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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Marjorie Taylor Greene sagte, der achtwöchige Regierungsstillstand sei von Donald Trump bewusst herbeigeführt worden, um die Veröffentlichung der Epstein-Akten zu verhindern.


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Lutnick Anhörung zu Epstein: Die Insel, die Erinnerungslücken und die 250 Dokumente
Howard Lutnick saß stundenlang hinter verschlossenen Türen im Ausschuss des Repräsentantenhauses und versuchte zu erklären, warum seine Geschichte über Jeffrey Epstein inzwischen kaum noch mit den freigegebenen Unterlagen und Recherchen übereinstimmen. Der Handelsminister der Vereinigten Staaten, einer der sichtbarsten Männer in Donald Trumps Kabinett, wurde am Mittwoch von Abgeordneten des House Oversight Committee zu seinen Kontakten mit dem verstorbenen Sexualstraftäter befragt. Am Ende verließen mehrere Demokraten den Raum mit dem Vorwurf, Lutnick habe gelogen, Fragen umgangen und sich in Widersprüche verstrickt.

Der Druck auf Lutnick war in den vergangenen Monaten immer größer geworden. Sein Name taucht laut einer Auswertung in mehr als 250 Dokumenten der Epstein-Akten auf, die vom Justizministerium veröffentlicht wurden. Besonders brisant war dabei nicht nur die Anzahl der Erwähnungen, sondern die Tatsache, dass mehrere Unterlagen früheren Aussagen Lutnicks widersprechen.

Über Jahre hatte Lutnick öffentlich erklärt, er habe nach einem Treffen mit Epstein im Jahr 2005 keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt. In einem Podcast sagte er noch im vergangenen Jahr, seine Frau und er hätten damals beschlossen, niemals wieder mit Epstein in einem Raum zu sein. Epstein habe während einer Führung durch sein Haus sexuelle Geschichten erzählt, die beide abgestoßen hätten. „Meine Frau und ich entschieden, dass ich nie wieder mit diesem widerlichen Menschen in einem Raum sein werde“, sagte Lutnick damals.

 
Jeffrey Epstein – Recherchen zeigen: Bitcoin, Thiel, Burns und die Schattenkanäle nach Teheran
Im Sommer 2014 saß Jeffrey Epstein nicht irgendwo auf seiner Insel oder in einem luxuriösen Apartment in Manhattan. Er lief durch Washington, traf Beamte des US-Finanzministeriums, sprach über Kryptowährungen, Iran-Sanktionen, Terrorfinanzierung und internationale Geldströme. Jahre später wirkt genau das wie eine jener Geschichten, die damals kaum jemand ernst nahm und die heute plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Denn während amerikanische Kriegsschiffe inzwischen Tanker vor Iran stoppen, Wallets beschlagnahmt werden und Milliardenbeträge über Kryptowährungen durch den Nahen Osten laufen, zeigen veröffentlichte E-Mails und interne Unterlagen, dass Epstein schon vor über zehn Jahren mitten in Gesprächen über genau diese Entwicklung auftauchte.

Im August 2014 reiste Epstein nach Washington. Laut seinen Unterlagen traf er Vertreter des Office of Terrorist Financing and Financial Crimes im US-Finanzministerium. Mit dabei war Philip West von der Kanzlei Steptoe, die sich intensiv mit internationalen Sanktionsfragen beschäftigte. Die Beamten wollten verstehen, wie Bitcoin und andere digitale Währungen künftig genutzt werden könnten, um Sanktionen zu umgehen, Waffenlieferungen zu bezahlen oder Geld außerhalb klassischer Bankenstrukturen zu bewegen.

Damals stand Iran massiv unter Druck. Die Obama-Regierung versuchte, Teheran wirtschaftlich weiter einzuengen und gleichzeitig die Atomverhandlungen voranzutreiben. Genau in dieser Phase begannen amerikanische Sicherheitsbehörden zu begreifen, dass Kryptowährungen irgendwann zu einem Problem für die globale Finanzmacht Washingtons werden könnten.

