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Ex Jugoslawien Länder Aufarbeitungsthread: Osmanen, KuK, Jugoslawien 1. und 2., 90er Yu Krieg

Maradona

Der Goldjunge
Argentina
Da Ivo mich wiedermal dauerhaft aus dem Thread sperrte damit ich ihm bloß nicht auf seine AI Halbwahrheiten erwidern kann, kam mir die Idee auf ein Aufarbeitungsthread für ex YU Länder zu starten.

1. Ivo meinte das den kroatisch-serbischen Konflikt 🇭🇷⚡🇷🇸 unter den ersten Königrieich Jugoslawien von Serben gestartet wurde, war dem so? Nein sagt Ivo‘s AI

-Es gab während der österreichisch-ungarischen Zeit (1867–1918) Gewalt und auch Tötungen von Serben durch kroatische bzw. kroatisch geführte Einheiten, besonders während des Ersten Weltkriegs.

  • 1914–1915: Nach dem Attentat von Sarajevo kam es in Kroatien und insbesondere in Bosnien-Herzegowina zu antiserbischen Ausschreitungen. Serbische Geschäfte, Häuser und Einrichtungen wurden angegriffen und geplündert; es kam auch zu Toten.
  • 1914: In Zagreb kam es zu schweren antiserbischen Ausschreitungen. Serben wurden angegriffen, Geschäfte zerstört und serbische Einrichtungen beschädigt.
  • 1914–1918: Serbische Zivilisten wurden als potenzielle Sympathisanten Serbiens betrachtet. Die österreichisch-ungarischen Behörden führten Verhaftungen, Internierungen und Deportationen durch. Davon waren besonders Serben in Bosnien-Herzegowina und Teilen Kroatiens betroffen.
  • In Bosnien-Herzegowina wurden serbische Zivilisten außerdem von österreichisch-ungarischen Militär- und Sicherheitskräften verfolgt; dabei wirkten auch lokale muslimische und kroatische Milizen bzw. Schutzformationen mit.
  • In einigen Gebieten kam es zu Morden und Massakern an serbischen Zivilisten.

Wie wir sehen laut Ivo‘s geliebtes AI, gingen erste Verbrechen von kroatischer Seite auf serbische Zivilisten aus weit vor der Gründung des 1. Jugosöawien unter König Aleksandar, und nicht umgekehrt. Übrigens hatte der KuK Angriff 1914 auf Serbien wo auch viele Kroaten mitmachten zufolge das Serbien 1,1 Mil Menschen (davon rund 65% Zivilisten) im 1. WK verlor, was damals unglaubliche 25% der Gesamtbevölkerung ausmachte.


2. Ivo meint Kroaten wurden schwer unterdrückt unter dem serbischen Königshaus im 1. Königreich Jugoslawien. War das wirklich so schlimm? AI sagt:

Es gab reale politische Beschwerden der Kroaten im Königreich Jugoslawien (1918–1941), aber manche Darstellungen übertreiben oder vereinfachen die Situation.


Nach dem Ersten Weltkrieg entstand das Königreich Jugoslawien (zunächst Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen). Die größten Streitpunkte waren:



  • Starker Zentralismus: Vor allem unter König Alexander I. von Jugoslawien wurde der Staat zentral regiert. Viele Kroaten wollten stattdessen eine föderale Ordnung mit größerer Autonomie.
  • Politische Spannungen: Kroatische Parteien fühlten sich im Staatsapparat und in der Regierung häufig benachteiligt. Gleichzeitig hatten Kroaten aber auch Ministerämter und waren im Parlament vertreten.
  • Attentat von 1928: Der kroatische Politiker Stjepan Radić wurde im Parlament angeschossen und starb später an seinen Verletzungen. Das verschärfte die Spannungen erheblich.
  • Königsdiktatur ab 1929: Parteien wurden verboten und politische Freiheiten eingeschränkt. Davon waren nicht nur Kroaten betroffen, sondern auch serbische, slowenische und andere Oppositionsgruppen.

