Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Macron sagt Kiew weitere Abfangraketen zu
Angesichts der jüngsten schweren russischen Angriffe will Frankreich der Ukraine weitere Abfangraketen für die Luftverteidigung liefern. Der französische Präsident Emmanuel Macron rief am Samstag zudem auch andere Staaten zu weiteren Waffenlieferungen für Kiew auf. Am Montag wollen die Unterstützerstaaten der Ukraine über das weitere Vorgehen beraten. Dem Land mangelt es vor allem bei Möglichkeiten der Luftabwehr.

Es sei „entscheidend, der Ukraine alle notwendigen Mittel zu geben, um ihren Luftraum zu verteidigen und diese Aggression abzuwehren“, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Samstag nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.

Macron zeigte sich angesichts der jüngsten Angriffe „entsetzt“. Allein bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih waren am Freitag nach ukrainischen Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Und auch am Samstag gab es bei russischen Angriffen im Südosten der Ukraine mindestens drei Tote und 15 Verletzte, in Kiew herrschte untertags Luftalarm.

 
Putin droht Kiew mit Militärschlag: „Büchse der Pandora“ geöffnet
Kiew habe mit den Attacken auf Russlands Wirtschaft selbst „den Geist aus der Flasche“ gelassen, so der Kremlchef. Er kündigt an, nun gezielt die ukrainische Wirtschaft ins Visier zu nehmen.
Kremlchef Wladimir Putin hat nach den massiven ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland Kiew mit einer harten Antwort Moskaus gedroht. Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die „Büchse der Pandora“ geöffnet - also ein Quell des Unheils -, sagte Putin in seinem ersten Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen seit Beginn der Angriffe vor einigen Wochen.

Kiew habe nun selbst den „Geist aus der Flasche“ gelassen, hieß es weiter. „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr“, sagte er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, härter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: „Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen.“ Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte.


Der ist auch gut. Da überfällt der mutmaßliche Kriegsverbrecher Putin die Ukraine brutalst und erzählt was von Kiew habe den „Geist aus der Flasche“ gelassen. Ja, mutmaßlicher Kriegsverbrecher Putin und das weltgrößte A....loch haben sehr viel gemeinsam.
 
Die Ukraine hat nichts mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines zu tun, sagte Selenskyj laut einem Bericht von Bloomberg.
Die Äußerungen des Präsidenten erfolgten, nachdem in Kroatien ein zweiter ukrainischer Staatsbürger festgenommen worden war, den Deutschland der Beteiligung an der Sabotage verdächtigt.

„Die Ukraine war nicht einmal in die Planung dieser Operation involviert. Ich hoffe, dass die Ermittlungen Ergebnisse liefern. Wir sind bereit zu helfen. Uns ist es wichtig, die Partnerschaft mit den in diese Angelegenheit involvierten Ländern nicht zu gefährden. Wir sind offen für gemeinsame Schritte zur Aufklärung aller Umstände“, sagte Selenskyj.

Zur Erinnerung: Nach Angaben der deutschen Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Festgenommenen – Wolodymyr Sch. – um einen Berufstaucher, der zu der Gruppe gehörte, die im September 2022 die Gaspipelines sprengte. Zuvor hatte Deutschland bereits einen anderen ukrainischen Staatsbürger, Serhij K., in diesem Zusammenhang beschuldigt.

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Zwei Frauen und ein Mann fuhren mit einem PKW in ein Maisfeld, wo sie 300 kg unreife Maiskolben pflückten und aufluden. Ein Passant verständigte die Polizei. Der Mann flüchtete und wird derzeit gesucht; die Frauen machten gegenüber der Polizei falsche Angaben zu ihrer Person.
 
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Ukraine: Gesetz über Heldengedenkstätte unterschrieben
Vor dem Hintergrund eines Geschichtsstreits mit Polen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Gesetz zur Einrichtung einer nationalen Heldengedenkstätte unterschrieben. Das geht aus einer Bekanntmachung des ukrainischen Parlaments hervor, wie die Agentur Ukrinform gestern berichtete.

Polen hatte das Vorhaben heftig kritisiert. Denn in dem Pantheon sollen künftig auch Angehörige der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) geehrt werden. Die nationalistischen Untergrundkämpfer waren für Massenmorde an Polen und Juden vor allem in Wolhynien in der heutigen Westukraine während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg mit Zehntausenden Opfern verantwortlich.

Der staatliche Gedenkort wird dem Gesetz zufolge in der Hauptstadt Kiew eingerichtet. Geehrt werden sollen historische Figuren seit der Zeit des mittelalterlichen Reiches der Kiewer Rus. Erwartet wird, dass international umstrittene Persönlichkeiten umgebettet werden, die die heutige Ukraine als Unabhängigkeitskämpfer ansieht. Das Pantheon soll zudem als Begräbnisstätte für ukrainische Präsidenten dienen.

