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Der Ukraine Sammelthread

Heftige Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur
Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht mit „massiven Angriffen“ die Energieinfrastruktur in der Ukraine attackiert. Russland habe „mehr als 40 Marschflugkörper und 40 Drohnen“ auf „kritische Infrastruktur“ abgefeuert, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute. Leider sei nur „ein Teil“ der Geschoße abgefangen worden, fügte er hinzu.

Die Angriffe hätten „Produktionsanlagen und Übertragungssysteme“ in den Regionen Kiew, Charkiw, Saporischschja und Lwiw ins Visier genommen, sagte Energieminister Herman Haluschtschenko auf Telegram. Der ukrainische Energieversorger DTEK teilte mit, zwei seiner Wärmekraftwerke seien angegriffen worden, ohne die Standorte zu nennen.

 
Johnson warnt Trump: „Man kann Amerika nicht wieder großartig machen, wenn die Ukraine an Putin fällt“
Boris Johnson warnt Donald Trump davor, Ukraine fallen zu lassen, wenn er Amerika wieder groß machen will. Johnson fordert zudem die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO.

Laut einem Bericht des britischen „Telegraph“ hat der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump davor gewarnt, dass sein Ziel, Amerika wieder groß zu machen, scheitern wird, wenn er zulässt, dass die Ukraine in die Hände von Wladimir Putin fällt. In einer Rede auf einer konservativen Konferenz in Kanada rief Johnson die Republikaner im Kongress auf, die ein 60 Milliarden Dollar Hilfspaket für Kyjiw blockiert haben, sich gegen Russland zu vereinen, um Amerikas Status als führende Supermacht der Welt zu bewahren.

Johnson fordert energisch NATO-Beitritt der Ukraine

 
Donbass und Krim im Tausch gegen den Frieden? Kreml reagiert auf Trumps Ukraine-Plan
So will Trump mutmaßlich den Ukraine-Krieg beenden: Kreml reagiert
Wie die Washington Post diese Woche unter Berufung auf Insider berichtete, lautet Trumps Vorschlag: Die Ukraine solle die Krim und den Donbass an Russland abtreten. Das wäre eine drastische Abkehr von der bisherigen US-Politik. Ein weiterer Punkt in dem angeblichen „Friedensplan“ des Republikaners: Die Begrenzung der Nato-Erweiterung. Ein Sprecher des Wahlkampfteams von Trump wies den Bericht als „Fake News“ zurück, wie die New York Post berichtete.

Russland äußerte sich zunächst verhalten zu dem angeblichen Vorschlag. Die Spekulationen über Trumps Absichten seien dem Kreml bekannt, teilte das Pressebüro des Kremls auf eine Anfrage des US-Magazins Newsweek mit. Bisher seien aber „keine Initiativen von Donald Trump angekündigt worden.“ Ohne weitere Einzelheiten und eine Bestätigung sei der mutmaßliche Plan „unmöglich“ zu bewerten, hieß es aus Moskau weiter.

 
Putin nennt Luftangriffe Teil von „Entmilitarisierung“
Die jüngsten russischen Luftangriffe auf das ukrainische Energienetz haben nach den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin unter anderem die „Entmilitarisierung“ der Ukraine zum Ziel. Allerdings hatten die russischen Angriffe zuletzt primär der Energieversorgung des Landes gegolten.

„Wir gehen davon aus, dass wir auf diese Weise Einfluss auf den militärisch-industriellen Komplex in der Ukraine nehmen“, sagte Putin gestern bei einem Treffen mit seinem belarussischen Kollegen Alexander Lukaschenko in Moskau.

Die Angriffe seien außerdem eine Reaktion auf die Angriffe Kiews auf die russische Energieinfrastruktur, darunter insbesondere Raffinerien. „Wir haben in letzter Zeit eine Reihe von Angriffen auf unsere Energieanlagen beobachtet und waren gezwungen, darauf zu reagieren“, sagte Putin. Die ukrainische Armee hatte zuletzt mehrfach Anlagen der Erdölindustrie auf russischem Territorium mit Drohnen angegriffen.

