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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Jikipedia kondensiert Epstein-Files zu kompakter Online-Enzyklopädie
Die in den Millionen veröffentlichten Dokumenten enthaltenen Informationen werden so zugänglich gemacht

Ende Jänner veröffentlichte die US-Regierung nach großem Druck 3 Millionen weitere Seiten aus den sogenannten Epstein Files – Dokumente, die die Taten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und seines internationalen Netzwerks belegen. Der Informationsschwall ist immens, ihn in Gänze zu lesen, würde mehrere Monate dauern, noch dazu ist er völlig unsortiert. Dieselben Programmierer, die Epsteins Mail-Korrespondenz in Form eines Gmail-Accounts aufbereiteten, machen die enthaltenen Informationen nun auch in einer Wikipedia-Alternative kompakt zugänglich.

"Ein neues Wiki"
"Wir haben Jikipedia erstellt, ein neues Wiki, das Jmail-Daten zu umfassenden Berichten über Schlüsselfiguren im Epstein-Skandal zusammenfasst", schrieb das Team hinter der neuen Enzyklopädie am Samstag auf X. "Es listet alle registrierten Besuche auf Epsteins Anwesen auf, das mögliche Wissen jeder Person über Epsteins Verbrechen und die Gesetze, gegen die sie möglicherweise verstoßen hat", heißt es in dem Post.

Darunter liefert es direkt einen Screenshot des Eintrages über Lesley Groff. Diese war "Epsteins persönliche Assistentin, die ihm über 100.000 E-Mails geschickt hat und durch eine Vereinbarung aus dem Jahr 2007, die eine Strafverfolgung ausschloss, vor dem Gefängnis geschützt wurde".

KI-generierte Einträge
Auf der Website, die sich als "Ergänzung" zu Wikipedia versteht, sind bislang 64 Einträge zu finden. Diese sind KI-generiert, verwendet wurde das Modell Claude Sonnet 4.5. Daraus macht Jikipedia jedoch keinen Hehl, der Hinweis findet sich direkt im Untertitel der Website sowie in einer gelb unterlegten Notiz über den Artikeln. Hier wird auch darauf hingewiesen, dass der Artikel entsprechende Ungenauigkeiten enthalten könnte. Stets sind die originalen E-Mails verlinkt, aus denen die Einträge erstellt wurden.

Auf X kündigten die Entwickler an, dass Nutzer "schon bald" die Möglichkeit haben werden, Änderungen zu fordern, Ungenauigkeiten zu markieren und zu verifizieren, dass ein ganzer Artikel korrekt ist.

 
Hillary Clinton wirft Trump-Regierung "Vertuschung" im Umgang mit Epstein-Akten vor
In einem BBC-Interview fordert die Demokratin die vollständige Veröffentlichung der Akten und bestreitet, Epstein zu kennen. Ende Februar sollen sie und ihr Mann Bill Clinton vor dem Kongress aussagen

Die frühere US-Außenministerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wirft der Regierung von US-Präsident Donald Trump eine "Vertuschung" im Umgang mit den Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor. "Veröffentlicht die Akten. Sie verzögern das absichtlich", fordert die Demokratin im Gespräch mit der BBC.

Das Justizministerium hat jüngst erklärt, alle gemäß dem "Epstein Files Transparency Act" erforderlichen Unterlagen veröffentlicht zu haben. Kritiker argumentieren jedoch, die Veröffentlichung sei unzureichend. Etwa der republikanische Abgeordnete aus Kentucky, Thomas Massie, der das Gesetz mitverfasst hat, forderte die Freigabe interner Vermerke, die frühere Entscheidungen über eine mögliche Anklage gegen Epstein und etwaige Mittäter darlegen.

Clinton sieht Ablenkungsmanöver
Angesprochen auf ihre eigenen Verbindungen zu Epstein sagt Clinton in dem BBC-Interview: "Wir haben keine Verbindungen. Mein Ehemann ist ein paar Mal in seinem Privatjet zu Charity-Zwecken mitgeflogen. Ich kann mich nicht erinnern, ihn je getroffen zu haben." Und Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell? Die habe sie sehr wohl ein paar Mal getroffen, sagte Hillary Clinton – allerdings nur auf Charity-Veranstaltungen der Clinton Global Initiative, auf denen stets Tausende Menschen zugegen seien.

