen oder militärische Hilfspakete.

 
Verbindliche Sicherheitsgarantien für Ukraine
Die Verbündeten der Ukraine haben dem Land erstmals umfassende und verbindliche Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands gegeben. Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris, an dem auch führende US-Vertreter teilnahmen, unterzeichneten etwa Frankreich und Großbritannien mit der Ukraine eine Absichtserklärung, nach der nach einem Waffenstillstand Soldaten in dem Land stationiert werden sollen.

In der Erklärung von Paris heißt es wörtlich: „Wir haben vereinbart, bindende Verpflichtungen zu finalisieren, die unseren Ansatz festlegen, die Ukraine zu unterstützen und Frieden und Sicherheit im Falle eines künftigen bewaffneten Angriffs Russlands wiederherzustellen.“

Diese Verpflichtungen könnten den Einsatz militärischer Fähigkeiten, nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung, diplomatische Initiativen sowie die Verhängung zusätzlicher Sanktionen umfassen.

Militärstützpunkte in der Ukraine
Nach einem Waffenstillstand wollten Großbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der Ukraine aufbauen und geschützte Anlagen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen, sagte der britische Premierminister Keir Starmer. Frankreich könne mehrere tausend Soldaten für eine Friedenssicherung in Richtung Ukraine entsenden, sagte Präsident Emmanuel Macron nach dem Gipfel dem Sender France 2.

 
Eine Frage, die im Raum stehen blieb
Am Rande des Ukraine-Gipfels richtete ein Journalist eine einfache, unbequeme Frage an Jared Kushner und Steve Witkoff. Welchen Wert haben Sicherheitszusagen und politische Verpflichtungen, wenn am selben Tag in Washington offen darüber gesprochen wird, das Hoheitsgebiet eines NATO-Partners zu übernehmen. Die Frage zielte nicht auf Details, sondern auf Glaubwürdigkeit. Während in Paris über Stabilität, Garantien und Vertrauen gesprochen wurde, stand der Verweis auf Grönland wie ein Störsignal im Raum. Die Diskrepanz zwischen Worten und gleichzeitigen Drohungen ließ sich nicht auflösen. Kushner und Witkoff wichen aus, das Thema wurde sichtbar gemieden. Doch gerade dieses Schweigen verstärkte den Eindruck eines Widerspruchs, den niemand erklären wollte. Wenn Zusagen gelten sollen, müssen sie mehr sein als situative Aussagen. Der Journalist sprach aus, was viele dachten. Die Antwort blieb aus.

 
FAO veröffentlicht Wiederaufbauplan für Ukraine
Die in Rom ansässige Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat heute einen dreijährigen Notfall- und Wiederaufbauplan für die ukrainische Landwirtschaft für den Zeitraum 2026–2028 veröffentlicht.

Ziel des Plans ist es, die landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen zu schützen, die Produktionskapazitäten wiederherzustellen und den ukrainischen Agrar- und Ernährungssektor zu stabilisieren.

Besonders stark betroffen von den Kriegsfolgen sind die Frontregionen, wo landwirtschaftliche Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurde, der Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen durch explosive Kriegsreste eingeschränkt ist und Produzenten mit Arbeitskräftemangel sowie steigenden Produktionskosten konfrontiert sind.

 
Sicherheitsgarantie: Selenskyj vermisst klare Antworten
Einen Tag nach dem Gipfeltreffen zur Ukraine in Paris hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fehlende konkrete Zusagen der europäischen Verbündeten über die Art ihres militärischen Beistands im Fall eines erneuten russischen Angriffs bedauert. „Ich hätte gerne eine einfache Antwort bekommen: Ja, wenn es wieder einen Angriff gibt, werden alle Partner den Russen eine starke Antwort geben“, sagte Selenskyj heute. „Bisher habe ich keine klare, eindeutige Antwort erhalten“, fügte er hinzu.

Er erkenne den „politischen Willen“ bei den Verbündeten, Sicherheitsgarantien zu schaffen, sagte der ukrainische Präsident weiter. Diese müssten aber noch von den Parlamenten und dem US-Kongress bestätigt werden.