Auch Iran beobachtete die Entwicklung aufmerksam. In Teheran herrschte damals Misstrauen gegenüber Bitcoin. Manche Funktionäre hielten die Technologie sogar für eine mögliche amerikanische Falle oder ein Instrument westlicher Geheimdienste. Trotzdem begann Iran 2014 damit, Kryptowährungen regulatorisch zu erfassen, weil die Sanktionen den Zugang zum internationalen Finanzsystem immer stärker abschnitten.

Epstein bewegte sich zu diesem Zeitpunkt längst in Kreisen, in denen Geheimdienste, Finanzwelt, Waffenhandel und internationale Politik ineinanderliefen. Bereits in den achtziger Jahren hatte er Verbindungen zu Adnan Khashoggi und Stan Pottinger. Khashoggi war tief in internationale Waffengeschäfte verwickelt und spielte eine Rolle im Iran-Contra-Komplex. Pottinger arbeitete mit Konstruktionen rund um Offshore-Firmen, Embargoumgehungen und verdeckte Finanzstrukturen. Epstein kannte diese Welt nicht aus Aktenordnern, sondern aus persönlichem Kontakt.

Nach seinem Treffen im Finanzministerium schrieb Epstein an Joi Ito vom MIT Media Lab. Die Beamten seien „nicht besonders intelligent“ und extrem überzeugt von sich selbst. Später beschwerte er sich bei Kathryn Ruemmler, der früheren Rechtsberaterin Barack Obamas, das Gespräch habe sich angefühlt wie eine Vorlesung an einem Community College.

 
New York eröffnet einen Lesesaal für die Trump-Epstein-Akten
Mitten in New York sorgt derzeit eine ungewöhnliche Ausstellung für Aufmerksamkeit. Unter dem Titel „Donald J. Trump and Jeffrey Epstein Memorial Reading Room“ wurde ein temporärer Leseraum eröffnet, in dem Besucher Zugriff auf Millionen Seiten an Dokumenten rund um Jeffrey Epstein erhalten. Grundlage sind Akten, Fotos, Gerichtsunterlagen und weitere Materialien, die in den vergangenen Jahren durch amerikanische Behörden und Gerichte veröffentlicht wurden. Nach Angaben der Organisatoren umfasst die Sammlung rund 3,5 Millionen Seiten. Besucher können dort stundenlang Akten durchsuchen, Namen nachverfolgen und alte Verbindungen rekonstruieren. Ein besonderer Teil der Ausstellung beschäftigt sich ausdrücklich mit der langjährigen Beziehung zwischen Donald Trump und Jeffrey Epstein. Gezeigt werden gemeinsame Aufnahmen, öffentliche Aussagen und zeitliche Überschneidungen aus den neunziger und frühen zweitausender Jahren.

Die Ausstellung trifft einen empfindlichen politischen Nerv. Denn obwohl Trump immer wieder versucht hat, Distanz zu Epstein herzustellen, tauchen beide seit Jahren gemeinsam in alten Fotos, Partyberichten und gesellschaftlichen Kreisen auf. Gleichzeitig wächst in Teilen der amerikanischen Öffentlichkeit der Druck nach vollständiger Offenlegung weiterer Akten rund um Epstein, seine Kontakte und mögliche Netzwerke. Die Betreiber der Ausstellung beschreiben den Leseraum als öffentliches Archiv gegen das Vergessen. Besucher sollen nicht nur Schlagzeilen sehen, sondern selbst lesen können, wie tief sich der Fall Epstein über Jahre durch Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Justiz gezogen hat. Genau deshalb stehen dort keine kurzen Zusammenfassungen im Mittelpunkt, sondern Originaldokumente.

Die Ausstellung entsteht außerdem in einem Moment, in dem Trump politisch erneut im Zentrum der Vereinigten Staaten steht. Genau diese Gleichzeitigkeit sorgt für zusätzliche Brisanz. Während Trump im Weißen Haus sitzt und seine Regierung immer aggressiver gegen Kritiker vorgeht, öffnet in New York ein Raum, der die alte Verbindung zu Jeffrey Epstein erneut sichtbar macht. Für viele Besucher wirkt der Lesesaal deshalb weniger wie eine klassische Ausstellung als wie eine stille Anklage gegen ein System, das über Jahre wegsah, verdrängte oder bewusst nicht genauer hinschaute.