 
Unabhängigkeitstag
Solidaritätsbesuche in Kiew
Anlässlich des 35. Jahrestages ihrer Unabhängigkeit erwartet die Ukraine am Montag in Kiew mehrere Solidaritätsbesuche, unter anderen von EU-Ratspräsident Antonio Costa. Zudem ist ein Treffen der „Koalition der Willigen“ geplant – für eine stärkere Unterstützung des vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Landes. Die Besuche kommen in einer heiklen Zeit: Moskau hat die Ukraine zuletzt vermehrt stark angegriffen, dem Land fehlt es an Luftabwehr, und Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sich verstärkt innenpolitischem Druck ausgesetzt.

Schon am Sonntag begrüßte Präsident Selenskyj mehrere Staats- und Regierungsspitzen, die an Feierlichkeiten teilnehmen. Die Ukraine erlangte ihre Unabhängigkeit am 24. August 1991 von der Sowjetunion. Inzwischen verteidigt das Land seine Souveränität mit Hilfe westlicher Staaten in dem seit viereinhalb Jahren andauernden Krieg, bei dem Kiew die Kontrolle über weite Teile seines Staatsgebiets verloren hat.

 
Südkorea: Nordkorea bereitet Truppen für Russland vor
Nordkorea bereitet nach südkoreanischen Erkenntnissen die Entsendung weiterer Truppen nach Russland vor. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass eine solche Verlegung unmittelbar bevorstehe, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul auf Anfrage eines südkoreanischen Abgeordneten mit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland vor gut zwei Wochen vorgeworfen, den Kriegseinsatz Zehntausender nordkoreanischer Soldaten vorzubereiten. Demzufolge sollten 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium stationiert werden.

Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hatte Selenskyjs Angaben zurückgewiesen. Nordkorea und Russland haben ihre militärische Zusammenarbeit seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Anfang 2022 vertieft. So entsandte Nordkorea 2024 rund 14.000 Soldaten, um an der Seite Russlands in der Grenzregion Kursk zu kämpfen.

 
Russischer Onlinehändler meldet neue Drohnenangriffe
Der zweitgrößte russische Onlinehändler Ozon hat neue Drohnenangriffe auf seine Warenhäuser gemeldet. In einem Logistikzentrum in Machatschkala im Süden Russlands sei in Folge eines Drohnenangriffs ein Feuer ausgebrochen, teilte Ozon heute mit. Nach vorläufigen Informationen gebe es mehrere Verletzte, die aber nicht in Lebensgefahr seien.

Weiters wurden laut Ozon Warenhäuser in Adygeisk and Newinnomyssk im Süden des Landes „wegen der Bedrohung durch Drohnenangriffe evakuiert“. Es gebe keine Verletzten oder Schäden an den Einrichtungen.

Zuvor hatte Ozon bereits mitgeteilt, dass in Folge eines Drohnenangriffs in einem seiner Logistikzentren im südlichen Krasnodar ein „großes Feuer“ ausgebrochen sei.

Zweitgrößter Onlinehändler Russlands
Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte am Samstag Angriffe gegen Ozon angekündigt. „Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe“, hieß es. Wildberries ist der größte, Ozon der zweitgrößte Onlinemarktplatz Russlands.

 
Russland meldet Angriff auf Tanker nahe Odessa
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker mit Treib- und Schmierstoffen für ukrainische Truppen in der Nähe von Odessa getroffen. Das Schiff habe sich im Hafen von Piwdennyj befunden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau heute mit.

Zudem seien Anlagen der Hafeninfrastruktur getroffen worden, die zum Entladen und Lagern von militärischen Gütern genutzt würden. Eine Stellungnahme der Ukraine dazu lag unterdessen nicht vor.

Russland greift oft Hafeninfrastruktur in Odessa und Umgebung an, was den für Öl- und Getreideexporte wichtigen Schiffsverkehr im Schwarzen Meer beeinträchtigt.

 
Burnham-Besuch soll Raketenproblem lindern
Während die gegenseitigen Attacken im russischen Angriffskrieg zwischen Russland und der Ukraine weitergehen, feiert die Ukraine am Montag den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schwor in seiner Rede die Ukraine ein, weiter entschlossen gegen Russland zu kämpfen. Mit Spannung wird der Antrittsbesuch des britischen Premierministers Andy Burnham in Kiew erwartet. Er kündigte Unterstützung für die ukrainische Produktion von Langstreckenraketen an.

„Die Sicherheit der Ukraine ist unsere Sicherheit“, sagte Burnham am Montag. Großbritannien stehe unerschütterlich an der Seite des von Russland angegriffenen Landes – und das „so lange wie nötig“, so Burnham in einer Mitteilung seines Büros weiter. „Russland sollte unsere Entschlossenheit nicht anzweifeln. Wir werden nicht aufgeben, bis es einen gerechten und dauerhaften Frieden gibt“, hieß es darin. Die Sicherheit der Ukraine sei auch wichtig für die Sicherheit Großbritanniens.

 
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