 
Auch interessant:
Es ist das erste Mal seit Gerald Ford im Jahr 1983, dass ein ehemaliger US-Präsident vor einem Kongressausschuss aussagt. Sowohl Hillary als auch Bill Clinton haben schon mehrfach bestritten, zum damaligen Zeitpunkt von Epsteins Sexualstraftaten gewusst zu haben. Der Ex-Präsident hat angegeben, seinen Kontakt vor rund 20 Jahren abgebrochen zu haben. Keiner der beiden wurde von Opfern Epsteins eines Fehlverhaltens beschuldigt.

Clintons wollen öffentliche Anhörung
Die Clintons haben gefordert, dass ihre Anhörung vor dem Kongressausschuss öffentlich und nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet. "Wir werden erscheinen, aber wir denken, es wäre besser, es öffentlich zu machen", sagte Hillary Clinton der BBC. "Wir haben nichts zu verbergen. Wir haben wiederholt die vollständige Veröffentlichung dieser Akten gefordert. Wir glauben, dass Transparenz die beste Desinfektion ist", sagte die Politikerin weiter.

Auf Hillary Clintons Vorwürfe angesprochen, sagte Trump – der in den Epstein-Akten Hunderte Male erwähnt wird – der BBC, er habe nichts zu verbergen. "Ich wurde entlastet. Ich hatte nichts mit Jeffrey Epstein zu tun. Sie sind hineingegangen in der Hoffnung, etwas zu finden, und fanden genau das Gegenteil", sagte er an Bord der Air Force One. "Sie werden hineingezogen. Und das ist ihr Problem … Clinton und viele andere Demokraten wurden hineingezogen."

 
Jeffrey Epsteins mysteriöse Verbindungen nach Russland
Der in Haft verstorbene Sexualstraftäter drohte in einem E-Mail-Entwurf mit seinen "Freunden im FSB" und reiste oft nach Russland – etwa auf Einladung eines Verbands von Geheimdienstveteranen

Wenn es Jeffrey Epstein an einer Sache nicht mangelte, dann war es Selbstbewusstsein. Im Juni 2018 war der US-Finanzier längst ein verurteilter Sexualstraftäter, Russland hatte die Krim annektiert und in Washington saß Donald Trump als Präsident im Weißen Haus. Dennoch schrieb Epstein einem Freund: "Ich denke, du könntest Putin vorschlagen, dass Lawrow durch ein Gespräch mit mir Erkenntnisse gewinnen kann." Gemeint waren Wladimir Putin und sein Außenminister Sergej Lawrow. Epstein bot sich an als jemand, der Zugang versprach – zu Macht, Geld und womöglich mehr.

Die nun vom US-Justizministerium freigegebenen Millionen Dokumente zum Fall Epstein geben Einblick in dessen Russland-Strategie. Sie zeigen, wie der Sexualstraftäter und Jetsetter über Jahre hinweg Verbindungen nach Moskau pflegte. Er reiste nach Russland – mal mit Ex-US-Präsident Bill Clinton, mal offenbar auf Einladung eines Ministeriums, mal zu einer Veranstaltung von Geheimdienstveteranen. Zugleich ließ er junge Frauen aus Russland einfliegen und erwog offenbar den Kauf einer Wohnung in Moskau.

Avancen Richtung Kreml
Fast 6000 Mal taucht in den bislang veröffentlichten Dokumenten der Begriff "Russia" auf, mehr als 1000 Mal "Putin", immer wieder "Moscow". Hier geht es nicht nur um beiläufige Erwähnungen, sondern um wiederkehrende Kontakte und konkrete Avancen in Richtung Kreml – und womöglich auch zu Russlands Geheimdiensten.

 
Die kleine Recherche: E-Mail um 0:07 Uhr – und was sie über Trump und Epstein verrät!