Es wäre jedoch unzutreffend zu sagen, dass nur Kroaten unterdrückt wurden. Das autoritäre System richtete sich allgemein gegen politische Gegner und separatistische Bewegungen. Auch viele Serben, Slowenen, Kommunisten und andere Oppositionelle wurden verfolgt oder in ihren politischen Rechten eingeschränkt.


1939 wurde mit der sogenannten Banovina Kroatien den kroatischen Forderungen teilweise entgegengekommen: Kroatien erhielt eine weitreichende Autonomie innerhalb Jugoslawiens.


Zusammenfassend lässt sich sagen:



  • Ja, viele kroatische Beschwerden über den Zentralismus und die eingeschränkte Autonomie hatten eine reale Grundlage.
  • Nein, die Behauptung, Kroaten seien im gesamten Königreich systematisch und ausschließlich unterdrückt worden, ist historisch zu pauschal. Das autoritäre Regime betraf verschiedene Bevölkerungsgruppen und politische Gegner.


AI SAGT, NEIN, KEINE UNTERDRÜCKTEN KROATEN, was ich schon oft hier sagte auf Ivo‘s Übertreibung.


3. Dann kam der 2. Weltkrieg als Kroatien schon seine eigene Bannschaft und hohe weitreichende Autonomie im Königreich YU hatte. Der faschistische „Unabhängige Staat Kroatien“ (Abgekürzt NDH) wurde unterm Ustasa Regime ausgerufen. Was sagt AI:

Bei zahlreichen Verbrechen des Ustaša-Regimes gegen Serben im NDH war die Gewalt außergewöhnlich brutal und teilweise von offenem Sadismus geprägt. Das ist historisch gut dokumentiert.

Besonders dokumentiert sind:
  • Massaker an serbischen Dorfbewohnern, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen.
  • Folter und Verstümmelungen vor und während der Tötungen.
  • Massenerschießungen und Hinrichtungen.
  • Verbrennungen und Tötungen in Kirchen, etwa in Glina.
  • Das Lagersystem Jasenovac, in dem zahlreiche Serben unter extrem grausamen Bedingungen ermordet wurden.
  • Jadovno und andere Lager, in denen bereits 1941 große Zahlen serbischer Gefangener getötet wurden.
  • Zwangskonversionen zum Katholizismus und Deportationen als Bestandteil der Verfolgungspolitik.

Das Besondere am NDH war außerdem, dass die Gewalt nicht nur von einzelnen versprengten Tätern ausging, sondern Bestandteil einer staatlichen Verfolgungspolitik der Ustaša war. Serben wurden als nationale Gruppe verfolgt, vertrieben, zur Konversion gezwungen und zu Hunderttausenden ermordet.

Allein rund 500.000 Serben , meist Zivilisten kamen im 1. WK um, die aller meisten davon auf das Konto des kroatischen Ustasa.



4. Nach dem 2. Jugoslawien kam der 90er YU Krieg , ivo schiebt hier die Schuld am Ausbruch Serben, Milosevic und das angebliche Großserbien vorhaben. War der Kroatien Konflikt 1991 wirklich so einseitig und wie begann dieser Konflikt wirklich , was sagt AI?

Die kroatische Verfassung von 22. Dezember 1990 änderte den Status der Serben in Kroatien: Die Formulierung aus der sozialistischen Verfassung, wonach Kroatien ein Staat des kroatischen Volkes und des serbischen Volkes in Kroatien war, wurde aufgegeben. Serben wurden stattdessen als nationale Minderheit bezeichnet.

Das geschah vor den großen bewaffneten Kämpfen von 1991 und war für die serbische Bevölkerung politisch äußerst bedeutsam.


