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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Aussageverweigerungsrecht
Epstein-Komplizin Maxwell will Aussage vor US-Ausschuss verweigern
Maxwell wurde wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen verurteilt und sitzt eine Haftstrafe von 20 Jahren ab

Washington/New York – Ghislaine Maxwell will bei einer für Montag geplanten Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses die Aussage verweigern. Sie wurde 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch an minderjährigen Mädchen durch den verstorbenen US-Finanzier Jeffrey Epstein verurteilt und verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe.

Maxwell wolle von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, heißt es in einem Schreiben des demokratischen Abgeordneten Ro Khanna an den Ausschussvorsitzenden James Comer vom Sonntag. Statt einzelne Fragen zu beantworten, wolle sie zu Beginn der Anhörung eine vorbereitete Erklärung verlesen. Khanna wies darauf hin, dass diese Absicht im Widerspruch zu Maxwells früherem Verhalten stehe.

Hintergrund der Anhörung ist die Veröffentlichung von Millionen interner Dokumente in der Affäre Epstein durch das US-Justizministerium. Eine Stellungnahme von Maxwells Anwalt lag zunächst nicht vor. (APA, 9.2.2026)

 
US-Kongress will Epstein-Komplizin Maxwell vernehmen
Der US-Kongress will heute die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, vernehmen. Es wird erwartet, dass sie von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch machen wird. Die Anhörung findet vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses hinter verschlossenen Türen statt, Maxwell wird per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet.

Sie war 2022 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Maxwells Anwälte hatten den Kongress aufgefordert, ihr rechtliche Immunität für ihre Aussage zu gewähren. Der Kongress wies das jedoch zurück.

Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er minderjährige Mädchen missbraucht hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.

2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

Britische Royals über Epstein-Skandal besorgt
Der britische Thronfolger Prinz William und seine Frau Prinzessin Kate zeigten sich indes besorgt über den Epstein-Skandal, in den auch der ehemalige britische Prinz Andrew verwickelt ist. „Ich kann bestätigen, dass der Prinz und die Prinzessin über die anhaltenden Enthüllungen zutiefst besorgt sind“, hieß es aus dem Kensington-Palast mehreren Medienberichten zufolge. „Ihre Gedanken sind weiterhin bei den Opfern“, heißt es weiter.

 
Epsteins Netzwerk reichte bis Vorarlberg
Die Verbindungen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein reichten auch bis nach Vorarlberg. Das legen E-Mails nahe, die an Epstein gerichtet waren und vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden. In einer Nachricht schreibt ein bisher unbekannter Absender über das Montafon und zwei Minderjährige, die – so wörtlich – „sehr gehorsam“ seien.

Die bekanntgewordenen E-Mails zeigen, wie weitreichend Epsteins Netzwerk war, und legen nahe, dass dieses bis in heimische Skiregionen reichte – konkret nach Zürs und ins Montafon. Eine der Mails an Epstein zeichnet das Bild eines scheinbar unbeschwerten Winteraufenthalts in Österreich. Der anonymisierte Absender berichtet Epstein im Jänner 2012 von viel Schnee, guten Bedingungen im Skigebiet und einem Aufenthalt im Montafon.

Im Zusammenhang mit Epsteins Verbrechen erscheint jedoch eine Passage brisant, in der von zwei 15-jährigen Schweizer Jugendlichen die Rede ist. Diese würden – so heißt es wörtlich – alles tun, was man ihnen vorschlage, und seien „very obedient“ – also „sehr gehorsam“. Der Kontext dieser Formulierung wirft Fragen auf, vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Epstein über Jahre hinweg einen Ring zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger unterhalten hatte. Der Nachricht waren zwei Bilder angehängt. Epstein antwortete darauf nur „Looking“.