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Der Fall Epstein holt die Nacht im Gefängnis erneut zurück
Fast sieben Jahre nach Jeffrey Epsteins Tod rückt eine der umstrittensten Nächte des Falls wieder in den Mittelpunkt. Der Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses befragt Tova Noel, die damalige Gefängnisbeamtin, die in jener Nacht im New Yorker Gefängnis Dienst hatte. Noel und ihr damaliger Kollege Michael Thomas standen später selbst im Fokus der Ermittlungen. Beide räumten ein, Unterlagen gefälscht zu haben, nachdem gegen sie im Jahr 2021 Anklage erhoben worden war.

Die Vorwürfe standen direkt im Zusammenhang mit den Abläufen in der Nacht, in der Epstein starb. Offiziell wurde sein Tod vom Gerichtsmediziner in New York als Suizid eingestuft. Trotzdem reißen die Fragen bis heute nicht ab. Mitglieder des Kongresses erklärten nun, sie wollten die Zustände im Gefängnis zum damaligen Zeitpunkt genauer untersuchen. Dabei geht es um Abläufe, Kontrollen und Entscheidungen in den Stunden vor Epsteins Tod. Die Nacht selbst liegt Jahre zurück. Die offenen Fragen offensichtlich nicht.
 
Die Epstein-Akten ziehen weiter Kreise – Jetzt öffnen britische Ermittler alte Türen
Die Geschichte um Jeffrey Epstein bewegt sich längst nicht mehr nur durch amerikanische Gerichte oder politische Ausschüsse. Jetzt beschäftigen die Unterlagen auch britische Ermittler. Polizeibehörden im Vereinigten Königreich prüfen Vorwürfe sexuellen Missbrauchs von Kindern, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen. In Surrey südwestlich von London laufen bereits Untersuchungen zu zwei getrennten Fällen. Einer betrifft mutmaßliche Taten zwischen den späten 1980er Jahren und den frühen 2000er Jahren. Festnahmen gab es bislang nicht. Was die Aufmerksamkeit zusätzlich erhöht: Die britischen Behörden arbeiten nicht mehr einzeln. Bereits im Februar wurde eine nationale Koordinierungsgruppe geschaffen, nachdem Millionen Seiten an Dokumenten aus amerikanischen Ermittlungen veröffentlicht worden waren. Mehrere Polizeibehörden prüfen seitdem Hinweise aus den Unterlagen und versuchen herauszufinden, ob sich daraus konkrete Straftaten ableiten lassen.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Vorwürfe. Untersucht werden Fragen rund um mutmaßlichen Menschenhandel, Reisen mit Epsteins Privatflugzeug und Kontakte in politische und gesellschaftliche Kreise. Auch frühere Verbindungen des ehemaligen Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor stehen weiter im Blick. Die Affäre hat Großbritannien längst über den Bereich kriminalistischer Ermittlungen hinaus erreicht. Die Folgen trafen inzwischen auch die königliche Familie. König Charles III. entzog seinem jüngeren Bruder im vergangenen Jahr königliche Titel und Rechte. Die Verbindungen zu Epstein und die fortlaufenden Enthüllungen entwickelten sich zunehmend zu einer Belastung, die selbst die Monarchie nicht länger auf Abstand halten konnte.
 
Epstein: Polizei geht Berichten über Ex-Prinz Andrew nach
Die britische Polizei geht in ihren langwierigen Ermittlungen gegen den früheren britischen Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor mehreren Ansätzen nach. Das geht aus einer Mitteilung der Thames Valley Police von heute hervor.

Dabei nehmen die Ermittler auch mögliches sexuelles Fehlverhalten in den Blick. Der jüngere Bruder von König Charles III. war im Februar im Zuge des Skandals um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden.

Kontakt mit Anwaltskanzlei von möglichem Opfer aufgenommen
Zusätzlich zu den Ermittlungen prüfen die Ermittler derzeit den Angaben nach Berichte, wonach „eine Frau im Jahr 2010 zu sexuellen Zwecken zu einer Adresse in Windsor gebracht worden sein soll“, heißt es in der Mitteilung.

Die Polizei habe Kontakt mit der rechtlichen Vertretung der Frau aufgenommen, um klarzustellen, dass eine mögliche Anzeige mit Sorgfalt und Sensibilität behandelt werden würde.