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Am 18. April 2011 schreibt Jeffrey Epstein um 0:07 Uhr eine kurze Nachricht an William Riley: „Bevor ich Trump anrufe. In Bezug auf Virginia – gibt es andere Alternativen?“ Diese Zeile findet sich in einem Datensatz von Millionen Dokumenten aus dem Archiv des Justizministeriums.

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Sie wirft eine schlichte Frage auf: Wie passt das zu Trumps wiederholter Aussage, er habe seit etwa 2004 keinen Kontakt mehr zu Epstein gehabt? Trump erklärte, der Bruch sei erfolgt, weil Epstein Mitarbeiterinnen aus Mar-a-Lago abgeworben habe, darunter Virginia Giuffre. Danach habe es keinen Austausch mehr gegeben. Die Mail aus dem Jahr 2011 deutet zumindest darauf hin, dass Epstein in einer Angelegenheit um Giuffre den direkten Draht zu Trump in Betracht zog. Ob das Gespräch stattfand, bleibt offen. Doch die Bereitschaft zum Anruf widerspricht der Darstellung eines vollständigen Abbruchs.

Der Zeitpunkt ist bedeutsam. 2009 hatte Giuffre Klage wegen sexuellen Missbrauchs eingereicht. Der Fall war längst öffentlich, weitere Betroffene meldeten sich. Riley soll damit befasst gewesen sein, belastendes Material über Opfer zu beschaffen. Der mögliche Kontakt zu Trump fällt also in eine Phase steigenden juristischen Drucks. Trump hatte Epstein 2002 als „großartigen Typen“ bezeichnet und angemerkt, dieser möge schöne Frauen, viele von ihnen jung. Später bestritt er jede Kenntnis von Straftaten. Die nun bekannte Mail belegt kein Gespräch, aber sie dokumentiert eine Absicht. Giuffre wurde zu einer zentralen Zeugin gegen Epstein und Maxwell. Ihr Tod im vergangenen Jahr beendete ihre persönliche Auseinandersetzung, nicht jedoch die offenen Fragen. Im Fall Epstein entscheiden oft Dokumente, nicht öffentliche Auftritte. Diese eine Zeile, geschrieben nach Mitternacht, gehört dazu.
 

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Epstein-Akten als explosiver Mediencocktail
Um den Vorwurf der Vertuschung zu entkräften, hat das US-Justizministerium Millionen Files aus den Akten des toten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Doch nicht Transparenz ist die Folge, sondern das genaue Gegenteil: Tatsächliche Indizien für Missbrauch treffen auf völlig kontextlose Namenserwähnungen und ungeprüfte Zeugenvorwürfe. Viele Namen sind geschwärzt, und mittlerweile machen gefälschte Texte und Fotos die Runde. Die Folge ist ein hochexplosiver Mediencocktail – und die Kritik am Vorgehen der US-Regierung reißt nicht ab.

Im Dezember hatte die US-Regierung die erste Tranche veröffentlicht. Ende Jänner folgten drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und mehr als 100.000 Fotos, diese sind nun auf der Seite des US-Justizministeriums für jeden einsehbar. Die Suchfunktion auf der Seite ist jedoch mehr als eingeschränkt, gefunden werden nur einzelne Worte oder zusammenhängende Phrasen.

Nicht nur das macht die Sache schwierig: Die Dokumente sind – vollkommen ohne Kontext – extrem irreführend. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky und der demokratische Abgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien, die beide als treibende Kraft hinter dem Epstein-Akten-Transparenzgesetz zur Veröffentlichung gelten, kritisierten am Wochenende, dass Memos der Behörden, warum welche Ermittlungen verfolgt und welche eingestellt wurden, nicht enthalten seien.

Kritik von vielen Seiten
US-Justizministerin Pam Bondi erklärte hingegen, es würden keine weiteren Files veröffentlicht. Ihr Stellvertreter Todd Blanche hatte bereits Anfang Februar gesagt, es werde keine weiteren Ermittlungen geben: Bei der Prüfung sei nichts gefunden worden, was eine Strafverfolgung ermöglichen würde.