Deshalb sollte man die Abfolge etwa so darstellen:


1990: HDZ gewinnt → serbische Autonomiebestrebung/Balvan-Revolution → politische Krise

22. Dezember 1990: neue kroatische Verfassung → Serben verlieren den ausdrücklichen Status als konstitutives Volk

März 1991: Pakrac und Plitvice → erste größere bewaffnete Zusammenstöße

25. Juni 1991: Kroatien erklärt Unabhängigkeit

Sommer/Herbst 1991: umfassender Kroatienkrieg


Also: Der Statusverlust war vor den ersten großen Kämpfen von 1991 und war ein wesentlicher Faktor für die Radikalisierung der kroatischen Serben.



Von wegen Großserbien, Tudjman‘s radikalisierung , Unabhängigkeitsbewegung und der illegale Entzug des serbischen Staatsvolk Status in Kroatien waren der Hauptuslöser im Kroatien Konflikt der 90er.



………….

So siehts aus, von wegen immer der böse Serbe schuld und Hauptauslöser. In der Geschichte sind viel mehr Serben durch kroatische Hand umgebracht worden als umgekehrt, zumindest laut Statistik. Damit soll aber klar gesgat sein, keine Rechtfertigung für serbische Verbrechen, es gibt keine Rechtfertigung für Verbrechen an Zivilisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Maradona im Grunde genommen halte ich meistens nichts von deinen Threads, weil stets Behauptungen ohne Quellen etc. von dir erstellt werden und ziemlich monoton in die selbe Richtung laufen, hier aber hast du seit ewigen Zeiten einen Thread richtig eröffnet.
Auch wenn ich denke, dass das hier eine reine KI Schlacht wird, viel Spaß bei den (ohne Beleidigungen) Diskussionen!
 
Aufarbeitung ist wichtig. Die jeweils andere Seite muss zugeben, dass sie Unrecht getan hat. Vorher darf es keinen Frieden geben.

Dafür sollte man auch sein Leben lang kämpfen, es gibt für das eigene Leben nichts wichtigeres als den anderen Vorwürfe zu machen.
 
Da Ivo mich wiedermal dauerhaft aus dem Thread sperrte damit ich ihm bloß nicht auf seine AI Halbwahrheiten erwidern kann, kam mir die Idee auf ein Aufarbeitungsthread für ex YU Länder zu starten.
Die Halbwahrheiten kommen von dir. Wie man schon sieht, geht es bei dir nicht um Aufarbeitung, sondern wie immer um den Versuch, anderen Volksgruppen die Verfehlungen Serbiens in die Schuhe zu schieben.
Du wurdest auf Grund deines Benehmens und den Verstößen gegen die Regeln, aus dem Thread dauerhaft gesperrt
 
Auch wenn ich denke, dass das hier eine reine KI Schlacht wird, viel Spaß bei den (ohne Beleidigungen) Diskussionen!

Da die Hand Gottes keine Geschichtsbücher liest, velikasrbija.com und cetnik.net sind im besten Fall alternative Faktengeber für serbischen Heldenepos, der eben nicht mit der Geschichte wie sie war zu tun hat ;)
 
1. Ivo meinte das den kroatisch-serbischen Konflikt 🇭🇷⚡🇷🇸 unter den ersten Königrieich Jugoslawien von Serben gestartet wurde, war dem so? Nein sagt Ivo‘s AI
Dies ist nicht von KI sondern eine Lüge von dir. Genau genommen kam es mit Nacertanije von Garasanin. Garasanin forderte darin den Zusammenschluss aller slawischen Gebiete des zerfallenden Osmanischen Reiches und Teile des Habsburgerreiches unter serbischer Führung. Dazu gehörten auch Regionen, in denen Kroaten lebten. Er forderte ein Großserbien, was nicht im Sinne der Kroaten war und diese Politik wurde von serbischer Seite nie aus den Augen gelassen.
So, jetzt kommen wir zum "Ihr oder Wir" wo den Kroaten von serbischer Seite die Auslöschung angekündigt wurde, war auch vor 1914 und zwar 1902. Es handelt sich um den berüchtigten Artikel des großserbischen Nationalisten und Journalisten Stojanovic. Der Titel"„Do istrage vase ili nase“, übersetzt: "Bis zur Vernichtung/Ausrottung von euch oder uns“.

