danke,aber das ist es ja
man fühlt sich bei keinem der beiden länder zu hause.
es fühlt sich alles so schwer und träge an.
Damit bist Du nicht allein. Es geht sogar (auf vergleichbare Art) sehr vielen Leuten, die einen sehr langen Arbeitsweg haben, und die meiste freie Zeit mit "Pendeln" verbringen, so. Nach ein paar Jahren verlaufen sich die meisten Freundschaften, ja sogar die Nachbarschaft leidet darunter. Man ist ja nie da! Und am Arbeitsplatz ist man ja auch nicht länger als notwendig.
Ich persönlich habe zwei Wohnsitze. Einen in der Nähe, wo ich aufgewachsen bin, und ca. 60 % meines Lebens bisher verbracht habe. Und dann noch eine Wohnung in der Großstadt. Einen Teil der Woche verbringe ich dort, den Rest und das Wochenende "Zuhause". Mit den Nachbarn, den Verwandten und Bekannten am Land ist das Verhältnis gut geblieben. Aber sie sagen immer wieder: "Wo bist du die ganze Zeit? Man sieht dich überhaupt nicht mehr..." Und in der Stadt, hat sich eine vergleichbare Nachbarschaft nie entwickelt. Auch der Bekanntenkreis bleibt überschaubar.
Und wenn du das über zwanzig Jahre machst, dann kann schon passieren, dass du nicht mehr weisst, wo du hingehörst.
Ich habe das für mich ganz pragmatisch gelöst. Ich nehme mir einfach von beiden Welten (Gr0ßstadt + Land) das Beste! Bester öffentlicher Verkehr und großartiges Kulturangebot unter der Woche in der Stadt. Freiheit, frische Luft, Garten,... am Wochenende.
Die Frage der "Entwurzelung" stelle ich mir einfach nicht. Ich bin dort daheim, wo ich gerade lebe. Man könnte auch sagen: Ich bin dort zu Hause, wo mein Zahnbürstl steht

Ich habe da keine besonderen Sentimentalitäten.