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Der Ukraine Sammelthread

Drohnen in Luftraum
Rumänien bestellt russischen Botschafter ein
Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Sonntag erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. Aus mehreren Teilen des Landes wurden wieder Tote und Verletzte gemeldet. Diese Woche hat Russland laut ukrainischen Angaben mehr als 1.630 Gleitbomben, 99 Raketen bzw. Marschflugkörper und fast 1.700 Drohnen eingesetzt. Auch im rumänischen Luftraum tauchten Drohnen auf – den dritten Tag in Folge meldete die Armee einen Abschuss. Der russische Botschafter wurde einbestellt.

Das Fluggerät sei am Sonntag über dem Schwarzen Meer durch einen rumänischen Kampfjet des Typs F-16 abgefangen worden, erklärte der interimistische Verteidigungsminister Radu Miruta auf Facebook. Der Abschuss sei fünf Minuten nach Eindringen der Drohne in den Luftraum des EU- und NATO-Mitgliedsstaates um 10.13 Uhr Ortszeit (9.13 MESZ) erfolgt.

Am Freitag hatte die rumänische Armee erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine Drohne im Luftraum des eigenen Landes abgeschossen. Der Abschuss erfolgte nahe dem Dorf Padina gut 100 Kilometer von der Hauptstadt Bukarest entfernt. Am Samstag schoss die Armee im Donaudelta nahe der Grenze zur Ukraine eine weitere Drohne ab.

 
Selenskyj: Setzen Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Krieges zu erschweren. Das Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj gestern nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.

„Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden“, schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, „die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen“.

Erhöhte Schlagdistanz

 
Behörden: Tote in Ukraine nach russischen Angriffen
Russland hat die Ukraine erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde in der Nacht auf gestern eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Neun Personen seien verletzt worden.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien.

Russland attackierte das Nachbarland dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mit acht Raketen und Marschflugkörpern sowie 136 Drohnen. Insgesamt habe Moskaus Militär in dieser Woche fast 1.700 Drohnen, mehr als 1.630 Gleitbomben und 95 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt, wobei es sich bei mehr als der Hälfte um ballistische Raketen handle, teilte Selenskyj mit.

Russland: Angriffe auf Hafen von Tschornomorsk
Russland griff nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa an und richtete dort erhebliche Schäden an. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, wurde im Hafen ein Containerterminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei ein Stückgutfrachter getroffen worden.

 
Russland meldet Tote bei ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Rostow am Don im Süden Russlands sind örtlichen Behörden zufolge in der Nacht auf heute mindestens fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Zunächst war von zwei Toten die Rede, dann wurden drei weitere Leichen in den Trümmern entdeckt.

Behörden in der russischen Grenzregion Belgorod teilten mit, dass bei einem „massiven“ nächtlichen Drohnenangriff aus der Ukraine zwölf Menschen verletzt worden seien, darunter zwei Kinder.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf Rostow. Als weitere Ziele nannte er Ölanlagen im Gebiet Jaroslawl nordöstlich von Moskau und in der russischen Teilrepublik Udmurtien, die etwa 1.300 Kilometer von der Ukraine entfernt vor dem Ural liegt.

Tote bei russischen Angriffen in Nacht davor
In der Nacht davor hatte Russland die Ukraine erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde in der Nacht auf gestern eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Neun Personen seien verletzt worden.

 
Selenskyj als erster ausländischer Staatschef bei Burnham
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist gestern als erster internationaler Gast von Großbritanniens neuem Premier Andy Burnham empfangen worden. Die Wahl des Besuchers sei kein Zufall gewesen, sagte Burnham beim Treffen in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth, wo er Selenskyj auf einem Marinestützpunkt im Schatten des Flugzeugträgers „HMS Queen Elizabeth“ begrüßte.

Man wolle die klare Botschaft senden, dass Großbritannien zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine stehe. Er werde jede einzelne Zusage seines Landes vollständig einhalten, versprach der sozialdemokratische Politiker.

Burnham setzt damit die Linie seiner Vorgänger fort, die sich unabhängig von der Parteizugehörigkeit jeweils als engste westliche Verbündete des ukrainischen Präsidenten positioniert hatten. Selenskyj betonte, die Beziehung beider Länder sei „stärker denn je“.