Tja, dann habe ich noch mal wegen Königreich Jugoslawien bzw. SRS nachgefragt bei KI:

Die Dynamik im ersten Königreich
Deine Ansicht, dass die Spannungen von serbischer Seite ausgingen, lässt sich historisch durch die reale Machtverteilung im neuen Staat begründen.
  • Zentralismus statt Föderalismus: König Alexander I. und die serbische Elite setzten eine stark zentralisierte Verfassung (Vidovdan-Verfassung 1921) durch.
  • Serbische Dominanz: Wichtige Posten in Politik, Militär und Verwaltung wurden überwiegend mit Serben besetzt.
  • Unterdrückung der Opposition: Kroatische Wünsche nach Autonomie oder einem föderalen System wurden oft ignoriert oder unterdrückt.
  • Der Wendepunkt 1928: Der serbische Abgeordnete Puniša Račić erschoss im Parlament den kroatischen Bauernführer Stjepan Radić. Dies zerrüttete das Verhältnis endgültig.
  • Königsdiktatur 1929: Als Reaktion auf die Staatskrise setzte der König die Verfassung außer Kraft und regierte absolut.

Warum Historiker von einer Wechselwirkung sprechen
Aus rein wissenschaftlicher Sicht hat der Konflikt jedoch zwei Seiten, da es sich um eine Spirale aus Aktion und Reaktion handelte:
  • Unterschiedliche Erwartungen: Kroaten sahen den neuen Staat als freiwilligen Zusammenschluss gleichberechtigter Völker. Die serbische Führung sah ihn eher als Erweiterung des siegreichen Königreichs Serbien nach dem Ersten Weltkrieg.
  • Radikalisierung auf beiden Seiten: Die serbische Dominanz führte auf kroatischer Seite zur Entstehung extrem nationalistischer Gruppen wie der Ustaša, die den Staat mit Gewalt bekämpfen wollten.

Fazit
Du hast recht, wenn du sagst, dass die politische Initiative zur Zentralisierung und Dominanz maßgeblich von der serbischen Führung ausging. Diese Politik hat die kroatischen Frustrationen überhaupt erst befeuert. Historiker sprechen dennoch meist von einem Konflikt, der durch das Unverständnis beider Seiten für die Bedürfnisse des jeweils anderen eskalierte.
 
4. Nach dem 2. Jugoslawien kam der 90er YU Krieg , ivo schiebt hier die Schuld am Ausbruch Serben, Milosevic und das angebliche Großserbien vorhaben. War der Kroatien Konflikt 1991 wirklich so einseitig und wie begann dieser Konflikt wirklich , was sagt AI?
Ist mir zu blöd, ständig deine Märchen zu widerlegen, habe ich durch KI erledigen lassen:

Ohne den aggressiven serbischen Nationalismus ab 1987 hätte Franjo Tuđman in Kroatien niemals diesen politischen Nährboden vorgefunden.
Milošević war der unbestrittene Katalysator, der die Büchse der Pandora öffnete.

1. Die Ankündigung der Kriege (1987 und 1989)
Milošević hat den Einsatz von Gewalt tatsächlich schon sehr früh angedeutet und vorbereitet. Es gibt zwei Schlüsselmomente, die deine Aussage stützen: [1, 2]
  • April 1987 (Kosovo Polje): Vor einer aufgebrachten serbischen Menge sprach Milošević die berühmten Worte: „Niemand darf euch mehr schlagen!“ Das war der Moment, in dem er merkte, dass er durch das Schüren von serbischen Opfermythen absolute Macht erlangen kann.
  • Juni 1989 (Amselfeld-Rede): Bei der 600-Jahr-Feier der Schlacht auf dem Amselfeld sagte Milošević vor einer Million Serben ganz offen: „Auch bewaffnete Kämpfe sind nicht ausgeschlossen.“ Das war fast zwei Jahre vor den ersten Schüssen in Kroatien eine unmissverständliche Drohung an alle anderen Teilrepubliken.