 
Aktenfetzen, KI-Bilder, erfundene Empfänger – Wie aus echten Dokumenten gezielt eine Epstein-Fakewelt gebaut wird
Epstein lebt in Colorado, Frankreich habe „ungeschwärzte“ Akten, Netanyahu habe „Foltervideos“ gefeiert – und wie ein paar echte Screenshots zu einer kompletten Parallelwelt werden. Wer sich durch die aktuellen Wellen an „Epstein-Files“-Posts klickt, merkt schnell: Es geht kaum noch um Aktenarbeit, sondern um das schnelle Gefühl, endlich den ultimativen Beweis in der Hand zu haben. Ein Screenshot, ein roter Kreis, ein Alarm-Emoji – und schon steht da: Epstein lebt. Trump wurde „im Ausland“ enttarnt. Netanyahu war Teil eines grotesken Austauschs. Dazu kommen Bilder, die angeblich „aus den Akten“ stammen und so schockierend sein sollen, dass man sie angeblich nur deshalb nicht in den USA sieht, weil die Regierung sie unterdrücke. Das Problem ist nur: Genau diese Mechanik wird gerade ausgenutzt. Echte Dokument-Schnipsel, echte E-Mail-Ketten, echte Dateinamen – und darübergelegt eine Deutung, die sich nicht aus dem Material ergibt.

Fünf Beispiele zeigen das besonders klar. Und sie zeigen auch, wie sehr das, was online als „Enthüllung“ verkauft wird, in Wahrheit das Gegenteil ist: eine Demontage der belegbaren Realität durch bewusstes Weglassen von Kontext.

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Da ist zuerst der Satz, der gerade überall herumgereicht wird: „Epstein lebt in Colorado.“ Er stammt aus einer E-Mail-Kette vom 6. Juli 2021, die in der Januar-2026-Veröffentlichung des Justizministeriums auftauchte und online unter einem Aktenkürzel wie EFTA01656139 kursiert. Der Screenshot ist echt. Genau das macht ihn so gefährlich: Viele sehen „Epstein“, lesen „Colorado“, und der Rest passiert automatisch im Kopf. Daraus wird „Jeffrey Epstein“, daraus wird „zwei Jahre nach dem Tod“, daraus wird die Behauptung, der Suizid 2019 sei inszeniert gewesen.

 

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Der Epstein-Fake-Wahnsinn – Teil 2 – Wie aus Aktenfetzen Kannibalismus wird und aus Dateinamen „Beweise“
Seit der Veröffentlichung von Millionen Epstein-Dokumenten läuft parallel zur eigentlichen Auswertung eine zweite Welle: Screenshots, Clips, Podcast-Sätze, angebliche „Beweise“, die sich in Stunden verbreiten und in Minuten zerfallen. Das Muster ist fast immer gleich. Ein Fragment wird aus dem Zusammenhang gerissen, ein Name daraufgeklebt, eine moralische Explosion gezündet – und am Ende bleibt die Debatte nicht sauberer, sondern dreckiger. Wer wirklich wissen will, was in diesen Akten steckt, muss genau dort ansetzen: bei den Behauptungen, die am lautesten sind, weil sie oft am schwächsten sind.

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Ein Beispiel ist die Geschichte um Dr. Mehmet Oz. In einem Podcast behauptete Marjorie Taylor Greene, Oz habe Epstein zu einer Valentinstagsfeier 2016 eingeladen. Das ist die Art Satz, die sofort hängen bleibt, weil er politisch perfekt passt: ein prominenter Arzt, heute in einer Trump-Regierung mit Zuständigkeit für Medicare und Medicaid, und ein Mann wie Epstein, Jahre nach seiner Florida-Verurteilung. In den veröffentlichten Unterlagen existiert tatsächlich eine digitale Einladung vom 1. Februar 2016, die bei Epstein eingegangen ist und als Gastgeber „Mehmet & Lisa Oz“ ausweist. Der Absender selbst ist technisch geschwärzt, die Einladung verweist auf eine Online-Plattform, über die man Karten verschickt, Ort und Kalenderdaten ergänzt, Zu- oder Absage verwaltet. Diese Links sind heute tot. Man kann nicht mehr nachvollziehen, wohin sie führten, wo das stattgefunden haben soll, ob es die Feier gab und ob Epstein dort jemals auftauchte. Ein wichtiger Punkt war auch immer die Vorgehensweise von Epstein, der gerne über Portale Einladungen oder sonstige Informationsträger an sich selbst sendete. Über den Verwendungszweck und den Sinn lässt sich nur dunkel spekulieren.

