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Der Ukraine Sammelthread

Selenskyj: USA haben wegen Iran-Kriegs „keine Zeit“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat negative Auswirkungen des Iran-Kriegs für die Friedensbemühungen und die Waffenlieferungen für sein Land beklagt.

Selenskyj sagte gestern in einem ZDF-Interview mit Moderatorin Maybrit Illner mit Blick auf die beiden US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff: „Sie sind ständig in Kontakt mit dem Iran und haben keine Zeit für die Ukraine.“

Selenskyj beklagt Defizit bei Waffen
Selenskyj klagte zudem über Engpässe beim Patriot-Luftabwehrsystem. „Wenn der Krieg länger dauert, wird es weniger Waffen für die Ukraine geben“, sagte Selenskyj in dem ZDF-Interview und ergänzte mit Blick auf das wichtige Patriot-System: „Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr.“

Selenskyj bot zugleich die Hilfe seines Landes in der Straße von Hormus an. „Die Straße von Hormus ist gesperrt, und die wollen wir entsperren, durch die Sperrung des Schwarzen Meers haben wir schon Erfahrungen“, sagte Selenskyj und fügte hinzu: „Amerika hat uns noch nicht gefragt.“

Besuch in Berlin
Positiv äußerte sich Selenskyj über Deutschland. „Der größte strategische Partner in Europa ist ganz sicher Deutschland“, sagte Selenskyj. Deutschland helfe seinem Land heute mehr als die USA.

 
Historischer Angriff ohne Soldaten: Ukraine erobert erstmals russische Stellung nur mit Robotern und Drohnen
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben russische Soldaten zur Kapitulation gezwungen und eine Stellung erstmals im Krieg ausschließlich mit Luftdrohnen und Bodenrobotern eingenommen – ohne Einsatz von Infanterie.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Montag: „Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Krieges wurde eine feindliche Stellung ausschließlich durch unbemannte Plattformen eingenommen – Bodensysteme und Drohnen.“

Die Operation, bei der die russischen Kräfte kapitulierten, sei „ohne Verluste auf unserer Seite“ durchgeführt worden, erklärte er.

 
Putin hat den Krieg längst verloren – nun sucht er einen Ausweg
Russlands Invasion der Ukraine ist längst nicht mehr finanzierbar. Der Irankrieg bietet dem Kreml nun höchstens eine Verschnaufpause

Nur allzu gerne wäre man dieser Tage ein Mäuschen, das durch die Flure des Kreml huscht und lauscht, wie man in Russlands Machtzentrale wirklich über den Krieg in der Ukraine denkt. Glaubt Wladimir Putin tatsächlich noch an den Sieg? Nimmt er die enormen Verluste schulterzuckend in Kauf, wie es den Anschein hat? Oder gibt es dort jemanden, der sagt: Putin, hör auf?

Vieles spricht nämlich dafür, dass Russlands Machthaber längst nach einer Exitstrategie sucht. Mit jedem Tag, der an der Front und abseits davon vergeht, tritt deutlicher zutage, wie kolossal sich Putin verspekuliert hat. Russland, vermeintlich zweitgrößte Militärmacht der Welt, ist vier Jahre nach Beginn seiner Vollinvasion drauf und dran, den Krieg zu verlieren. Wenn auch womöglich nicht so schnell, wie es der Ukraine zu wünschen wäre.

Strategisch betrachtet hat Putin seine Ziele schon jetzt auf ganzer Linie verfehlt. Die Ukraine, als Hort von Nazis verfemt, exportiert ihr Drohnen-Know-how bis zum Persischen Golf. Sollten die Ukrainerinnen und Ukrainer jemals geschwisterliche Gefühle für Russland gehegt haben, wie der Kreml behauptet hatte, sind diese unter Putins Bomben wohl für immer erkaltet. Die Einnahme Kyjiws, für den Kreml eigentlich eine Sache weniger Tage – heute höchstens utopisch.