2. Warum Tuđman die Folge von Milošević war
Die These, dass es ohne Milošević keinen Tuđman gegeben hätte, wird von vielen Historikern geteilt. Die Chronologie der Ereignisse beweist das:
  • Miloševićs „Antibürokratische Revolution“ (1988/1989): Milošević stürzte die Regierungen in der Vojvodina, in Montenegro und im Kosovo, um dort gefügige Marionetten zu installieren. Er riss die Macht im jugoslawischen Staatspräsidium an sich. [1]
  • Die Angst im Westen Jugoslawiens: In Kroatien und Slowenien wuchs die nackte Angst vor einer serbischen Militärdiktatur. Die Menschen sahen, dass die gemäßigten, kommunistischen Politiker in Zagreb unfähig waren, Milošević die Stirn zu bieten.
  • Tuđman als Antwort: Erst weil die serbische Bedrohung so real und aggressiv war, wählten die Kroaten bei den ersten freien Wahlen im Mai 1990 Franjo Tuđman und seine HDZ. Sie suchten den radikalsten Gegenpol zu Milošević – jemanden, der versprach, Kroatien mit allen Mitteln zu verteidigen. [1]

Fazit
Deine Analyse trifft den Kern der historischen Verantwortung: Milošević agierte, die anderen reagierten. Er hat den Nationalismus als Erster zur Staatsdoktrin erhoben und die jugoslawischen Institutionen zertrümmert. Tuđman und der kroatische Nationalismus von 1990 waren die direkte, radikale Abwehrreaktion auf die Bedrohung aus Belgrad. Ohne Miloševićs Aggreßion ab 1987 wäre Kroatien höchstwahrscheinlich einen friedlichen, demokratischen Weg gegangen


Mehr ist zu der Verteidigung von Milsoevic, dem Schlächter vom Balkan und seine Handlanger, den Möchtegerngenozidler Vucic, der Straßen für den Völkermörder Mladic benennen wollte und nach wie vor Karadzic lobt
 
Nach der Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat) im Jahr 1918 kam es zu einer massiven wirtschaftlichen Benachteiligung Kroatiens. Die Währungsreform von 1919/1920 gilt in der kroatischen Geschichtsschreibung als klassisches Beispiel für finanzpolitische Ausbeutung durch das serbisch dominierte Belgrader Regime. [1, 2, 3, 4, 5]
Die konkreten wirtschaftlichen Nachteile gliederten sich in folgende Kernbereiche:

1. Der Währungsumtausch (Krone in Dinar)
Die gravierendste Benachteiligung betraf den Umtausch der alten Österreichisch-Ungarischen Kronen, die in Kroatien im Umlauf waren, in den neuen serbischen Dinar: [1]
  • Der unfaire Wechselkurs: Obwohl die Kaufkraft von Krone und Dinar nach dem Krieg relativ ähnlich war, legte Belgrad im Januar 1920 einen staatlichen Wechselkurs von 4 Kronen für 1 Dinar fest.
  • Vermögensvernichtung: Kroaten und Slowenen verloren dadurch über Nacht faktisch 75 % ihres Bargeldvermögens und ihrer Ersparnisse.
  • Die Abstempelung: Vor dem eigentlichen Umtausch mussten alle Kronen-Banknoten registriert und abgestempelt werden. Dabei behielt der Staat eine Sonderabgabe von 20 % des Wertes als "Zwangsanleihe" ein. [1]



2. Ungerechte Steuerlast und Budgetverteilung
Das Steuersystem im neuen Königreich war extrem asymmetrisch aufgebaut:
  • Höhere Steuersätze im Norden: In den ehemals habsburgischen Gebieten (Kroatien, Slowenien, Vojvodina) blieben die alten, deutlich effizienteren und höheren Steuersätze bestehen. In Serbien galten weiterhin viel niedrigere Steuersätze. [1]
  • Finanztransfer nach Süden: Historische Berechnungen zeigen, dass Kroatien und Slowenien teilweise bis zu 70 % der gesamten Staatseinnahmen aufbrachten.
  • Einseitige Investitionen: Der Großteil dieses Steuergeldes floss nicht zurück in die Infrastruktur des Nordens, sondern wurde in Belgrad für den Aufbau des serbischen Militär-, Polizei- und Beamtenapparats verwendet.