 
Bürgermeister meldet großen Drohnenangriff auf Moskau
Die russische Hauptstadt Moskau ist nach Angaben des Bürgermeisters Sergej Sobjanin mit mehr als 390 Drohnen angegriffen worden.

Die Drohnen hätten Moskau zwischen gestern Abend und heute Früh angeflogen und seien größtenteils von der Luftabwehr „lange vor Erreichen der Stadt neutralisiert“ worden, erklärte Sobjanin im Onlinedienst Telegram. 81 „feindliche“ Drohnen seien zerstört worden, als sie sich Moskau näherten, fügte er hinzu.

Beschädigte Häuser in Region gemeldet
Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, meldete ebenfalls Drohnenangriffe. Dabei seien Wohnhäuser in der Stadt Tschechow und dem Dorf Waulowo beschädigt worden.

 
Besuch im Weißen Haus
Selenskyj will Momentum nutzen
Am Dienstag wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen. Der US-Präsident sendete zuletzt positive Signale in Richtung Ukraine. Diese Dynamik dürfte Selenskyj nun nutzen wollen, um weitere Hilfszusagen zu erhalten und bestehende Versprechen zu finalisieren. Im Rahmen der Reise wird auch erwartet, dass Selenskyj am Begräbnis des verstorbenen republikanischen US-Senators und Ukraine-Unterstützers Lindsey Graham teilnimmt.

Nachdem Trump und Selenskyj in der Vergangenheit teils heftig aneinandergeraten waren, hatte sich ihre Beziehung zuletzt verbessert: Bei einem offiziellen Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Juni hatte der US-Präsident Selenskyj als „mutig“ gelobt. Dieser verteidige sein Land „ziemlich gut“ gegen Russland, so Trump. Die Ukraine verfüge außerdem über „großartige Männer“ und „Kämpfer“.

 
Ein BMW X5, der einem Militärangehörigen gehörte, explodierte heute Morgen in Odessa, wie Medien berichten. Laut Polizei explodierte das Fahrzeug, sobald der Fahrer den SUV startete und losfuhr. Medienberichten zufolge war der Sprengsatz unter dem linken Vorderrad angebracht. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
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Der Fahrer war ein ukrainischer Marineoffizier.

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Ein weiteres Auto explodierte in Odessa, wie lokale Medien berichten. Der Fahrer kam bei der Explosion ums Leben.
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Der Fahrer war ein Offizier des ukrainischen Geheimdienstes SBU.
 
Im Internet kursieren Berichte über Lkw-Fahrer, die auf einer Autobahn nahe Charkiw mobilisiert wurden. In einem der verlassenen Lkw befanden sich ein Hund und ein noch laufender Kühlauflieger.

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In Odessa nahm der SBU laut lokalen Bürgergruppen den Militärkommissar Dobroslav wegen Bestechungsannahme fest. Offizielle Informationen liegen noch nicht vor.
 
In Dnipro sollen Mitarbeiter des Wehrdienstbüros eine Frau angeschossen, eine andere mit Pfefferspray angegriffen und ein drittes Mädchen überfahren haben, wie lokale Sender und Medien berichteten. Angeblich versuchten sie, die Einberufung eines Mannes zu verhindern. Offizielle Stellungnahmen lagen nicht vor. Laut öffentlichen Informationen versuchten Frauen, die Einberufung des Mannes durch das Wehrdienstbüro zu verhindern.

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In der Ukraine wurden zwei illegale Tabakfabriken ausgehoben. Die Anlagen wurden in den Regionen Charkiw und Lwiw entdeckt. Jede Fabrik war mit Produktionslinien, Generatoren und Verpackungsmaterialien für bekannte Marken ausgestattet und ermöglichte so die Herstellung von Zigaretten in einem kompletten Produktionszyklus.

Die Fabriken konnten zusammen über 130.000 Packungen Zigaretten pro Tag produzieren. Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten Ausrüstung, Rohstoffe und Fertigprodukte im Wert von insgesamt 1,34 Millionen US-Dollar.
 
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