Frust über Trump
Auch auf taktischer Ebene tritt Russlands Armee auf der Stelle. Dass Putin vergangenes Wochenende eine österliche Feuerpause ausgerufen hat, legt nahe, wie erschöpft die Truppe in Wahrheit ist. An der Front ist sie vielerorts in die Defensive geraten. Einzig Drohnen- und Raketenterror bringt sie noch fertig. Weil für Rekrutierungen das Geld knapp wird und eine neue Zwangsmobilisierung zu Protesten führen würde, dürfte Moskaus Minimalziel, die Eroberung des Donbass, kaum zu stemmen sein.

 
Ukraine meldet Angriffe aus Russland mit Hunderten Drohnen
Die Ukraine ist auch in der Nacht auf heute von Russland schwer aus der Luft angegriffen worden. Insgesamt habe das russische Militär seit gestern Abend 324 Drohnen und drei Raketen eingesetzt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die Flugabwehr habe 309 Drohnen abschießen oder unschädlich machen können.

Die Raketen und die übrigen Drohnen hätten jedoch neun Ortschaften erreicht. Eine 74-jährige Kioskverkäuferin wurde nach Behördenangaben getötet, mindestens sieben Menschen erlitten Verletzungen.

Aus mehreren Landesteilen wurden Schäden gemeldet, darunter an Wohnhäusern. In der Region Odessa am Schwarzen Meer sei Hafeninfrastruktur angegriffen worden, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen seien beschädigt worden.

 
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Abgeordneter der Werchowna Rada: Banditen verkleiden sich als Militärkommissare, entführen Menschen und erpressen Geld von ihnen.
In einigen ukrainischen Städten geben sich Kriminelle in Absprache mit der Polizei als Angehörige des Militärkommissariats aus, nehmen Menschen fest und erpressen von ihnen Geld, sagte der Abgeordnete Mykola Knyazhitsky im Fernsehsender „Goworit Weliki Lwiw“.

„Es gibt Städte – zumindest wird das behauptet, und es muss untersucht werden –, in denen sich kriminelle Banden in Absprache mit der Polizei Militäruniformen anlegen, Menschen festnehmen, sie in einen Kleinbus zwingen und sagen: Entweder du zahlst uns, oder wir bringen dich zum Militärkommissariat“, so Knyazhitsky.

Er betonte, dass die Polizei diese „gewöhnliche Bandenkriminalität“ nicht bekämpfe und fügte hinzu, dass dies in vielen Städten, insbesondere in Dnipro, vorkomme und dass „bekannt ist, wer dahintersteckt. Wir wissen nichts davon, weil es den Behörden egal ist, weil sie mit denselben Banditen Geschäfte machen“, fügte der Abgeordnete hinzu.
 
Ukraine-Unterstützer bekennen sich zu weiterem Beistand
Die Unterstützerstaaten der Ukraine haben dem von Russland angegriffenen Land ihren weiteren Beistand zugesagt. „Wir haben heute – und das war sehr wichtig – alle unsere Verpflichtungen gegenüber der Ukraine bekräftigt“, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte gestern nach einer Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin.

„Die Ukraine kann sich weiterhin auf uns verlassen“, sagte Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius. Die weitere Unterstützung sei nötig, auch wenn die Augen der Welt auf den Nahen Osten sowie die Bemühungen um ein Ende der Blockade in der Straße von Hormus gerichtet seien. Russland profitiere von den gegenwärtigen Entwicklungen.

Rutte zeigte sich zuversichtlich, dass die Ziele beim Kauf von US-Waffen für die Ukraine in diesem Jahr erfüllt werden können.

London sagt Lieferung von 120.000 Drohnen zu
Zum Treffen der Kontaktgruppe sagte Großbritannien der Ukraine die Lieferung von 120.000 Drohnen für den Abwehrkampf gegen Russland zu. Es sei das bisher größte britische Drohnenpaket, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey zum Auftakt des Treffens.