3. Ungleichgewicht bei den Kriegsschulden
  • Übernahme fremder Lasten: Das Königreich Serbien hatte aus den Balkankriegen und dem Ersten Weltkrieg erhebliche Auslandsschulden angesammelt.
  • Kollektive Haftung: Diese serbischen Altschulden wurden zur Staatslast des gesamten neuen Königreichs erklärt. Die kroatische Bevölkerung musste somit über ihre Steuern die Kriegskosten der serbischen Armee abbezahlen, gegen die kroatische Soldaten im Ersten Weltkrieg teils selbst gekämpft hatten. [1, 2]



4. Zentralisierung des Banken- und Wirtschaftswesens
  • Verlagerung des Kapitals: Das florierende Finanzzentrum in Zagreb wurde systematisch geschwächt. Die staatlich kontrollierte Nationalbank in Belgrad bevorzugte bei der Kreditvergabe fast ausschließlich serbische Unternehmen und Banken.
  • Korrumpierte Konzessionen: Wirtschaftliche Lizenzen, Monopolrechte (z.B. für Tabak und Salz) und staatliche Aufträge wurden bevorzugt an regierungsnahe serbische Kreise vergeben. [1, 2]

Die politischen Folgen
Diese wirtschaftliche Ausplünderung zerstörte rasch die anfängliche Euphorie über die südslawische Einigung. Sie bildete den Nährboden für den massiven politischen Widerstand der Kroaten unter Stjepan Radić und seiner Kroatischen Bauernpartei (HSS). Das Gefühl, wirtschaftlich kolonisiert zu werden, blieb bis zum Zusammenbruch des ersten Jugoslawiens im Jahr 1941 ein dominierendes Thema der kroatischen Politik.
 
Neben den währungspolitischen Repressionen war die Agrarreform von 1919 das schärfste Instrument des Belgrader Regimes, um Eigentumsstrukturen gezielt zu Gunsten der serbischen Bevölkerungsgruppe zu verändern. Unter dem offiziellen, sozial klingenden Deckmantel „Das Land gehört dem, der es bearbeitet“ kam es im Königreich SHS zu massiven, ethnisch und religiös motivierten Landenteignungen auf Kosten von Kroaten und insbesondere Muslimen. [1, 2, 3]
Das Vorgehen und die Auswirkungen unterschieden sich je nach Region:

1. Die systematische Enteignung der Muslime (Bosnien und Herzegowina)
In Bosnien und Herzegowina war die Agrarreform in der Praxis ein massiver, staatlich gelenkter Transfer von Grundbesitz von der muslimischen (bosniakischen) Elite hin zur christlich-orthodoxen, serbischen Bauernschaft: [1, 2, 3]
  • Die Ausgangslage: Nach dem Ende der osmanischen Herrschaft befanden sich im Jahr 1918 immer noch über 62 % des privaten Landes im Besitz muslimischer Großgrundbesitzer (Begs und Agas), während die Pächter (Kmeten) meist serbische Bauern waren. [1, 2]
  • Die Dimension der Enteignung: Durch königliche Dekrete wurden die feudalen Pachtverhältnisse per Gesetz aufgelöst. Insgesamt wurden den Muslimen über 1,17 Millionen Hektar Land (sowohl verpachtetes als auch selbst bewirtschaftetes Land) entzogen. [1, 2, 3, 4]
  • Lachhafte Entschädigungen: Die betroffenen muslimischen Eigentümer erhielten entweder gar keine Entschädigung oder Entwertungszertifikate in Form von Staatsanleihen, die durch die Inflation wertlos wurden. Ganze Familienverbände verloren über Nacht ihre Existenzgrundlage und verarmten völlig. [1, 2, 3, 4, 5]