Mountbatten-Windsor steht unter Verdacht, in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung sensible Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Der 66-Jährige wurde aus seiner offiziellen Rolle in der Königsfamilie verbannt, ihm wurden alle Titel und Ehren aberkannt.

Berichte: Sorge unter Ermittlern
Die Ermittler sollen laut Berichten britischer Medien besorgt darüber sein, dass die Öffentlichkeit den Eindruck gewinne, die Ermittlungen konzentrierten sich nur auf die Vorwürfe, Mountbatten-Windsor habe während seiner Zeit als Handelsbeauftragter sensible Informationen weitergegeben.

 
Fünf Millionen Dollar, Epstein-Fragen und ein enger Zeitplan in Washington
Zwischen einem politischen Spendenscheck und Fragen zu Jeffrey Epstein liegt in Washington derzeit nur wenig Abstand. Handelsminister Howard Lutnick überwies im vergangenen Monat fünf Millionen Dollar an den Congressional Leadership Fund, das wichtigste politische Unterstützungsnetzwerk der Republikaner im Repräsentantenhaus rund um Sprecher Mike Johnson. Für ein amtierendes Kabinettsmitglied ist eine Spende dieser Größenordnung ungewöhnlich. Der Zeitpunkt sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit. Die Zahlung erfolgte am 1. April und damit vier Wochen nach einer Vereinbarung mit dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses über eine Befragung zu Lutnicks Kontakten zu Jeffrey Epstein. Das nicht öffentliche Gespräch fand am 6. Mai statt.

Lutnick gehört seit Jahren zu den größeren Geldgebern der Republikaner, doch seit seiner Ernennung zum Handelsminister war dies seine erste bekannte politische Großspende. Die Summe entspricht zugleich seiner bislang größten bundesweiten Einzelspende und erreicht dieselbe Höhe wie eine Zahlung an Donald Trumps politisches Unterstützungskomitee im Jahr 2024. Die Nachfragen zu Lutnicks Verhältnis zu Epstein laufen bereits seit Monaten. Nach der Veröffentlichung umfangreicher Unterlagen rund um Epstein wurde bekannt, dass Lutnick über mehr als zehn Jahre neben Epstein auf der Upper East Side in Manhattan lebte. Sein Name tauchte nach Auswertungen in mehr als 250 Dokumenten auf.

Lutnick hatte zuvor erklärt, nach einer Begegnung im Jahr 2005 praktisch keinen Kontakt mehr zu Epstein gehabt zu haben. Spätere Unterlagen zeichneten jedoch ein umfangreicheres Bild. Sie zeigten unter anderem eine Reise auf Epsteins Privatinsel im Jahr 2012 sowie weitere Begegnungen. Vor Abgeordneten erklärte Lutnick später, seine Kontakte seien bedeutungslos gewesen und ohne größere Relevanz. Er schilderte drei Treffen, darunter ein Kaffeegespräch in Epsteins Haus, ein Gespräch über Bauarbeiten sowie den Besuch auf der Insel mit seiner Familie. Die Spende selbst ist nach amerikanischem Recht zulässig. Trotzdem wirft die zeitliche Nähe Fragen auf, weil dieselben politischen Strukturen unterstützt werden, in denen gleichzeitig Ausschüsse und Abgeordnete Fragen zu seiner Vergangenheit stellten. In Washington entsteht Aufmerksamkeit oft nicht nur durch Geld oder Aussagen allein, sondern durch den Zeitpunkt, an dem beides zusammenkommt.
 
Massie gegen Trump – Der Streit um die Epstein-Akten erreicht plötzlich Melania
Todd Blanche und Kash Patel haben sich nach seiner Darstellung selbst belastet, indem sie erklärten, dass sich keine weiteren Personen in den Akten befänden. Selbst Melania glaube das nicht. Millionen Dokumente seien weiterhin unter Verschluss. Namen von Milliardären würden zurückgehalten. Das Gesetz zur Transparenz der Epstein-Akten existiere bereits, doch die Verantwortlichen würden sich nach seiner Darstellung nicht daran halten.

