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Diagnose: Krebs

Neuronales Netz
KI erzielt Durchbruch bei Krebsdiagnose
Bedrohungen durch künstliche Intelligenz (KI) sind derzeit mediales Dauerthema. Dabei sorgt die Technologie auch für gute Nachrichten: Bei der Krebsdiagnose ist Forschenden aus Deutschland jetzt ein Durchbruch gelungen – mit Hilfe von KI.

10.000 Forschungsarbeiten erscheinen jedes Jahr zum Thema KI und Medizin. Aber nur ein kleiner Bruchteil kommt auch im klinischen Alltag an. Man spricht auch von der „Pipeline-Lücke“ in diesem Bereich. Wie man sie schließt, zeigen die Forschungen von Klaus-Robert Müller. Der studierte Physiker von der TU Berlin hat Pionierarbeiten im Fach Maschinenlernen geleistet und ist seit Jahren darum bemüht, theoretisch „schöne“ Konzepte auch gleich in die Praxis zu übersetzen, etwa in die Krebsmedizin.

Neuer Krebs oder Metastase?
Die Ausgangssituation: Ein Patient mit einem bösartigen Kopf-Hals-Karzinom wird erfolgreich operiert. Fünf Jahre später findet man in der Lunge ganz ähnliche Krebszellen – nämlich wieder eine Entartung von sogenannten Epithelzellen. Die Frage lautet: Ist das eine Metastase des behandelten Tumors oder ist ein neu entstandener Krebs?

 
Lungenkrebs früher erkennen: Welche Fortschritte es dabei gibt
Neue robotisch unterstützte Verfahren machen eine hochpräzise Abklärung kleinster Lungenherde möglich.
Lungenkrebs ist nach wie vor jene Krebsart in Österreich, an der die meisten Menschen sterben. Denn die Erkrankung wird meist erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt. Neue robotisch unterstützte Verfahren können aber zu einer früheren Diagnose beitragen, so die Österr. Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) anlässlich des Welt-Lungentages am 25. September: Sie ermöglichen es, im Zuge einer Lungenspiegelung auch extrem kleine und schwer erreichbare Lungenherde gezielt anzusteuern und Gewebeproben zu entnehmen.

Die Bronchoskopie – die Lungenspiegelung mithilfe eines dünnen, flexiblen Schlauchs – ist die wichtigste und häufigste diagnostische Untersuchungsmethode zur Abklärung verdächtiger Veränderungen in der Lunge.

Michael Meilinger, stv. Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie an der Klinik Floridsdorf in Wien, sagt: „Moderne Computertomografie-Untersuchungen zeigen uns heute bereits sehr kleine Veränderungen. Die Herausforderung besteht nun darin, diese kleinen Herde auch tatsächlich zu erreichen und zuverlässig Gewebeproben daraus zu gewinnen.“

 
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