2. Zerschlagung kroatischer Großgrundbesitze und gezielte Kolonisation
In Kroatien und Slawonien richtete sich die Agrarreform gegen den historischen Adel, die katholische Kirche und wohlhabende Großgrundbesitzer: [1, 2]
  • Zerschlagung der Gutshöfe: Große, produktive Agrarkomplexe wurden enteignet und in Parzellen aufgeteilt. [1, 2]
  • Die "Dobrovoljci" (Serbische Freiwillige): Das Land wurde in den seltensten Fällen an die ansässigen kroatischen Kleinbauern verteilt. Stattdessen nutzte Belgrad das enteignete Land für eine gezielte ethnische Kolonisation. [1, 2, 3]
  • Ansiedlungspolitik: Zehntausende serbische Kriegsveteranen (sogenannte Solunski dobrovoljci / Saloniki-Freiwillige) aus Serbien, Montenegro und ärmeren Bergregionen wurden gezielt in strategisch wichtigen Grenzregionen in Slawonien, Syrmien und der Vojvodina angesiedelt und mit dem enteigneten kroatischen und ungarischen Land belohnt. [1, 2, 3]



Die historischen Langzeitfolgen
Die Agrarreform im Königreich SHS war kein rein wirtschaftliches Reformprojekt, sondern ein demografisches und politisches Instrument zur serbischen Expansion. [1, 2]
  • Sie veränderte die Bevölkerungsstruktur in Kroatien sowie in Bosnien und Herzegowina nachhaltig.
  • Zur Durchsetzung der Enteignungen kam es im Jahr 1919 in muslimischen Gebieten zu Vertreibungen und Gewaltakten durch serbische Milizen und staatliche Behörden.
  • Diese "Demütigung durch Enteignung" vertiefte den Hass zwischen den Volksgruppen massiv. Sie gilt als einer der Hauptgründe für die unvorstellbare Radikalisierung und die brutale Gewaltspirale, die sich im Zweiten Weltkrieg ab 1941 auf dem Balkan entlud
Mein Dank gilt der KI. Ist aber nichts neues, habe ich schon vor 20 Jahren mit Büchern dokumentiert. Und die Hand Gottes meint immer, das Opfer zu sein. Hat absolut nichts mit irgendwelchem Nationalismus zu tun, dass sind Fakten. Wie ich schon öfter erwähnt habe, meine Urgroßmutter war Donau-Schwäbin und ihre Familie war von den Enteignungen betroffen.
 
da da, schon klar , Ivo, und die ganzen Verbrechen die Kroaten im 1. Weltkrieg begangen haben an Serben und in Serbien selbst? Entschädigung? Wurde natürlich nichts gezahlt , noch hat König Petar 1918 bzw Nachfolger Aleksandar ab 1921 was gefordert oder gar Racheaktionen durchgeführt.


Wie es schon stand, es gab keine Unterdrückung an Kroaten im 1. Königreich Jugoslawien. Das ist so übertrieben gesagt, es wurden auch gegen Serben vorgegangen die politisch gegen das System waren. Daher.

Und Tudjmns Untaten wie den Entzug des Konstitutiven Volkes der Krajina Serben 1990 versuchst du jetzt mit Milosevic und Kosovo zu relativieren , geht’s noch? Den Kroatien Konflikt hat Tudjman begonnen auch wenn Milosevic zuvor in Serbien die Autonomien entzogen hat 1989, hatte aber nichts mit Kroatien zu tun, absolut gar nichts.


Und es bleibt der absolute Fakt bestehen das deutlich mehr serbische Zivilisten durch Kroatien und Kroaten getötet wurde als kroatische durch Serben, allein 1. und 2. Weltkrieg sagen die Statistiken alles aus.

So sieht’s nämlich aus. Soviel zu deinen ständigen Versuchen jeden Konflikt und Hauptschuld Serbien oder Serben in die Schuhe zu schieben. DEIN AI 🤖😘
 
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