Nächste Verhandlungsrunde
Unterdessen setzten in Paris Vertreter der Ukraine und der USA ihre Gespräche über Bedingungen für einen Waffenstillstand fort. Nach Angaben von Selenskyj sollte es dabei um das Atomkraftwerk Saporischschja und das von Russland geforderte Abtreten von Gebieten gehen. Es sei bereits die dritte Gesprächsrunde mit US-Vertretern innerhalb von zwei Tagen, erklärte Selenskyj auf der Plattform X.

 
Tote nach Angriff auf Häfen bei Odessa
Durch einen russischen Luftangriff auf Häfen bei Odessa sind am Schwarzen Meer nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die russische Armee habe Drohnen und Raketen eingesetzt, teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, gestern auf Telegram mit. Es gebe außerdem acht Verletzte.

Es habe Schäden an der Infrastruktur der Häfen Piwdennyj und Tschornomorsk gegeben. Kiper veröffentlichte Fotos mit zerstörten Containern und beschädigten Lkws. In Odessa selbst waren nach Medienberichten Explosionen zu hören.

Über die Häfen am Schwarzen Meer laufen die wichtigen Exporte der Ukraine an Getreide und anderen Agrarprodukten. Russland beschießt die Hafenanlagen, aber auch die Stadt Odessa selbst immer wieder. Ukrainische Kräfte haben in den vergangenen Wochen russische Tanker im Schwarzen Meer attackiert.

 
Selenskyj schließt Kriegsende bis Mitte 2026 nicht aus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus.

„Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der ‚Koalition der Willigen‘ einen neuen Meilenstein erreicht haben“, sagte Selenskyj gestern bei einem Besuch in Zypern.

In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. „Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann“, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie.

Selenskyj: Jeder für Russland verlorene Dollar ist gut
Gleichzeitig sagte der Präsident, dass Moskau durch Sanktionen weiter unter Druck gesetzt werden müsse, um einem Ende seines Angriffskriegs zuzustimmen. „Jeden Dollar, den Russland verliert, verliert es als Aggressor.“

Am Dienstag hatten Unterstützerländer in Paris der Ukraine Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand zugesagt. Ebenso wurden die Pläne konkreter, wie ein Frieden in der Ukraine militärisch abgesichert werden kann.

 
Die Stationierung westlicher Truppen und Militäreinrichtungen in der Ukraine wird als Intervention mit Sicherheitsbedrohung betrachtet, erklärte das russische Außenministerium. Westliche Einheiten und Militäreinrichtungen in der Ukraine würden zudem als legitime Kampfziele angesehen.

Laut der Times, die sich auf Quellen beruft, planen Frankreich und Großbritannien die Entsendung von bis zu 15.000 Soldaten in die Ukraine. Die Hauptaufgaben der französischen und britischen Truppen sollen die Wartung von Militärgerät, die Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte und der Aufbau von Verteidigungsinfrastruktur sein. Die USA haben sich der Pariser Erklärung zur Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine nach dem Zweiten Weltkrieg nicht angeschlossen.

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Der unter palauischer Flagge fahrende Öltanker „Elbus“, der vor der türkischen Küste von einer Drohne angegriffen wurde, wurde laut dem TG-Kanal „MiG Rossii“ ursprünglich für Russland (Sovcomflot) gebaut und trug den Namen „Scf Aldan“. Experten ordnen das Schiff eindeutig der russischen Schattenflotte zu.
Der Öltanker „Elbus“ wurde 50 Kilometer vor Kastamonu am Aufbau beschädigt; die Besatzung blieb unverletzt. Er wird in einen Hafen geschleppt.

Ukrainische Drohnen hatten bereits zuvor Tanker der russischen Schattenflotte angegriffen, wie der damalige Chef des Sicherheitsdienstes (SBU), Maljuk, berichtete.
 
Hunderttausende von Stromversorgung abgeschnitten
Russische Angriffe haben in der Nacht auf heute zu weitreichenden Stromausfällen im Süden der Ukraine geführt. Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt.

Noch etwa 800.000 Verbraucherinnen und Verbraucher waren in der Früh in Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an.

Das sei Russlands Krieg gegen das ukrainische Volk und das Leben in der Ukraine, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken: ein Versuch, die Ukraine zu brechen. Es gebe keine militärischen Gründe für solche Angriffe auf den Energiesektor und die Infrastruktur, die Menschen im Winter ohne Elektrizität und Heizung zurücklassen.

 
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