 
Recherche: Großteil ukrainischer Wärmekraftwerke zerstört
Nach den enormen russischen Angriffen seit Mitte März ist der Großteil der ukrainischen Wärmekraftwerke zerstört oder unter russischer Kontrolle. Das lässt sich aus einer ukrainischen Medienrecherche und den Angaben von Unternehmen ableiten.

„Nach dem letzten Beschuss und der Zerstörung des Tripyllja-Wärmekraftwerks hat das Staatsunternehmen Zentrenerho einhundert Prozent seiner Stromerzeugungskapazitäten verloren“, schrieb das Onlinenachrichtenportal Ukrajinska Prawda heute.

Unter Beschuss
Zuvor war bereits das Wärmekraftwerk bei Smijiw im ostukrainischen Gebiet Charkiw zerstört worden. Seit Sommer 2022 ist das ebenso zu Zentrenerho gehörende Kraftwerk Wuhlehirsk im Gebiet Donezk unter russischer Kontrolle.

Nach Angaben des größten privaten Energieunternehmens DTEK sind fünf seiner sechs Kraftwerke zumindest stark beschädigt. Nur 20 Prozent der Kapazitäten zur Stromproduktion seien intakt. Die Ukrajinska Prawda geht nach den neuerlichen Angriffen davon aus, dass es eher weniger sind.

Stromabschaltungen bisher nur in Charkiw

 
Kreml holt geplatztes Friedensabkommen aus der Schublade
Der Kreml sieht ein kurz nach Kriegsbeginn ausgehandeltes, letztlich aber gescheitertes Abkommen zwischen Russland und der Ukraine über einen Friedensschluss als mögliche Basis für eine neue Lösung – und stellt Zusatzforderungen.

Die damals in Istanbul ausgehandelte Vereinbarung könne als Grundlage für neue Verhandlungen dienen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

„In unserer Verfassung sind nun neue Gebiete verankert, was vor zwei Jahren noch nicht so war“, schränkte er zugleich ein. Anlass der Äußerungen ist der Schweizer Vorschlag einer Friedenskonferenz, die aber zunächst vor allem mehr internationale Unterstützung für die Ukraine mobilisieren soll. Mit Moskau soll erst in einem zweiten Schritt gesprochen werden.

Unstimmigkeiten über Gebietsforderungen
Ende März 2022, etwa einen Monat nach dem von Putin befohlenen Angriff auf die Ukraine, als sich andeutete, dass die von Moskau geplante Einnahme Kiews scheitern würde, einigten sich Unterhändler der Ukraine und Russlands bei Gesprächen in Istanbul auf ein vorläufiges Abkommen, um die Kampfhandlungen zu beenden. Später wurde bekannt, dass sich die Ukraine damals dazu bereiterklärte, auf den NATO-Beitritt zu verzichten und neutral zu bleiben.

 
Charkiw trotzt russischen Attacken
Die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw steht fast täglich unter Beschuss der russischen Armee. Die Lage der rund 1,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der grenznahen Metropole verschärft sich zusätzlich, da Russland gezielt die Energieinfrastruktur in der Region angreift. Die Befürchtung in der Bevölkerung geht um, dass die Stadt einer der Hauptangriffspunkte einer möglichen Sommeroffensive der russischen Armee ist. Für den Kreml ist Charkiw ein wichtiges Symbol, doch die Stadt trotzt den russischen Attacken.

Bereits zu Kriegsbeginn wollte Russland die Stadt einnehmen. In den ersten Monaten der großangelegten russischen Invasion zogen Moskaus Truppen durch die Region Charkiw, bevor im Herbst 2022 eine Blitzoffensive der Ukraine die russischen Truppen wieder zurückdrängte. Seitdem blieb der Osten der Region Frontgebiet, oft unter Bombardierung, wie das US-Magazin „Newsweek“ in seiner jüngsten Ausgabe schreibt.

 
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