 
E‑Mail‑Auszug (29. Dezember 2017):
„some at dinner with donald last night, were concerned about dementia. tons of makeup. did not recognize old friends.“

Epstein schreibt am 29. Dezember 2017 (!) an den US‑Autor Michael Wolff:
‚Einige beim Abendessen mit Donald gestern Abend waren besorgt wegen Demenz. Tonnen von Makeup. erkannte alte Freunde nicht.‘
Und das war bereits 2017! Wie ist das heute?“

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Epstein-Files sorgen für Rücktrittsreigen
Der Skandal rund um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein führt zu zahlreichen Rücktritten, allerdings nicht in den USA, sondern in Europa. In Norwegen legte eine Topdiplomatin ihr Amt nieder, in der Slowakei ein Regierungsberater. In Großbritannien wächst der Druck auf Premier Keir Starmer, der selbst mit Epstein gar nichts zu tun hatte. Zwei seiner politischen Vertrauten mussten aber bereits den Hut nehmen. Auch auf die britischen Royals kommt neues Ungemach zu.

Starmer steht seit Tagen schwer unter Druck, weil er den früheren Labour-Minister Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA ernannt hatte – obwohl Starmer wusste, dass Mandelson nach Epsteins Verurteilung 2008 weiterhin Kontakt zu dem Sexualstraftäter hielt.

Am Sonntag war bereits Starmers Kabinettschef Morgan McSweeney zurückgetreten. Er hatte Starmer nach eigenen Angaben zur Ernennung Mandelsons geraten. Kaum 24 Stunden später reichte auch Kommunikationschef Tim Allan seinen Rücktritt ein. Er wolle den Aufbau eines neuen Teams in der Downing Street ermöglichen, erklärte Allan.

Ermittlungen zu hoher Abfindung
Das Ausmaß der Verbindungen Mandelsons zu Epstein war mit der Freigabe weiterer Epstein-Akten durch das US-Justizministerium Ende Jänner bekanntgeworden. Mandelson soll, als er von 2008 bis 2010 Minister war, vertrauliche Finanzdaten der damaligen Labour-Regierung an den US-Finanzinvestor weitergegeben und Geld von ihm angenommen haben.

 
Schweigen unter Eid – Maxwell bietet Entlastung an und beruft sich zugleich auf das Schweigerecht
Ghislaine Maxwell spielt ein doppeltes Spiel. Über ihren Anwalt ließ sie Abgeordneten mitteilen, sie sei bereit zu erklären, dass weder Donald Trump noch Bill Clinton in ihren jeweiligen Kontakten zu Jeffrey Epstein eines Fehlverhaltens schuldig gewesen seien. Diese Botschaft erreichte Demokraten wie Republikaner nach einer nicht öffentlichen Anhörung. Zugleich verweigerte Maxwell selbst jede inhaltliche Aussage und berief sich auf den fünften Verfassungszusatz, um Fragen nicht beantworten zu müssen, die sie belasten könnten.

Abgeordnete hatten am Montag versucht, die frühere Vertraute Epsteins zu befragen. Sie wollten klären, wer in das Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters eingebunden war und wer möglicherweise dessen Missbrauch unterstützt oder ermöglicht hat. Doch Maxwell schwieg. Kein Detail, keine Einordnung, keine Namen. Stattdessen der formale Hinweis auf ihr Recht, sich nicht selbst zu belasten.

 
Rücktrittsforderungen durch Thomas Massie
Thomas Massie war der erste prominente Republikaner, der Lutnick am 8. Februar 2026 öffentlich zum Rücktritt aufforderte. Massie erklärte auf CNN, dass Lutnick „viel zu erklären habe“ und dem Präsidenten einen Gefallen tun sollte, indem er seinen Posten räumt.
Auch Demokraten wie Adam Schiff und Robert Garcia schlossen sich den Forderungen an und warfen Lutnick vor, über das Ausmaß seiner Beziehung zu einem verurteilten Sexualstraftäter gelogen zu haben. Ein Sprecher des Handelsministeriums wies die Vorwürfe als Ablenkungsmanöver zurück und betonte, Lutnick sei nie eines Fehlverhaltens beschuldigt worden.


Donica Blewinsky soll sich selbst einen Gefallen tun und zurücktreten.
 
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