 
Ukrainische Armee: Bereits über 100 Angriffe mit Kampfrobotern
Eine ukrainische Armee-Einheit hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern gegen russische Ziele an der Front ausgeführt. „Insgesamt hat es mehr als 100 solche Einsätze gegeben“, hieß es gestern aus der ukrainischen NC-13-Einheit, die Teil der dritten ukrainischen Angriffsbrigade ist.

„Diese Einsätze umfassen das Ausschalten von feindlichen Soldaten sowie die Zerstörung von Schutzräumen, Kommandoposten und anderer feindlicher Infrastruktur“, hieß es weiter. „Das sind nicht mehr isolierte Vorfälle, sondern systematische Kampfeinsätze.“

Ersatz für Infanterieeinsätze
Zum Einsatz kämen „Boden-Robotik-Kamikaze-Systeme“ und „mit Kampfmodulen ausgestattete Boden-Robotik-Systeme“. Roboter-Kampfsysteme könnten Infanterieeinsätze ersetzen und damit ukrainische Verluste vermeiden.

 
Ukraine meldet höchste Totenzahl heuer
Bei heftigen russischen Angriffen in der Ukraine sind in der Nacht auf Donnerstag mindestens 18 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Das ist die höchste Opferzahl, die es binnen 24 Stunden in diesem Jahr bisher gab. Russland attackierte mehrere Regionen in der Ukraine in Wellen, laut Präsident Wolodymyr Selenskyj sollen dabei fast 700 Drohnen sowie Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden sein.

In der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer kamen mindestens neun Menschen ums Leben, wie Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Verletzt wurden laut den Angaben über 20 weitere Personen. Russland habe in mehreren Wellen mit Raketen und Drohnen angegriffen. Unter anderem Objekte der kritischen Infrastruktur, des Hafens und Wohngebäude seien beschädigt worden.

Eine russische Drohne traf laut ukrainischen Angaben ein ziviles Frachtschiff vor der Küste. Der Angriff habe einen Brand in einem der Container ausgelöst, teilte Kiper auf Telegram mit. Die Besatzung habe das Feuer jedoch gelöscht. Niemand sei verletzt worden. Das unter der Flagge von Nauru fahrende Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

 
Alle Fans des rechten Diktators Putin - auch in Österreich, Deutschland und der Schweiz - sind für all diese Verbrechen und Morde voll verantwortlich

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Der ehemalige stellvertretende Bürgermeister von Lwiw, Gennady Vaskiv, wurde in Österreich wegen des Verdachts der Veruntreuung estnischer Spendengelder festgenommen, wie die ukrainische Staatsanwaltschaft mitteilte.

Vaskiv reiste aus den USA ein und wurde im März festgenommen. Berichten zufolge wurde er vom Staatlichen Ermittlungsbüro unter dem Vorwand einer Arbeit nach Österreich gelockt. Ein Auslieferungsantrag wurde bereits gestellt.

Den Ermittlern zufolge gründete Vaskiv im März 2022 die Wohltätigkeitsstiftung „Alles für den Sieg“, über die er im Mai eine Partnerschaftsvereinbarung mit der estnischen Hilfsorganisation MTÜ Slava Ukraini abschloss. Im August 2022 beschloss er, die gesammelten Spenden einzustecken.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Preise der gekauften Waren überhöht waren und die Differenz an verbundene Unternehmen überwiesen wurde.

Die Gesamtsumme der mutmaßlichen Veruntreuung beläuft sich auf 1,55 Millionen Euro. Weitere 18 Millionen Hrywnja(€ 360.000) wurden möglicherweise durch überhöhte Preisangaben unterschlagen. Vaskiv steht außerdem im Verdacht, 772.000 Hrywnja (€15.000) von der Europäischen Investitionsbank veruntreut zu haben.

Während der Voruntersuchung reiste Vaskiv unter dem Vorwand, humanitäre Hilfe zu transportieren, ins Ausland und kehrte nicht zurück.
 
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