Der Kampf um die Epstein-Akten entwickelt sich innerhalb der Republikanischen Partei immer stärker zu einer offenen Auseinandersetzung. Thomas Massie, einer der schärfsten parteiinternen Kritiker Donald Trumps, greift nun nicht mehr nur Justizministerium und FBI an. Er zog auch Melania Trump in die Debatte hinein und sorgte damit für neue Unruhe in Washington. Während eines Fernsehinterviews erklärte Massie, er wolle weitere Namen aus den Epstein-Unterlagen öffentlich machen. Nach seiner Darstellung seien noch immer Millionen Dokumente nicht freigegeben worden. Er behauptete außerdem, Aussagen von Betroffenen und Anwälten würden darauf hinweisen, dass Unterlagen unvollständig oder stark geschwärzt seien. Bereits zuvor hatte Massie gemeinsam mit Ro Khanna mehrere Namen veröffentlicht, darunter Leon Black, Jes Staley und Leslie Wexner. Dabei handelt es sich um Personen, die nach Darstellung der beiden Politiker in Epsteins Umfeld auftauchen oder damit in Verbindung gebracht werden.

Besonders Aufmerksamkeit erzeugte jedoch eine andere Aussage. Massie erklärte, selbst Melania Trump glaube nicht, dass Jeffrey Epstein allein gehandelt habe. Die First Lady wisse, dass Epstein nicht ohne weitere Beteiligte agiert habe. Für diese Behauptung legte Massie jedoch in seinen öffentlichen Aussagen keine Belege vor. Melania Trump hatte sich erst vor wenigen Wochen selbst zu Spekulationen über eine mögliche Verbindung zu Epstein geäußert. Sie erklärte, weder zu seinen Opfern gehört noch durch Epstein Donald Trump kennengelernt zu haben. Gleichzeitig sprach sie sich für öffentliche Anhörungen mit Betroffenen aus.

Massie richtet seine Kritik vor allem gegen den amtierenden Justizapparat. Er wirft Verantwortlichen vor, Informationen zurückzuhalten und frühere Aussagen über den Inhalt der Akten stünden aus seiner Sicht im Widerspruch zu inzwischen bekannten Details. Obwohl Massie seine parteiinterne Vorwahl verloren hat und seine Zeit im Kongress begrenzt ist, kündigte er an, den Druck weiter zu erhöhen. Damit verlagert sich der Streit längst weg von einzelnen Dokumenten. Inzwischen geht es zunehmend um eine größere Frage. Wer entscheidet darüber, welche Unterlagen veröffentlicht werden, was verborgen bleibt und wann die Öffentlichkeit erfährt, was tatsächlich in den Akten steht.

 
Zwischen Krebsdiagnose, Epstein-Akten und wachsendem Druck: Pam Bondi verteidigt sich vor dem Kongress
Washington D.C. – Pam Bondi stand bis eben erneut im Zentrum einer Affäre, die Washington seit Monaten beschäftigt und deren politische Sprengkraft längst weit über die Akten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hinausreicht. Die ehemalige Justizministerin erschien auf dem Capitol Hill zu einer nicht öffentlichen Befragung durch Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Während vor dem Gebäude Überlebende von Epsteins Missbrauch auf Antworten drängten, verteidigte Bondi hinter verschlossenen Türen das Vorgehen der Trump-Regierung bei der Freigabe der sogenannten Epstein-Akten.

Die Anhörung findet in einer für Bondi persönlich schwierigen Phase statt. Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Justizministerium an Schilddrüsenkrebs erkrankt war und sich einer Behandlung unterzogen hat. Nach Angaben ihres Umfelds befindet sie sich auf dem Weg der Besserung. Katie Miller, die Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, erklärte, Bondi habe den Krebs in den vergangenen Wochen still und entschlossen bekämpft. Öffentlich äußerte sich Bondi dazu bislang kaum. Stattdessen konzentrierte sie sich am Freitag auf die Vorwürfe rund um die Epstein-Akten.

Bereits zu Beginn ihrer Aussage machte sie deutlich, dass sie von ihrer bisherigen Linie nicht abweichen werde. In einer vorbereiteten Erklärung lobte sie die Arbeit des Justizministeriums während ihrer Amtszeit und sprach von einem beispiellosen Einsatz für Transparenz. Nach ihren Angaben wurden nahezu drei Millionen Seiten Material zusammengetragen und ausgewertet, darunter Tausende Videos und Hunderttausende Bilder. Die Ermittlungen hätten sich über die Regierungen von George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden erstreckt.

 
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