Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Moskau: 200.000 Freiwillige für Krieg, „keine Mobilmachung“
In Russland sollen sich nach offiziellen Angaben im ersten Halbjahr rund 200.000 Freiwillige für den Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeldet haben. Diese nicht überprüfbare Zahl nannte der Vizechef des Nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, gestern bei einer Sitzung.

In einem auf Telegram veröffentlichten Video wies er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um schwerwiegende Verluste auszugleichen. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht.

Russland lockt die Freiwilligen mit hohen Prämien und Einkommen. Viele Männer, die ihren Wehrdienst abgeleistet haben, berichten aber auch von Druck, sich für den Kriegsdienst zu verpflichten.

Kiew: Intensivierung der Diplomatie geplant
Unabhängige Beobachter und Beobachterinnen in Kiew sehen in der Ukraine ebenfalls Personalprobleme an der Front. Dort fehlen Soldaten. Verbreitet sind zudem Desertationen, Widerstand gegen die teils gewaltsamen Rekrutierungen und Versuche, sich durch Bestechung vom Kriegsdienst freizukaufen.

 
Ukraine ruft nach Angriff Iran an: Wollen keine Eskalation
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araktschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha gestern auf der Plattform X mit.

Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.

Der Minister räumte ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet zu haben. Demzufolge forderte Sybiha seinen Kollegen Araktschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen.

 
US-Senat für härtere Sanktionen gegen Moskau
Der US-Senat hat einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. In einer ersten Verfahrensabstimmung stimmten die Senatoren mit 86 zu zwölf Stimmen für die Vorlage, die den wirtschaftlichen Druck auf Moskau wegen des Krieges in der Ukraine erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung im Kapitol.

Sie galt als Würdigung des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham, einem der einflussreichsten Unterstützer der Ukraine im Kongress, an dessen Beerdigungstag die Abstimmung stattfand. Der Entwurf würde Präsident Donald Trump die Befugnis geben, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die in großem Umfang russisches Öl und Gas kaufen.

 
Selenskyj bei Trump
Luftabwehr und Diplomatie im Fokus
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Dienstag im Weißen Haus empfangen. Bei dem Gespräch sei es Selenskyj zufolge um eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, im Detail „um Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen“. Thema waren auch Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Krieges. Der US-Senat einigte sich unterdessen auf ein Gesetz für Russland-Sanktionen.

Das Treffen im Weißen Haus fand hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde. Selenskyj sprach im Onlinedienst X von einem „guten Treffen“. Er dankte Trump und den USA für ihre „entschlossene Unterstützung“ im russischen Angriffskrieg. Dazu veröffentlichte der ukrainische Präsident Fotos, die ihn mit Trump im Oval Office des Weißen Hauses zeigen. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach von einem „positiven und produktiven Treffen“.

 
Zurück
Oben