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Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht, ob diese Datei existiert, sondern was sich daraus seriös ableiten lässt. Die Datei zeigt, dass eine Einladung mit diesem Titel und diesem Host-Namen in Epsteins Posteingang gelandet ist. Sie beweist nicht automatisch, wer sie tatsächlich verschickt hat, ob ein Account missbraucht wurde, ob jemand Drittes eine Einladung im Namen eines prominenten Paares erstellt hat oder ob es am Ende nur ein Eintrag in einem Adressbuch war, der durch eine Plattformfunktion automatisch ein Einladungspaket generierte. Genau hier entsteht die Zone, in der politische Erregung schneller ist als die Prüfung. Wer den Satz „Oz hat Epstein eingeladen“ als fertiges Urteil verkauft, springt über die Lücke, die die Akte selbst offenlässt. Wer hingegen sagt: In den Akten liegt eine Einladung, die Oz als Gastgeber nennt, aber die technische Herkunft ist bislang nicht unabhängig bestätigt, der beschreibt den Stand so, wie er ist. Nicht weichgespült, nicht überdreht.

Der nächste Block an Behauptungen ist noch grober, weil er nicht einmal von einer echten Datei lebt, sondern von der Lust am Abgrund. Da kursierte etwa die Behauptung, die Akten würden beweisen, Ellen DeGeneres sei eine Kannibalin und sie sei deshalb aus den USA geflohen. Der Mechanismus dahinter ist billig: In einem riesigen Dokumentenberg findet man irgendwo das Wort „Kannibale“ oder „Kannibalismus“, findet irgendwo anders den Namen einer bekannten Person – und erklärt, das gehöre zusammen. Das ist so, als würde man in einem Telefonbuch „Feuer“ und „Bäcker“ finden und behaupten, der Bäcker habe die Stadt angezündet.

 

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Abgeordneter Lieu: "Vollständige Epstein-Akten zeigen, dass Trump Kinder vergewaltigt!" Die Bombe:
Direkte Anschuldigung: Kongressabgeordneter Ted Lieu hat offiziell das Schweigen gebrochen und behauptet, dass die ungeschwärzten Epstein-Akten grafische Beweise dafür enthalten, dass Donald Trump sexuelle Übergriffe auf Minderjährige begangen hat.
The Cover-Up: Lieu behauptet, dies sei das "Dunkle Geheimnis", das die Regierung verzweifelt zu begraben versucht, und bezeichnet die vorherigen Veröffentlichungen als "Rauchvorwand" für die schreckliche Realität, die in den vollständigen Dokumenten zu finden ist.
Das ist nicht mehr nur Politik; es ist eine direkte Anklage der höchsten strafrechtlichen Ordnung, die die Fundamente des Weißen Hauses erschüttern könnte

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Ex-Prinz Andrew verhaftet
Der ehemalige britische Prinz Andrew ist am Donnerstag im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre verhaftet worden. Der Polizeieinsatz erfolgte in Norfolk, so die zuständige Thames Valley Police. Sie nannte keinen Namen, doch bald war klar: Es handelt sich bei der festgenommenen Person um Andrew Mountbatten-Windsor, der am Donnerstag seinen 66. Geburtstag begeht. Das bestätigte auch sein Bruder König Charles III. Er ließ ausrichten, dem Gesetz müsse Genüge getan werden.

Die Polizei teilte mit, ein Mann in seinen 60ern sei wegen des Verdachts des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt festgenommen worden. Er wurde in der Früh auf dem Landsitz Sandringham in der Grafschaft Norfolk abgeholt. Dem Bruder von König Charles III. werde „Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen“ vorgeworfen, berichtete unter anderem die BBC. Der Straftatbestand des „misconduct in public office“ bezieht sich im britischen Recht auf Amtsträger, die ihre öffentliche Stellung vorsätzlich missbrauchen oder vernachlässigen.

 
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